Beiträge von mostwanted

    Guttenberg hat wohl schreiben lassen, leider auch die Einleitung. Er hat bei seiner Dissertation geschummelt, keine Frage. Das wirft kein gutes Licht auf seine Fähigkeit, Dinge so zu regeln das ein Ziel erreicht wird und dabei keiner die krummen Wege sieht, die genommen wurden.


    Weitaus schlimmer ist für mich die Art, mit der Guttenberg (mal wieder) reagiert. Vorschnell und ohne Kenntnis der wahren Begebenheiten. Das zieht sich wie ein roter Faden durch seine Reaktionen auf Krisen(Heer, Marine) und Vorwürfe bzgl. seiner Dissertation. Im Fall der Gorch Fock wäre es ratsamer gewesen, das Schiff in den Heimathafen zu beordern und erst dort an die Leine zu legen. Anstatt seine Doktorarbeit mit der Aussage "absurde Vorwürfe" zu verteidigen, hätte er sich selbst in Richtung Google bemüht um zu sehen, in welchem Umfang er von seinem Ghostwriter geleimt wurde, bzw. inwieweit er den Überblick über Teststellen verloren hatte.


    Guttenberg schiesst, in dem Glauben das Ziel im Visier zu haben. Das ist sein grösster Fehler. Als Bundeskanzler wäre es fatal, vorschnell falsche Entscheidungen zu treffen. Für mich ist das die gelbe Karte, ich hoffe er hat gelernt sich zurück zu nehmen und erst nach Auswertung von Fakten zu handeln. Wenn er aus der Sache in dieser Hinsicht gestärkt hervor geht, weil er gelernt hat nicht jedem blind zu vertrauen der ihm etwas sagt, wenn er nicht mehr vorschnell reagiert und danach die Sachlage prüft - dann ist er "gereift" und in der Lage, ein souveräner Politiker zu werden.


    Mir selbst ging es schon so, beruflich und privat Entscheidungen getroffen zu haben, in dem Glauben richtig zu handeln. Erst danach hat sich herausgestellt, das Informationen schlicht nicht stimmten. Aber man handelt emotional und aus Überzeugung - um danach dumm da zu stehen, vor dem, den die Entscheidung getroffen hat und vor dem, der einen dazu verleitet hat. Das ist schon in der Erziehung so, wenn man zwei Kinder hat und Konflikte lösen soll, ohne den kompletten Sachverhalt zu kennen.


    Vielleicht hat Guttenberg der richtige Mentor gefehlt, um das aus vorgelebter Erfahrung zu lernen.
    Aber mit Sicherheit ist das seine letzte Chance gewesen, sich zu einem souveräneren Menschen zu entwickeln, der bedächtiger handelt in der Sache und einen Schritt weiter denkt als bisher.


    Man sagt, die Bundeswehr formt. Möge das auch für den Verteidigungsminister gelten. Auf das er ein guter Kanzler wird. Sollte dies nicht gelingen und er eiert weiter von eigener Überzeugung geblendet durch die Medienlandschaft, dann hat er seine Glaubwürdigkeit wirklich verspielt.


    Mit der gelben Karte geht es weiter, er ist vorbelastet - aber noch im Spiel!

    Zitat

    Original geschrieben von kopporama
    Wagners Fazit stellt möglicherweise einen Zusammenhang her. Zitat: "Der Doktortitel war früher ein Juwel, er ist heute Blech. Er ist für Geld zu kaufen."


    Kannst du ausschließen, dass zu Guttenberg einen Ghostwriter bezahlt hat? Meiner Ansicht nach spricht mehr dafür als dagegen.



    Ich gehe davon aus das er sich hat helfen lassen und gratis war das sicher nicht - aber umsonst, wie sich nun zeigt. :cool:

    Bildblock, soso. Ich kann da aber keinen Zusammenhang erkennen, die Aussagen Wagners stehen in keinerlei Widerspruch zueinander. Es gibt wohl einen Unterschied zwischen gekauften Titeln und dem Fall Guttenberg. Fazit: Bildblog zieht falsche Schlüsse, um Stimmung zu machen. Damit nähert man sich dem geliebten Feind BILD an, den man so vehement angeht und ohne den man nicht existieren kann.

    @ Moskauinkasso


    Wieso soller Happy auch anders reagieren, schliesslich habe ich ihn nicht persönlich angegriffen. Die Aussage "..er nimmt sich zu wichtig", war nicht abwertend gemeint sondern eine ganz normale Feststellung. Ich finde ausschliesslich die Mühe befremdlich, mit der permanent und unermüdlich grosse Mengen Salz in eine kleine Wunde gestreut werden. Ich bin auch nicht Guttis Fanboy, aber der Meinung das er als amtierender Verteidigungsminister 99,999% der Bevölkerung etwas voraus hat und sich durchaus Respekt verdient hat, auch vom politischen Gegner.


    Leider interessiert es auch die Medien kaum, dass er als Verteidigungsminister momentan andere Sorgen hat, die gefallenen Soldaten sollten das Volk etwas betroffener machen und es gehört zum guten Ton, jetzt nicht weiter Lärm um nichts zu machen. Momentan repräsentiert Guttenberg den Staat in einer schwierigen Situation, da kann die Hatz auf den Privatmann hinten anstehen.