Beiträge von drueckerdruecker

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Für unverzichtbar halte ich weiterhin eine Beteiligung der Separatisten an "Runden Tischen". Dagegen sperrt sich das Übergangsregime aber mit aller Macht - aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen. Sitzt nur eine der beiden Seiten um den Tisch herum, kann man sich das Ganze gleich sparen. Was soll das bringen außer der Erkenntnis, dass (wieder mal) nichts zu erreichen war, weil der Gesprächpartner fehlte? :rolleyes:

    Echt seltsam. Du formulierst immer wieder wie ein schwafelnder Politiker. Sicher verfüge ich nicht über das optimale Vokabular, um das darzulegen, aber im obigen Beispiel sind das zum Beispiel die Popanze "für unverzichtbar halte ich", "aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen", "mit aller Macht" und die Allegorie mit dem runden Tisch, der ohne deine Akteure entbehrlich sei.


    Klar kann man die Übergangsregierung ein Regime nennen, weil sie ja eben nicht durch Wahlen ermächtigt worden ist - auch wenn es von Struktur, Inhalt, Auftreten und Absicht doch eher eine Regierung ist. Aber die guten, guten Separatisten sind allemal ein Regime, und zwar in jeder, schlechten Hinsicht - Willkür, Gewalt, Unterdrückung, Fluktuation, Blockade, Singulärentscheider, Sprunghaftigkeit, Kontrahaltung, Pipapo. Und wenn die tausend Separatisten irgendein Anspruch auf irgendeine Anbindung hätten, dann hätten das die weit zahlreicheren Kaninchenzüchter, Kriminellen und


    Zwar wähnst du dich als Teil einer Mehrheit. Zum Glück aber bist nicht nur hier nicht Mehrheit. Aber dieses Mehrheitsgerede, die Zitierung von vermeintlich zuverlässigen Autoritätsbekanntheiten und die dauernde Betonung eigener Neutralität und Objektivität vervollständigt lediglich das anfangs diagnostizierte Politikergeschwafel. Soweit ich mich erinnere ist auch auch das Verhalten der Separisten innerhalb ihres Machtbereiches weder selbstständig etwas gesagt worden, noch inhaltlich reagiert worden - ganz so, als ob man in jemandes Pflicht oder Sold stehen würde.


    So oder so, nach der Europawahl werden wir mehr wissen über die Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Ukraine - selbst, wenn sich die Separatisten entblöden sollten ihre angebliche Mehrheit nicht zählen lassen zu wollen und allein ihren selbstgezählten Blitzumfrageergebnissen zu vertrauen.


    Welcome to Appeasement & Dolchstoßlegende Twothousandfourteen!

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    Original geschrieben von Senfdazugeber
    Laß Dein Stick besser auf automatischen Netzmodus, denn Dein Stick versteht besser wie Mobilfunknetze funktionieren.

    Vielleicht gilt das ja für dich und deinen Stick, aber verallgemeinern lässt sich das natürlich nicht. Kann durchaus sinnvoll sein, einen bestimmten Übertragungsmodus zu erzwingen, nämlich wenn der andere sonst automatisch gewählt werden sollte, aber konkret weniger tauglich ist. In den meisten Fällen ist natürlich kein Eingriff sinnvoll oder nötig.

    Ja, gut möglich, das typisches Ausländerdeutsch dort eher unterrepräsentiert ist. An die sprachliche Darstellung erinnere ich mich nicht und Kaya Yanar und Co. können mir eh gestohlen bleiben - platt, unwitzig, lieblich und eher noch klischeefestsetzend. Als Gegenbeispiel kann natürlich Serdar Somuncu dienen. Oder auch der vormalige Kompagnon in "Alles Atze", dessen Namen mir gerade entfallen ist. Achja, Cevicolu (sp). (-:=

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wie kommst Du denn jetzt darauf? :confused: Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

    Wenn man es ernst meinen würde, dann würde man auch seinen Kindern die propagierte Einstellung ans Herz legen. Aber falls man seinen Kindern davon doch eher abraten würde, dann ging's wohl doch nur um's konsequenz- und gefahrlose Feindesfeindschwadronieren aus dem bequemen Westsessel heraus.


