Beiträge von HappyDay989

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    [...]Unser Staat ist total verschuldet, es gibt nichts mehr zu verteilen.
    [...]In der heutigen Zeit sind die Bürger sehr schnell mit der jeweiligen Regierung unzufrieden, weil es nichts mehr zu verteilen gibt.


    An der aberwitzigen Staatsverschuldung haben alle Regierungen seit der ersten Großen Koalition (1966-69) mehr oder weniger fleißig "mitgearbeitet", von daher wären Schuldzuweisungen an eine bestimmte Adresse m. E. fehl am Platz. Jede Regierung seit 1966 hinterließ ihren Nachfolgern einen noch höheren Schuldenberg als sie selbst übernommen hatte.


    Eine Regierung, die ihrer Verantwortung in einer parlamentarischen Demokratie gerecht wird, muss aber auch in Zeiten leerer Kassen dafür sorgen, dass das Bisschen, was überhaupt noch verteilt werden kann, möglichst gerecht verteilt wird und vor allem diejenigen belastet werden, die Geld haben wie die Bauern Heu.


    Die aktuelle Koalition hat sich statt dessen für den Weg der Umverteilung von Unten nach Oben entschieden: Die Reichen und Konzerne werden entlastet, alle anderen werden belastet.


    Und um beim Thema des Threads zu bleiben: Freiherr von und zu G. erscheint mir nicht als derjenige, der diese Ungerechtigkeit der Umverteilung von Unten nach Oben beenden würde, wenn er in die entsprechenden Position gelangte, in der er die Möglichkeit dazu hätte.



    @ Printus: Nach neun Jahren deutschem Invasionskrieg in Afghanistan davon zu sprechen, man dürfe die Bundeswehr nicht "überhastet" abziehen - das kann doch wohl nur ein brutaler Witz sein, oder? :eek:
    Falls jemand in den letzten Wochen mal Nachrichten gesehen hat, dort wurde es ja immer wiederholt: Die Mehrheit der Afghanen befürwortet aktuellen Umfragen zufolge Anschläge auf und Angriffe gegen die ausländischen Soldaten, weil diese als das angesehen werden was sie sind, nämlich als Invasoren. Afghanistan wurde bislang noch jedem Invasoren zum Verhängnis. Oder sollen wir mit dem Rückzug so lange warten, bis unsere Soldaten täglich zu Dutzenden in "body bags" zurückkehren?

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Wer hat denn unsere Soldaten nach Afganistan geschickt, das war doch "Rot-Grün" und nicht schwarz-Gelb. War dann Schröder auch Kriegskanzler?


    Selbstverständlich war er das! Und das einzige, was ihn anderthalb Jahre später davon abhielt, die Liste der deutschen Angriffskriege noch um das Invasionsziel Irak zu erweitern, waren die eindeutigen Umfragewerte gegen eine deutsche Kriegsbeteiligung im Irak. Sonst wäre der "Genosse der Bosse" dem obersten Irak-Invasoren George W. Bush bestimmt nochmal in den Allerwertesten gekrochen. :flop:



    Die aktuelle "Frechheit des Tages" kam heute übrigens von Guttenbergs Vorgesetzter, die folgendes von sich gab:
    "Das [der Umstand, dass deutsche Soldaten in einem Kriegseinsatz sind] ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Wir haben das sonst von unseren Eltern gehört im Zweiten Weltkrieg. Das war aber eine andere Situation, weil Deutschland damals der Angreifer war."


    Dann gehört Deutschland in Afghanistan also nicht zu den Angreifern? :confused:
    [Sarkasmus_ein]
    Komisch, ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie das damals zu Beginn des deutsch-afghanischen Kriegs war. Überfielen damals tatsächlich afghanische Truppen unser Land, und der Bundeswehr gelang es in heldenhaften Kämpfen, die Angreifer wieder auf ihr eigenes Territorium zurückzuwerfen und Deutschlands Freiheit am Hindukusch zu verteidigen?
    [Sarkasmus_aus]


