Beiträge von hrgajek

    Laut 1&1 ist auf den SIM-Karten bereits eine "zweite SIM-Karte" genauer IMSI (Mobilfunkkennung) drauf.

    Per OTA SMS (spezielle codierte SMS) wird deine SIM-Karte aufgefordert auf die IMSI 262-23 (Netzkennung von 1&1) umzuschalten.

    In den Datenbanken der Anbieter wird dabei eine "Rufnummernportierung" von o2 zu 1&1 durchgeführt.


    Das kannst Du selbst testen:

    Im Telekom Netz (Telekom SIM) die 4387 anrufen und die fragliche Nummer eingeben, mit * bestätigen und mit 1 die angesagte Nummer nochmal bestätigen.

    im Vodafone Netz (VodafoneSIM) die 12313 anrufen - wenn eine Ansage kommt, die Nummer ist im Netz von - auf Wiederhören (es wird nicht 1&1 angesagt) , hast Du eine hohe Wahrscheinlichkeit.


    im Netz von o2 (Original o2 oder o2-Provider SIM) eine SMS mit dem Text "NETZ 01..." an die Kurzwahl 4636 schicken. Vorsicht, bestimmte Android-Versionen verwandeln die 4636 in +49 4636 und das geht dann schief.


    Mit einer 1&1 SIM-Karte die *135# "anrufen". kommt als Antwort Deine Rufnummer, bist Du im Kern-Netz von 1&1 eingebucht. kommt eine Fehlermeldung, bist Du noch bei o2.


    Hast Du einen älteren 1&1 Vertrag im Netz von Vodafone (z.B. GMX, web.de Tarif) wirst Du irgendwann (wohl nächstes Jahr) Post mit einer neuen SIM-Karte bekommen und genauen Anweisungen, wie zu verfahren ist.


    Diese Umstellung von 11 Mio Kunden/Karten/Nummern geht nicht auf einen Schlag, sondern schubweise.

    Im Prinzip würde es reichen, die Netzcodes 262-02 und 262-03 oder 262-07 im Telekom Netz freizuschalten. Die Frage ist, ob man das auf die Technologie 2G begrenzen kann. Die GSM-Sende-Reste von VF und o2 könnten dann in den meisten Fällen abgeschraubt werden, die Antennen sind ja weiter mit LTE oder 5G nutzbar.

    1&1 wegen offenkundiger Unfähigkeit die Lizenzbedingungen zu erfüllen einen Tritt verpassen, und einen anderen Kandidaten zu suchen wäre der einfachere Weg.

    Ist das juristisch wasserdicht machbar?


    Der GAU wäre, wenn die BNetzA verlängert und 1&1 zwei Minuten später vor Gericht aufkreuzt. Bis das ausverhandelt ist, vergehen schlimmstenfalls Jahre.


    Ein Kompromiss könnte sein, dass 1&1 konkrete Bauprojekte nennen muss, wo sie wirklich aktuell aufbauen und die Frequenzen brauchen und dann wird vor Ort pragmatisch verhandelt.


    Die Frage ist auch hier, ob die BNetzA das juristisch wasserdicht durchsetzen kann. Den etablierten drei ist jede Konkurrenz zuwider, weil sie nur einen Preiskrieg auslöst, aber keinen Netzausbau in die teure Fläche beschleunigt oder unterstützt. Das Geld muss dann in sinkende Tarife investiert werden, statt in den Netzausbau.


    Der Kunde freut sich über günstige Tarife und begreift nicht, was der Ausbau kostet.

    Die Idee bei n28 ist die niedrige Frequenz, die physikalisch eine höhere Reichweiter "verspricht", sofern der Sender "ideal" steht und "freie Sicht" hat.


    n28 sagt, dass dort NR = New Radio = 5G gefahren wird. Gibt es ein erreichbares "Ankerband" kann man 5G-NSA (5G wird von 4G unterstützt und der Kern ist 4G) fahren. Wäre das Ankerband auf B20 (= 800 MHz LTE) dann fallen aktuell die allermeisten Kunden hinten runter, weil ihre Smartphones keine Kombination 700/800 MHz hinbekommen, die Frequenzen sind "zu nah" beieinander.