    Weder Russen oder "Prorussen", noch Links- oder Rechtsextreme fahren Wolga, sondern selbst die Linkspartei fährt Porsche. Wenn's um persönliche Belange geht, dann wird offenbar, daß hinter dem Geschwafel doch nichts steckt.


    Und daß meine Bezüge weiter entfernt sind vom Kern des Punktes müsste mir deiner Taktik gemäß erstmal nachgewiesen werden. Rechtssicher, höchstrichterlich und von allen nennenswerten Akteuren zwischen Pjöngjang, Wladiwostock und Shiraz abgesegnet, wie sich von selbst versteht.


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    Original geschrieben von pithein
    Sollte? Du hast bei allen Konflikten dieser Erde von außen einen besseren Blick auf das jeweilige Geschehen? Woher weiß ich, welche Meldungen manipuliert sind? Vor Ort sind leider die "einfachen" Bürger die Leidtragenden, denen nützt auch kein guter Blick auf das
    Geschehen.

    Klar nutzt der Blick von außen den Betroffenen auch erstmal nicht, hat aber auch niemand behauptet. Ob etwas Konkretes manipuliert ist weiß man nie, aber die Erfahrung hilft, denn je nach System kommt ja so ziemlich alles früher oder später heraus. Und natürlich hat man nicht in allen Konflikten von außen einen besseren oder gar guten Blick auf's Geschehen, denn aus vielen Winkeln erfährt man ja wenig oder nichts aktuelles. Aber darum geht's ja konkret nicht, denn zusätzlich zur persönlichen Veranlagung zwischen Miss- und Vertrauen ist der Informationsfluss ja durchaus vorhanden. Deshalb "sollte" man meinen, daß Außenstehenden einen unvoreingenommenen Blick's auf ukrainische Geschehen haben sollten.

    Man sollte sich ja daran gewöhnt haben: keine inhaltliche Erwiderung, Selbstbeweihräucherung, Replikation der entgegengenommenen Vorwürfe, Verlegen auf Form-, Meta-, Konjunktiv- oder Fremdschuldzuweisungsebenen. Aber welcher der Argumentatoren würde denn zu seinen Kindern und Kindeskindern sagen "Du willst in Amerika wegen Urlaub/Studium/Beruf/Engagement? Geh doch lieber nach Russland. Amerika und alle damit zusammenhängenden Ländern sind doch schrecklich. Russland/Weißrussland/Krim/Ostukraine sind zwar auch nicht perfekt, nichtmal gut, aber allemal besser. Warte, ich buch dir gleich ein Ticket dahin." In alten Zeiten haben das ja noch ein paar gemacht in Richtung DDR und Sowjetunion, aber heutzutage wohl niemand. Ganz im Gegenteil treibt's alle Reichen und Mächtigen dieser Länder ja in Freizeit oder Rente in unseren Schreckenswesten.


    Warum nur hat noch keiner der Prorussenversteher erwähnt, daß sich die ostukrainischenin Prorussenführer inzwischen sogar öffentlich beklagen, daß sich selbst in Millionenstädten nicht mehr als tausend Mitkämpfer finden? Und das, obwohl sie ja dort derzeit gewalttätig gegen alle echten und vermeintlichen Gegner vorgehen und man sich bei ihnen als Sieger fühlen könnte? Aber klar, der volle Riesenmaidan in Kiew war von Amerika eingeflogen, während die paar Hanseln im Donbas ja den wahren Volksaufstand darstellen und einem erst später einfällt, daß von Anfang nicht nur ukrainische Prorussen, sondern auch und vor allem russische Echtrussen ohne oder mit falschen Uniformen für Unsicherheit gesorgt haben. Was Putin macht kann man in seinem Kontext schon nachvollziehen - nicht gutheißen, billigen oder entschuldigen - aber von außen sollte man doch eigentlich ein besseren Blick auf's Geschehen haben statt eines verleugnenden.

