ZitatOriginal geschrieben von bernbayer
[...]Unser Staat ist total verschuldet, es gibt nichts mehr zu verteilen.
[...]In der heutigen Zeit sind die Bürger sehr schnell mit der jeweiligen Regierung unzufrieden, weil es nichts mehr zu verteilen gibt.
An der aberwitzigen Staatsverschuldung haben alle Regierungen seit der ersten Großen Koalition (1966-69) mehr oder weniger fleißig "mitgearbeitet", von daher wären Schuldzuweisungen an eine bestimmte Adresse m. E. fehl am Platz. Jede Regierung seit 1966 hinterließ ihren Nachfolgern einen noch höheren Schuldenberg als sie selbst übernommen hatte.
Eine Regierung, die ihrer Verantwortung in einer parlamentarischen Demokratie gerecht wird, muss aber auch in Zeiten leerer Kassen dafür sorgen, dass das Bisschen, was überhaupt noch verteilt werden kann, möglichst gerecht verteilt wird und vor allem diejenigen belastet werden, die Geld haben wie die Bauern Heu.
Die aktuelle Koalition hat sich statt dessen für den Weg der Umverteilung von Unten nach Oben entschieden: Die Reichen und Konzerne werden entlastet, alle anderen werden belastet.
Und um beim Thema des Threads zu bleiben: Freiherr von und zu G. erscheint mir nicht als derjenige, der diese Ungerechtigkeit der Umverteilung von Unten nach Oben beenden würde, wenn er in die entsprechenden Position gelangte, in der er die Möglichkeit dazu hätte.
@ Printus: Nach neun Jahren deutschem Invasionskrieg in Afghanistan davon zu sprechen, man dürfe die Bundeswehr nicht "überhastet" abziehen - das kann doch wohl nur ein brutaler Witz sein, oder? :eek:
Falls jemand in den letzten Wochen mal Nachrichten gesehen hat, dort wurde es ja immer wiederholt: Die Mehrheit der Afghanen befürwortet aktuellen Umfragen zufolge Anschläge auf und Angriffe gegen die ausländischen Soldaten, weil diese als das angesehen werden was sie sind, nämlich als Invasoren. Afghanistan wurde bislang noch jedem Invasoren zum Verhängnis. Oder sollen wir mit dem Rückzug so lange warten, bis unsere Soldaten täglich zu Dutzenden in "body bags" zurückkehren?
