Zitat
Original geschrieben von Martyn
Was mir jetzt gerade einfällt. Wie ist das eigentlich bei der Wiedervereinigung gelaufen mit der Bildung der Bundesländer. Die Grenzen der Bundesländer haben ja mit den alten Bezirksgrenzen nicht viel gemeinsam.
Die "neuen" Bundesländer sind garnicht so neu, es hat sie zwischen 1949 und 1952 schon einmal in genau (?) diesen Grenzen gegeben, bis sie dann durch die Aufteilung in Bezirke aufgelöst wurden. Auch vor '49 gab es schon regionale Verwaltungsstrukturen, die im wesentlichen der späteren Länderaufteilung entsprachen. Die '52 geschaffenen 15 (?) Bezirke wiederum entsprechen den früheren Landesgrenzen, z.B. Sachsen-Anhalt= Bezirke Halle und Magdeburg.
Problem bei der ganzen Sache ist (auch heute noch) die z.T. fehlende Identifikationsmöglichkeit der Einwohner mit ihrem Bundesland (mangels Landes-Geschichte). In Sachsen, Thüringen und bei den Fischköppen ist das weniger ein Problem, aber Sachsen-Anhalt - immerhin einer der (kultur-) geschichtlich interessantesten Landstriche Deutschlands - hat es vor '49 in dieser Form nicht gegeben (obwohl aus der preußischen Provinz Sachsen und dem Fürstentum Anhalt zusammengesetzt). Brandenburg gibt's auch nur, weil Preußen aufgelöst wurde, und daß Berlin selbständiges Bundesland ist, finde ich angesichts des bisweilen etwas überschießenden Selbstbewußtseins der Berliner auch nicht so gut.
Fazit: Bin auch für Zusammenlegungen. Mein Vorschlag für diese Region:
-Im Norden ein großes Fischkopp-Land bilden (SH, HH, MVP)
-Brandenburg und Berlin zu Preußen zusammenlegen
-Sachsen-Anhalt auflösen, nördlicher Teil zu Preußen, südlicher Teil zu Sachsen
-Thüringen: darf als Referenzmodell bestehenbleiben, damit man testen kann, ob die neuen Strukturen wirklich besser sind als die alten.