    Wäre der Freiherr von und zu G. wenigstens ein Mensch mit Rückgrad (OK, für einen Spitzenpolitiker moderner Ausprägung wohl ein eher hinderliches Körperteil), so hätte er seiner Chefin schon längst gesagt, dass dieser völkerrechtswidrige Unsinn in Afghanistan aufhören muss, und je eher desto besser. Aber da dieser Freiherr wohl in erster Linie frei von allen moralischen Skrupeln ist, opfert er lieber deutsche Soldaten für die Fortführung seiner Karriere. :mad:

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer


    Ziemlich daneben was du hier da schreibst. Genau solche Persönlichkeiten wie "Guttenberg" braucht unser Land. Das sieht auch die Mehrheit der Bevölkerung genauso und vollkommen zu Recht. Da kannst du hier und einige andere soviel gegen ihn schreiben wie du willst, das ändert daran überhaupt nichts. Außerdem was hat du gegen Menschen aus Oberfranken? Ich bin auch ein Oberfranke. :


    Nein, das ist überhaupt nicht "daneben." Es mag nicht Deiner Meinung entsprechen, aber daneben ist es deshalb noch lange nicht. :rolleyes:


    Was die Mehrheit der (wahlberechtigten) Deutschen angeblich so sieht, geht mir am verlängerten Rückgrad vorbei. Die Mehrheit der wahlberechtigten Deutschen war durch aktive Wahl oder eben durch Wahlverweigerung im September 2009 auch mit unserer jetzigen Regierungskoalition einverstanden, und nun müssen sie feststellen, dass sie die Suppe, in den sie vorher so fleißig gespuckt haben, auch auslöffeln müssen. Die sind so hirnlos und wählen eine Koalition, die Steuersenkungen und andere staatliche Wohltaten für Millionäre und Großkonzerne verspricht und stellen dann nach der Wahl fest "Sch...e, ich bin ja gar kein Millionär! Ich besitze ja gar keine Atomkraftwerke, und auch keine Hotels!" Wie bescheuert ist so ein Verhalten denn bitte? :flop:


    Ich habe auch nichts gegen Oberfranken an sich. In einem unterfränkischen Sprichwort heißt es sogar:
    "Man muss Gott für alles danken,
    sogar für die Oberfranken." :D


    Ich habe aber etwas gegen diesen einen speziellen Oberfranken, nicht aufgrund seiner Herkunft, sondern aufgrund der Tatsache, dass er nach 1945 wieder der erste deutsche Kriegsminister ist. Seine Chefin hat sich inzwischen der Linie ihres Untergebenen angeschlossen und ist ab jetzt die deutsche [URL=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,8173468,00.html]Kriegskanzlerin[/URL]. Schlimm ist nur, dass sich weder der Freiherr noch seine Chefin dazu aufraffen können, die einzig richtige Konsequenz aus dieser Erkenntnis zu ziehen, dass unsere Soldaten, die eigentlich dazu ausgebildet sein sollten, unser eigenes Land gegen direkte Angriffe zu verteidigen, seit Jahren einen Invasionskrieg in einem fernen Land führen. Diese Konsequenz kann nur lauten: Holt unsere Soldaten nach Hause, und zwar so schnell wie möglich.


    Solange sich unser Kriegsminister nicht für einen sofortigen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan einsetzt klebt das Blut der in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten auch an seinen Händen. Und deshalb ist dieser spezielle Oberfranke m. E. auch kein Spitzenpolitiker, sondern eher ein Kriegsverbrecher. :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Als zu Guttenberg dann auch noch aus dem lächerlichen Drumherum-Reden zu Afghanistan ausbrach und sagte, was jedem normal denkenden Bürger längst schon klar war, nämlich dass es ein Krieg - oder zumindest "kriegsähnlich" - ist, war der Nimbus vom ehrlichen Politiker geboren.
    [...
    Ich finde die ganzen Abläufe insgesamt ziemlich lächerlich. Mit solider journalistischer Beobachtung und Berichterstattung hat es kaum noch zu tun.


    Oder anders gesagt: Wie weit ist dieses Land eigentlich schon verkommen, wenn solche Leute wie dieser Freiherr Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg aus Oberfranken schon als Spitzenpolitiker empfunden werden? Solche Leute hätten unter Bundeskanzlern wie Adenauer, Brandt oder Schmidt höchstens einen Job als deren Laufburschen bekommen. Unter einer Kanzlerin Merkel, die ihrerseits unter einem Bundeskanzler Adenauer höchstens dessen Tippse geworden wäre, wird dieser Laufbursche dagegen Minister.