    Ist aber auch Pech, daß man täglich sich beschweren muss, weil man als einziger Pechvogel in den technisch so unterschiedlichen Feldern wie DSL und Mobilfunk konstant Probleme und Riesenprobleme erlebt.


    Zumindest im kabelbasierten Bereich ist eine Differenz zwischen vertraglicher und tatsächlicher Leistung ja einigermaßen protokollier- und nachweisbar. Wenn's da kontinuierlich nicht klappt und der andere das technisch oder organisatorisch zu vertreten hat, dann sollte man's vielleicht am besten mit einer außerordentlichen Kündigung aufgrund dieser kontinuierlichen Nichtvertragsleistung probieren. Entweder bringen sie's dann zum Laufen oder akzeptieren die Kündigung. Im nicht flächendeckend garantierten Mobilfunkbereich ist das zwar nehezu aussichtlos, aber das wäre dann immerhin nur noch die Hälfte an Baustellen. (-:=

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    "[...] Ohne Not wurde die neue ukrainische Regierung nach der Entmachtung Janukowytschs sofort rückhaltlos unterstützt, obwohl diese Regierung noch nicht einmal im eigenen Land das Vertrauen der Mehrheit genießt, antirussisch ist und ihr völkisch gesinnte Kräfte angehören. [...] Ein Gutteil der Verantwortung dafür liegt in Berlin."


    Diese Worte halte ich für ziemlich deutlich. Mit ihnen hat er den Kern des Problems kurz und knapp auf den Punkt gebracht.


    Langsam scheinen sich diejenigen, die versuchen, ein objektives Bild auf die Umstände zu werfen, aus ihren Löchern zu trauen. Noch vor kurzem wären sie für solche Äußerungen umgehend mit der "Keule der Politik" erschlagen worden.

    Mehr Geblubber, weiterhin zu Fakten umgedeutete Behauptungen. Daß es sogenannte "Prorussen" gibt macht mich, dich und alle anderen Nichtprorussen noch lange nicht zu Antirussen. Wie man auf den dünne Zweig kommt, daß "diese Regierung noch nicht einmal im eigenen Land das Vertrauen der Mehrheit genießt" ist genauso reine Zweckbehauptung. Laut den Darlegungen von westlichen, westhassenden Putinfreunden gab und gibt es auf der Krim, in der Ostukraine und wohl zumindest teilweise auch im Süden ja legitime Volkserhebungen gegen illegetime, Neuwahl veranstaltende Interimsregierungen. Ohne ein gewisses Vertrauen in die maidansche Interimsregierung und ohne ein Misstrauen gegen Putin und seine Prorussena würde die amtierende Regierung ja noch schneller und noch heftiger hinweggefegt, wie die, ach so demokratisch gewählte Janukowitschregierung. Wille, Macht, Volk, Mut und Hingabe sind ja dort erwiesenermaßen vorhanden. Die Interimsregierung hat ich nach dem Umsturz ja auch nichtmal ähnlich gewaltbereit und gewalttätig gezeigt wie die vorige, sodaß weniger Konsequenzen zu befürchten wären.


    Und "noch nichtmal im eigenen Land" ist sowieso nur ein lummerlandscher Scheinriese. Über's eigene Land hinaus braucht keine Regierung das Vertrauen einer Mehrheit genießen - nichtmal überhaupt Vertrauen, solange sie im Inland keine Probleme bekommen. Oder genossen oder genießen etwas Janukowitsch oder Putin im Ausland das Vertrauen einer Mehrheit? Wie haben sich denn die "völkisch gesinnten Kräfte" in der Interimsregierung völkisch geäußert, gehandelt oder gedroht? Und auch da nochmal: Sowieso, ist denn das völkisch gesinnte Handeln Putins einschließlich der Verbündung mit Europas rechtsextremer Internationale - über die grenzüberschreitende Vereinigung der grenzenziehenden Rechtsextremen könnte man sich fortlaufend erheitern, wenn's denn nicht in so traurig, dramatischem Zusammenhang stünde - da nicht von ganz anderem Kaliber? Außer einigen moskautreuen Alt- und Neulinken würde wohl niemand auf die Idee kommen, daß Putin und sein Rußland für eine linke Ideologie oder gar Sozialismus/Kommunismus stehen. Er ist ein rechter Turbokapitalist.


