Warum kundenfreundlich, wenn's auch ohne geht...
Trotz der im Einzelfall damit verbundenen Probleme (Stichwort 'Sparfüchse'), die hier schon genannt wurden, wäre ein Jingle (á la City) oder eine Ansage "Achtung, Sie verlassen das Netz von T-Mobil" oder "Willkommen im Netz von D2-Vodafone" beim Rufaufbau sicherlich die transparenteste und kundenfreundlichste Lösung. Technisch ohne weiteres realsierbar wäre auch eine senderseitige Unterdrückung dieser Ansage per USSD-Code, um Problemen z.B. bei Datenverbindungen vorzubeugen.
Da eben diese Lösung NICHT angestrebt wird, drängt sich mal wieder massiv der Verdacht auf, daß die NB Kohle machen wollen, indem für die Abfrage Aufwand und Kosten entstehen oder eben 'blind' gewählt wird.
Meiner Meinung nach sind die bislang angestrebten Lösungen bezüglich der Kostentransparenz höchst fragwürdig. Vielleicht ergibt sich im Laufe der Zeit ja eine eine Lösung wie oben beschrieben auf juristischem Wege?! Zu hoffen wäre jedenfalls, daß irgendein Verbraucherschutzverband o.ä. so auf Zack ist, daß er die Sache gerichtlich klären läßt.
Gleiches gilt m.E. für die Frage, ob es rechtens ist, daß Rufnummern (wie derzeit geplant) nicht auf PrePaids portiert werden können, denn einerseits wurde entschieden, daß die NB ihrer Verpflichtung, die Kosten eines Mobilfunkanschlusses transparent zu halten, durch das Angebot von PrePaid-Tarifen nachkommen, andererseits hat der Nutzer ein Anrecht auf seine Rufnummer. Zusammengenommen bedeutet das doch nichts anderes, als daß ich auf eine PrePaid portieren können muß, wenn ich a) meine Rufnummer behalten und b) das mir zustehende Recht auf 'Kostenkontrolle' (welche der NB zu gewährleisten hat) nutzen will.
Fazit: Ein weites Feld für ambitionierte Verbraucheranwälte.
Sind eigentlich schon Einzelheiten bekannt, ob einzelne NB die Portierung der Rufnummer auf bereits bestehende Verträge (zumindest in Einzelfällen aus Kulanz) zulassen wollen?