    Einerseits: Armes Deutschland!
    Andererseits: In einer Demokratie hat jedes Volk die Politiker, die es verdient.


    Eine umgebaute Uhr: das Modell 157 einer bekannten Frankfurter Uhrenmarke, so modifiziert, dass das Zifferblatt-Layout dem Modell EZM1 eben dieser bekannten Frankfurter Uhrenmarke entspricht. Natürlich verwenden beide Uhren auch dasselbe Uhrwerk, das Automatikkaliber Lemania 5300. (Aus rechtlichen Gründen dürfen Markennamen bei solchen Umbauten nicht verwendet werden, daher das neutrale Zifferblatt und der Verzicht auf Namensnennung bei der Beschreibung.)

    @ volleyballer; Danke für das Kompliment. :)



    Zitat

    Original geschrieben von Dwarslöper
    [D90 sehr gut verarbeitet]
    Ok, da sind wir wieder beisammen. ;)


    Ich habe mit der D90 schon bei z. T. heftigem Regen fotografiert, und auch wenn ich meine Kamera natürlich nicht ausgerechnet genau in den dicksten Wolkenbruch halte, so haben Kamera und Objektiv (Nikkor 18-200 mm VR) schon so einiges an Spritzwasser abbekommen. Bislang hat es beide nicht gestört. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von MarkH
    Mit staatlich initiiert meine ich nicht unbedingt per Zwang. Du schreibst ja selbst, es wäre Lobbyismus. Aber der Staat darf eben keinen Lobbyismus betreiben, um für ihn unliebsame Internetseiten zu beseitigen.
    [...]
    Was die Unternehmen dann letztlich machen, ist mir eigentlich gleich*. Es geht, um den Versuch der staatlichen Einflussnahme. Und den gibt es.


    Nein, staatlicher Einfluss ist erst dann festzustellen, wenn nachweislich Regierungsorgane/-vertreter tätig sind. Ansonsten kann auch ein Senator oder Kongressabgeordneter als Privatperson (ist ja bekanntlich nur seinem Gewissen verpflichtet und unterliegt keinen direkten Weisungen, in den USA ebenso wenig wie bei uns ;)) seine Meinung äußern und auch seinen Einfluss geltend machen. Aus dem Handeln eines Senators oder Kongressabgeordneten ist nicht automatisch "staatliches Handeln" abzuleiten. (Wenn ein Senator seine Frau verprügelt oder eine Trunkenheitsfahrt unternimmt, käme ja auch niemand auf die Idee, in diese Handlungen hinein zu interpretieren, dass "der Staat" oder "die Regierung" Frauen verprügelt oder Fahren unter Alkoholeinfluss toleriert.)
    Der Staat selbst betreibt damit also noch keinen Lobbyismus, nur weil irgendein Politiker seine Meinung äußert oder in irgendeiner Weise tätig wird. Denn auch Politiker sind nicht nur Politiker, sondern auch Privatpersonen und dürfen auch als solche tätig werden. Dass dies unter den Augen der Öffentlichkeit geschieht, ist dabei wohl unvermeidlich (und im vorliegenden Fall wohl auch beabsichtigt).

    Zitat

    Original geschrieben von MarkH
    [...]
    2. Ist es legal, was WL macht? Wie wird gegen WL vorgegangen?
    [...]


    Frage 2: Das ist für mich der Knackpunkt. Offensichtlich gibt es kaum/keine Gesetze, die im konkreten Fall gegen WL vorgebacht werden können. Es wurde zumindest nirgendswo Anklage erhoben. [...] Und nach meinem Rechtsempfinden sind somit alle (staatlich initiierten) Aktionen, die sich gegen die Organisation von WL richten eine Form von Zensur (UNO spricht von Zensurversuch gegen WikiLeaks) , die nicht hinzunehmen ist (Stichwort z.B. Einflussname von Politkern (z.B. Liberman) auf Organisationen [...] oder "Jagdaufrufe" von Politikern auf WL-Mitglieder ). Wenn es illegal ist, dann sollen sie bitte Anklage erheben, einen fairen Prozess abhalten und dann (und erst dann) den Laden ggf. dicht machen. Dann habe ich kein Problem damit, egal ob ich es gut finde oder nicht! Aber einfach so, "weil es einem nicht gefällt" (über die für und wider kann man ja gerade streiten) und aus der eigenen Machtpositionen, sich über diesen rechtsstaatlichen Weg hinwegzusetzen, ist ein Unding IMO.