    Gut, Amerika, Europa, EU und der Westen ist zwar euer Schutz für eine große Klappe, aber wegen der hier herrschen Freiheit dürft ihr trotzdem gegen alles westliche sein. Aber eure satten Abneigungen in einem von euch selbst herbeigeredeten und dramatisierten Konflikt zu institutionalisieren entspricht einzig und allein der doch eigentlich längst und mehrfach widerlegten Theorie "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Im gleichen Maß, wie der Warschauer Pakt sich aufgelöst hat ist auch die Wichtigkeit der entgegenstehenden Nato geschwunden. Die Welt ist nicht mehr bipolar, aber weiterhin so zu tun eröffnet nur anderen, weniger abgegrenzten Agitatoren Tür und Tor.


    Wo ist denn der offene Widerspruch in Putins Reich? Wo ist denn die Freiheit für echte Opposition, also nicht nur formale Opposition zwecks Parlamentsauffüllung und Einbringung von heiklen Gesetzentwürfen? Auf gewisse Art reißt ihr uns und euch ins Unglück, aber im Gegensatz zu den von euch verteidigten oder gepriesenen Akteuren mit ihrer unterdrückenden Unfreiheit können wir euch das nicht verbieten, weil uns auch eure Freiheit etwas bedeutet. Man könnte ja sagen, daß ihr schon noch sehen werdet, was ihr von eurer Feindesfeindfreundhaltung haben werdet. Aber selbst das wollen wir nicht, weil wir euch ja nicht exklusiv in den Genuss der Folgen kommen lassen könnten.


    Wenn man Putin zu verstehen und akzeptieren zu könen meint, dann könnte man auch
    Erdogan, China, Nordkorea, den iranischen "Gottesstaat", Kuba, Venezuela oder sonstige Regimes oder Unwestler gleichermaßen unterstützen. Wo wäre der Unterschied oder gar eine Grenze? Keiner der vermeintlichen Kritiker wird ja auch nur in Erwägung ziehen selbst vom ach so schlechten, aber sicheren, warmen, satten und wohlhabenden Westen in eines dieser unwestlichen Länder zu ziehen. Ihr bleibt schön alle hier und spielt die vermeintliche Laus im vermeintlichen Pelz.


    Aufregen tut's mich nicht, aber konsterniert ob der selbst hier hineinreichenden, revisionistischen Verblendung bin ich auf jeden Fall.

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    Original geschrieben von rmol
    Du pickst wie immer nur die Passagen heraus, die dir opportun erscheinen.

    Das könnte ich auch als Fazit meiner etwas länger gewordenen, obigen Systemkritik an den Systemkritikern hernehmen. Oder wenn's schon vorhin da gestanden hätte, dann hätte ich's vielleicht mir und euch sparen können. Aber ich wollte ihm nicht den Gefallen tun auch noch inhaltlich auf seine Zitate einzugehen, oder sie gar durch Verifikation oder Kontextualisierung zu einer Diskussionsgrundlange zu erheben. Selbst, wenn sie genauso gemeint wären, wie er sie zuschneidet, würde es sein Anliegen keinen Deut besser machen. Auch für die abstrusesten Meinungen finden sich ja prominente, bislang für zurechnungsfäig gehaltene Fürsprecher. <-;<

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    Original geschrieben von bernbayer
    Ich denke das die etablierten Parteien massiv Einfluß auf die öffentlich-rechtlichen Medien nehmen ist unbetritten. Völlig unabhängig sind die nicht,

    Man praktiziert ja auch gern suggestive und spekulative Meinungsmache. Schon da fast alles mit fast allem zusammenhängt ist nichts und niemand ganz und gar unabhängig. Es ist ja auch "nur" Unabhängigkeit gefordert, also keine Abhängigkeit, nicht jedoch völlige Isoliertheit.


    Und das andere, naja, entweder ist etwas unbestritten oder man denkt etwas, aber beides zusammen geht nicht, sondern das dient nur zur Eigenbestätigung. <-;<