    Das "stört" die Netzbetreiber weniger, sie haben ihre Ausbauverpflichtung erfüllt und mit der Zeit wird es mehr Smartphones geben, die 700/800 kombinieren können.


    Netzbetreiber wie T bauen auf ihre Türme deshalb möglichst alle möglichen Frequenzen, um mit verschiedenen Kombinationen alle Geräte "erreichen" zu können.


    Wenn 5G-SA kommt, wird es für die Netzbetreiber "einfacher", die Reichweite könnte dann vielleicht im Einzelfall besser genutzt werden, mehr Speed bedeutet das aber nicht unbedingt, weil die Bandbreite das auf 700 MHz nicht erlaubt.

    Wenn 1&1 die Vodafone.de kauft, wird die EU-Kommission dazu was sagen müssen. Nach bisheriger Logik müssten es ja irgendwie wieder 4 Netzbetreiber sein :-(


    Hätte die EU Mumm und würde wasserdichte brettharte Ausbauverpflichtungen in die Genehmigung schreiben, würden 3 Netzbetreiber (sogar 2) auch reichen, die dann aber massiv ausbauen müssten. Die Sanktionen müssen so drakonisch sein, dass es für den Investor "günstiger" ist auszubauen.

    Ich würde mir wünschen, dass die Swisscom auch Vodafone.de aufkauft.


    Dann die Marke "D2 Privat" wiederbeleben und dort künftig Geschäftskunden und Premium-Kunden bedienen, die bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben und dafür müssen die hyper-super-dooper-Service bekommen.


    Alle Verträge nur noch monatlich kündbar, um Vertrauen zu schaffen.


    Bundesweites Roaming-Abkommen mit T schließen, um die Funklöcher zu stopfen.


    Alle Vodafone eigenen und Franchise-Partner-Shops schließen - oder in die Freiheit (dann alle Marken handelbar) entlassen.


    Preisbewusste Kunden komplett an 1&1 übergeben oder mit maximal einer Zweitmarke wie Simon oder otelo bedienen.

    Dort super einfache Tarife, gar keine oder nur sehr wenige Optionen, monatlich kündbar.


    Damit würde der Betreuungsaufwand radikal reduziert.


    Alternative:


    1&1 kauf Vodafone - legt sofort Netz zusammen.


    Geschäftskunden --> 1&1 Versatel

    Privatkunden --> 1&1

    Preisbewusste Kunden --> Drillisch/1&1


    Alle Shops werden geschlossen.


    Markenname VF verschwindet in DE umgehend.


    ich weiß, ich träume...

    Hallo,


    ich weiß nicht, ob die BNetzA sagen kann, 1&1 hat die Ausbau-Auflagen nicht erfüllt und kriegt deshalb aktuell nix. Basta.

    Die BNetzA hatte ja vorgeschlagen, die verbliebenen GSM-Netze von T, VF und o2 zusammenzulegen (ein gemeinsamer "Betreiber") und die freiwerdenden Frequenzen an 1&1 zu vergeben. Reaktion bei T, VF und o2 ... keine (auf Nachfrage, "ach nee, der soll doch erstmal sein Netz aufbauen")


    T hat angedroht, auch eine Auktion nicht zu scheuen. Dabei können wir alle nur verlieren.


    1&1 baut sein Netz weiter aus, aber es dauert länger, als viele glauben.


    T, VF bauen seit 32 Jahren, E-Plus seit 28 Jahren , o2 seit 26 Jahren und wie flächendeckend sind sie? :-)


    Ich würde es entspannt sehen. Wer bei 1&1 unterschreibt, sollte einfach gut drauf "vorbereitet" sein, so wie 1998 bei VIAG Interkom (Very Interesting Adventure Game :-)