Beiträge von drueckerdruecker

    Immer wieder unterhaltsam im Sinne von überraschend, wie aus persönlichen Gefühlen, Erfahrungen, Tendenzen und Meinungen exakte, weltweite Zahlen und Rezepte für die Zukunft erwachsen. <-;<


    Restaurantbesuche lassen sich ganz gut steuern und regulieren, aber Lebensmittel braucht ja jeder jeden Tag. Doppelt so teure Milch wie im deutschen Discounter macht bei 'nem halben Liter pro Tag schon 18 Euro pro Monat. Und dazu sind ja Lebensmittelpreise in Deutschland generell günstig wegen der allgemein verbreitete, flächendeckenden und beliebten Disounter.


    Daß "in anderen Ländern" Treibstoff UND Nahverkehr UND Taxi "sehr viel billiger" ist, bedarf wohl keines weiteren Kommentars. Und daß "in anderen Ländern" "die meisten Leute mit spätestens 30-35 ihre eigene Wohnung" haben, ist geradezu hanebüchen. Man rufe sich einfach mal den weithin bekannten Fakt ins Gedächtnis, daß zum Beispiel in Italien und Spanien junge Erwachsene in dem Alter sich nicht nur kein Eigentum, sondern oft nichtmal eine Mietwohnung leisten können, sondern gezwungenermaßen immer noch im Hotel Mama ihre Füße weiterhin unter Papas Tisch stellen. Nach Belegen oder gar Zahlen für die aufgestellten Behauptungen braucht man garnicht zu fragen.


    Die hiesige Miet-/Eigentumsquote zu dem "Hauptproblem" heraufzusterilisieren kann auch nur zur allgemeinen Weisheit erkorene, persönliche Wahrnehmung sein. Mag ja durchaus sein, daß miunter die Hälfte des Einkommens - netto oder brutto? berufstätig oder verrentet? - für die Miete draufgehen. Aber die andere Hälfte vorschnell zur Hälfte einer ungenannten Mobilität zuzuschreiben und der große Rest pauschal von der anderen halben Hälfte bestritten werden muss, ist eine gleichermaßen typische, wie auch falsche Behauptung.


    So, und damit auch zum eigentlichen Thema etwas definitives gesagt wird: Wer derjenigen, der Deutschland hier immer wieder zum allerteuersten Mobilfunkland erklärt, bezahlt denn Listenpreise, also ohne deutliche Rabatte oder/und mitgelieferte/subventionierte Hardware? Jeder mit mehr als einigen Monaten Erfahrung im hiesigen Mobilfunksektor weiß doch genau, daß es bis vor 'ner Weile, aber Jahre lang sowohl von Vodafone, als von O2 so intensiv subventionierte Datentarife gab, daß man 3, 5, 6 oder 7,5 Gigabyte pro Monat für lau bekommen hat. Oder Fullflats (mit ein paar hundert ungedrosselten MBs) für nichtmal 'ne Handvoll Euros.
    Und seit 'nem halben Jahr gibt es von O2 die sogenannten Free-Tarife, die auf auskömmliche 1 mbit/s gedrosselt werden, mit denen man leicht und locker zig Gigabyte pro Monat verbraten kann. Dafür zahlt man nominell höchstens 25€ (einschließlich Allnet-, SMS- und Reise-Flat), realistisch eher 15€.


    Nicht, daß es nicht hier oder dort zumindest nominell deutlich günster ist als hier, aber das pauschale Meckern über die hier angeblich so teuren Mobilfunkpreise kann ich nicht nachvollziehen. Gibt's denn im Ausland auch flächendeckend und dauerhaft Allnetflats für unter 10 Euro?


    Solche internationalen Untersuchungen wie die zitierte können doch nur aufgrund von Preislisten erfolgen, ohne die nationalen, wirkmächtigen Marktgegebenheiten zu berücksichtigen oder auch nur zu kennen. Abgesehen von Urlaubs-Prepaids wissen doch auch wir reichlich wenig über ausländische Mobilfunktarife und ihre Gestaltungsspielräume.

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    Original geschrieben von flamesoldier
    Ich biete jetzt einfach mal 31 GB für satte 0 €, um die Verwirrung komplett zu machen. Und jetzt lobt ruhig weiter die tolle Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland @rems/betamax. Ihr habt doch den Schuss nicht gehört :D

    Und? Auch hierzulande schon 18,5 GB LTE für sogar unter 0€ gehabt. Da hast wohl du den Schuss nicht gehört. <-;<

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    Original geschrieben von sulz
    Die im Ausland doch relativ niedrige Geschwindigkeit hindert mich noch daran, das Angebot wahrzunehmen. (Bzw. wäge ich noch ab. :) )

    Die Erfahrung mit der O2-Option Free zeigt, daß 1mbit/s mobil ohne weiteres und gut nutzbar ist. Meist merkt man nichtmal einen Unterschied. Audiostreaming funktioniert sowieso, aber Videostreaming in SD-Auflösung auch. (-:=

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    Original geschrieben von fräulein vom amt
    Ist schon interessant, dass immer wieder ähnlichlautende und unbelegte Einwände gegen Berichterstattung gebracht werden. Belege fehlen meist, Vorwürfe zielen darauf, die Kompetenz von Journalisten wegzuwischen. Man fragt sich, in welchem Interesse das geschieht.

    Das ist eine Verschwörungsbehauptung. Man kann nicht einfach suggestiv fremde Interessen unterstellen und dann sagen, daß man doch garnichts derartiges geäußert habe. Zumindest sollte man sich nicht wundern, wenn man journalistisch nicht mehr ernstgenommen wird. Die absurde Themenwahl, das Clickbait, der Pedantismus und das aufdringliche Auftreten gegenüber Anbietern und Behörden tut ein übriges dazu.

