ZitatOriginal geschrieben von klausN80X
[...] ich spreche jedem Delphin oder Schwein mehr Intelligenz und Mitgefühl zu als unserer Rasse.
Plakativer Blödsinn. Zum einen meint man mit Schweinen meist die von uns handzahm und ertragreich gezüchteten Hausschweine. Das eigentliche Schwein ist aber das Wildschwein, das jenseits seiner eigenen Art nicht gerade für Mitgefühl bekannt ist. Zu den Delphinen wurde ja schon was gesagt. Daß sie verspielt sind und sich streicheln lassen brechen sie ja schon innerhalb ihrer eigenen Art. Die sind eher sowas wie die Droogs aus Clockwork Orange.
Abgesehen von menschengeprägten Tierzüchtungen und menschenverwandten Tieren haben Tiere kein Mitgefühl für alle anderen Arten. Sie machen, was sie machen können. Ihre Grenzen sind nicht durch Mitgefühl, Intelligenz oder Planung gesteckt, sondern durch die Möglichkeiten. Auch Überbevölkerung regulieren sie nicht aktiv, sondern Faktoren wie Ernährung, Platz, Fortpflanzungsmöglichkeit, Auslese regeln das von allein und auf die harte Art. Zweifellos schädigt der Mensch Umwelt, Natur und andere Lebewesen. Vielleicht wird er auch noch seine eigene Art zugrunderichten. Die dann überlebenden Tiere würden sich aber nicht auf Überlegenheit bei Intelligenz und - unserer vermenschlichten Art von - Mitgefühl berufen können.
Natur als solches ist eben nicht durch Mitgefühl geprägt. Natur ist unerbittlich.
P.S.: Was haben denn die Protagonisten von "Wert einer Eidechse / Wert eines Hungertoten" zwischenzeitlich handfestes getan zur Beseitigung dieses vermeintlichen Missverhältnisses?