DA die Frequenzvergabe 2019 vom Verwaltungsgericht "kassiert" wurde, ist derzeit alles in der Schwebe.
Die Option "teure Auktion" will die Politik zu Recht nicht, lieber einen besseren Netzausbau.
die virtuellen Anbieter/Service-Provider wollen partout eine Diensteanbieterverpflichtung, die darauf hinauslauft, dass es für alle Dienste, Funktionen in einem Netz einen definierten Lieferumfang und Preis geben muss und die Netzbetreiber jede Bude akzeptieren müssen, die das haben will.
Die Netzbetreiber (MNO) lehnen das kategorisch ab, weil das auf eine Senkung der eigenen Marge (was bleibt unterm Strich übrig) hinausläuft und die Service-Provider ja selbst sender/netzseitig so gut wie gar nix aufbauen. Die SP/MVNO brauchen aber so ca. 30 % Marge, damit sie ihre eigenen Kosten geregelt bekommen.
Kleine Stadtnetzbetreiber würden gerne zu ihrer eigenen Glasfaser auch Mobilfunk anbieten, aber da gibts kein passendes Angebot oder sie empfinden es als "zu teuer".
Erinnern wir uns an 1992 bis 2025: Service-Provider konnten und können nur über Preis und vielleicht noch einen bestimmten Service punkten. Neue Netzfunktionen gabs immer erst beim Original-Netzbetreiber. Bei Störungen oder komplexen Fragen war und ist man beim Service-Provider an einer langen Lieferkette, gewisse Probleme sind einfach in dieser Kette nicht lösbar.