    Du willst doch nicht ernsthaft Verschwörungstheorien beschwören, daß euch jemand wegen seiner verdeckten Agenda an den Karren fahren wolle. Sich selbst kann man schlecht Legitimität zuerkennen - "mehr als legitim" noch viel weniger.


    Der Congstar-Artikel ist mehr als lächerlich. Es hätte euch doch nicht deren Pressesprecher beibringen müssen, daß sich bis in drei Jahren der Mobilfunkbereich sowieso weiter verändern wird und es ist ja geradezu offensichtlich, daß bei einer 3G-Abschaltung natürlich der Datenzugriff nicht wegfällt, sondern zumindest im dann allgegenwärtigen 4G weiterhin möglich sein wird. Solche Artikel sind übles Clickbait. Kein Informationswert, Aufmerksamkeitserheischung, Panikmache und überflüssig.

    Allnetflat mit Festnetznummer ohne Internet gibt's schon länger nicht mehr. Infrage kommen wie schon erwähnt Tarifhaus (17€/Monat, nach dem 6. Monat kündbar, dann 16€, ab dem zweiten Jahr 15€, Anschlusspreis 20€) und Free S von Mobilcom (gab's gerade aktionsweise für 15€, derzeit offenbar über 24mobile noch erhältlich: http://www.24mobile.de/tarife/…ovidertarif-aktion-o2.htm , mit Anschlusspreiserstattung). Da Mobilcom selbst das nicht mehr auf der eigenen Seite anbietet, sollte man mit einem Schluss zum Monatsende rechnen.

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    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Gibt es eigentlich auch ein Fitnessarmband, gänzlich ohne App? Weil sofern ich nur zum Uhrzeiteinstellen des Armbands es mit einer App koppel, schon denkt es, dass Armband gehört dem Google-Konto-Inhaber, auf dessen Smartphone die App installiert wurde.

    Spätestens, wenn fast alle Spuren hinterlassen, ist das Nichthinterlassen der wenigen übrigen auch schon eine Spur. <-;<


    Die einmalige Kopplung mit irgendeinem Handy ist nicht mehr als das Koppeln mit einem Bluetooth-Lautsprecher, dem Einbuchen in eigene oder fremde WLANs oder beliebiger, irgendwie vernetzter Nutzung. Alternativ könnte man ja auch einfach auf einem alten Handy ein neues Google-Konto erstellen und danach veröden lassen.


    Mein - ungekoppeltes - Mi Band 2 ist gestern kurz nach Mitternacht leergelaufen. Eigentlich hatte ich's vorhin um Mitternacht ans Ladekabel anstecken in der Annahme wollen, daß die Uhrzeit in diesem Zustand auf 00:00 gesetzt würde. Für die interne Uhr ist aber offensichtlich genug Gangreserve vorhanden, um auch nach knapp 24 Stunden noch die korrekte Uhrzeit zu haben. Aber man könnte ja auch länger abwarten.

    Re: Fitnessarmband ohne App


    Das "Mi Band 2" macht das. Es hat eine Anzeige, fängt mitternachts neu zu zählen an und misst den Puls. Uhrzeit (oder in Klein samt Datum/Wochentag) ist auch dabei und auf Wunsch auch Kalorien und Distanz. Ich meine, daß das Band auch schon aus der Packung heraus gezählt hat, nur für die korrekte Uhrzeit müsste man die App mal kurz installieren. Aber auf jeden Fall funktioniert es nach Löschen der App zuverlässig weiter, ohne jemals wieder gekoppelt zu werden.


    Vorteile bei dieses Modells: sehr günstig (direkt aus China 20€), Nachfolgemodell (mit Anzeige) eines extrem zuverlässigen und beliebten Erstlings, wasserdicht, elegant/Unibody, kleinvolumig, vergleichsweise lange Akkulaufzeit (1 Monat, ohne Koppelung eher noch mehr)

    Die Eselsbrücken/Allegorien/Bilder zum Lernen der Widerstandsfarben sind hilf- und erfolgreich, keine Frage. Da geht's um Wissen. Beim Tippen allerdings geht's um eine Fertigkeit. Auch mit dem Einfingeradlersuchsystem wüsste man zumindest nach 'ner Weile, wo die einzelnen Tasten sind. Ich wäre aber sehr überrascht, wenn man tatsächlich nach drei Stunden das Zehnfinger(blind)schreiben beherrschen sollte. Persönlich hab' ich's schon während der Schulzeit klassisch in 'nem Kurs beim örtlichen Stenographenverein gelernt. Gelohnt hat sich das von Anfang an und wenn man sieht, wie sich viele jahre- und jahrzehntelang mit ihrem individuellen Zweifingersystem abmühen, wie langsam das voran geht, wieviele Fehler durch die Mühsal entstehen und wie unrund das läuft, dann war der Kurs angesichts Stundenzahl und Kosten die wohl beste Qualifizierungsinvestion des Lebens. (-:=

    Zitat

    Original geschrieben von Spacko007
    Mich persönlich interessiert kein Test, wo man auf Land besten Empfang hat, sondern den Alltag der meisten Leute. Und dies sind Großstädte, Massenveranstaltungen usw...

    Massenveranstaltungen als Alltag hat doch außerhalb der Mitwirkenden kaum jemand. Und auch die Großstadt als als Alltag der meisten Leute täuscht. Hierzulande leben 30% in Großstädten (und 30% in Mittelstädten und 40% in Kleinstädten oder auf dem Land). Fläche ist also nach wie vor relevanter als Dichte.