    Tja, die Maßnahmen einzelner Politiker und/oder Unternehmen gegen Wikileaks sind eben ein Beispiel dafür, wie gut Lobbyismus funktioniert. Denn der Vorwurf, es handele sich dabei um staatliche Aktionen (= von der Regierung oder Regierungsbehörden angeordnet) müsste erst mal erbracht werden, bevor man ihn öffentlich äußern darf. Hast Du denn hieb- und stichfeste Beweise dafür, dass die US-Regierung konkrete, evtl. sogar illegale Maßnahmen gegen Wikileaks angeordnet hat? :confused:


    Ansonsten steht es Unternehmen nämlich jederzeit frei, Geschäftsbeziehungen zu Kunden zu beenden, wenn sich diese z. B. als geschäftschädigend erweisen oder wenn die Kunden gegen die Vertragsbedingungen verstoßen. So ist das nun einmal in einer freien Welt: nicht nur Internet-Organisationen haben die Freiheit, sich für oder gegen bestimmte Geschäftspartner zu entscheiden; Wirtschaftsunternehmen haben diese Freiheit auch. ;)

    Ich benötige eigentlich nur den Bereich zwischen 14-70 mm, max. 100 mm (alles auf Kleinbildverhältnisse umgerechnet). Für Telebrennweiten habe ich so gut wie nie Verwendung.


    Das 24-120 mm ist im Vergleich zum 24-70 mm übrigens optisch eine eher mäßige Linse.



    @ SpeedTriple: na, das sagte ich doch. Mit 'nem gescheiten Stativ von Manfrotto und 'nem adäquaten Schwenkkopf kommen da nochmal mind. 300 Schleifen drauf, dann ist man schon locker bei 8,5 Riesen. Und das ist noch die billige FX-Lösung. Stell Dir mal vor, man kauft sich statt dessen eine D3s, von einer D3x gar nicht zu reden. :rolleyes:


    Da weiß ich doch, warum ich beim DX-Format bleibe. Wenn ich mir meine Bilder so betrachte, dann glaube ich nicht, dass sie noch signifikant besser gelängen, wenn ich all diese Hightech-Geschütze aufführe. Sie würden vielleicht technisch etwas brillianter, aber das alleine macht ja noch keine Spitzenfotos aus. Und etwa drei Viertel dieses Zuwachses an technischer Brillianz gewänne ich wohl auch, wenn ich meine "Altglas-Sammlung" um die entsprechend hochwertigen DX-Linsen ergänzte, was mich max. ein Viertel der o. g. Summe kostete. ;)
    OK, als Berufsfotograf müsste ich über so etwas natürlich nicht lange nachdenken.

    Zitat

    Original geschrieben von Hightower2004
    Ich hatte immer gedacht, dass 28-300 doch etwas wenig Brennweite im WW-Bereich hat, da ich ja schon mein 18-105 schon nicht immer alles drauf bekomme. Aber ich denke oft nicht an den Crop-Faktor. :gpaul:


    Wenn ich eine Nikon-FX-Kamera mit Glas zu bestücken hätte, wäre die Wahl für mich klar:


    Universallinsen:
    1. AF-S NIKKOR 14-24 mm 1:2,8G ED
    2. AF-S NIKKOR 24-70 mm 1:2,8G ED
    3. AF-S NIKKOR 70-200 mm 1:2,8G ED VR II


    Speziallinsen:
    1. AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G (Available Light)
    2. AF-S Micro NIKKOR 105 mm 1:2,8G VR (Makro)


    Zusammen mit 'nem passenden FX-Gehäuse wie der D700, Manfrotto-Stativ mit Dreiwege-Schwenkkopf, passendem Blitzgerät, geeignetem Fotorucksack und Sun Sniper-Strap dürfte die Schwelle zur Fünfstelligkeit fast schon erreicht sein. :rolleyes: