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Original geschrieben von derAL
Ich kann nur vor derartigen Empfehlungen warnen.
Die Aktienmärkte befinden sich überwiegend auf sehr hohen Niveaus.
Die Rentenmärkte sind ausgetrocknet, illiquide, extrem hoch bewertet und bergen ein enormes Potenzial hoher Abwärtsrisiken.
Es hat ja niemand das eine großer bis riesiger Einmalbetrag angelegt werden solle. In einem solchen Fall könnte man sich natürlich Gedanken machen, wohin sich die Märkte in nächster Zeit mutmaßlich entwickeln werden. Wobei auch das nichts anderes als Spekulation wäre, denn wenn jemand sowas mit einer Wahrscheinlichkeit wesentlich jenseits des Zufalls könnte, dann ließe sich allein mit dieser Antizipation ein Vermögen machen - egal, ob nun Zunahme, Stagnation oder Abnahme anstünde.
Für die typische, wesentlich häufigere Anlage aber, nämlich die wiederkehrende, typischerweise monatliche Anlage überschaubarer Beträge ist es sinnlos, auf einen günstigen oder gar den günstigsten Einstiegszeitpunkt zu warten. Die Antiproportionalität Monatsbetrag:Anteilspreis sorgt ja automatisch für die gewünschte Gewichtung und Entwichtung.
Vor etwas zu warnen würde ja überlegenes Wissen benötigen. Aber Kurs X oder Kursverlauf Y können grundsätzlich nicht X-1, X+1, Y1 oder Y2 antizipieren. Allerhöchstens könnte man Blasen antizipieren wollen, sowas wie der damalige Dotcom-Blase oder vielleicht der jetzige Immobilienboom. Bei letzterem kann man ja durchaus damit rechnen, daß spätestens bei einem langfristigen Anstieg der Zinsen zurück auf Normalniveau das Anlageinteresse nachlässt, viele Finanzierungen platzen und die Preise deutlich sinken.