Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
[Keine Rechtfertigung für Kopierschutz]
Ganz so einfach ist es eben nicht. Denn in vielen Fällen (wie oben bereits angeführt) leidet insbesondere der Nutzer, der das Produkt legal erworben hat, unter den Unzulänglichkeiten des Kopierschutzes. Mancher Kopierschutz behindert insbesondere die bestimmungsgemäße Verwendung der legal erworbenen Produkte derart, dass die Grenze zum Sachmangel überschritten ist, während allein der Raubkopierer über eine Version verfügt, die so einsatzfähig ist, wie es die legale Version eigentlich sein sollte.
Tut mir leid, auch dies rechtfertigt keine Raubkopiererei, absolut nicht.
Wenn das Produkt fehlerhaft ist, dann tauscht man es gegen eine offizielle, funktionierende Version. Wenn das nicht möglich ist, dann nimmt man eine Wandlung vor: Unbrauchbares Produkt zurück an Verkäufer, Geld zurück an Käufer (= Kunde), fertig. 
Wenn man statt dessen klammheimlich den Kopierschutz knackt, macht man sich strafbar und vor allem: Die Leute in der Industrie lernen es nie und versuchen höchstens, immer neue und noch raffiniertere Kopierschutzmethoden einzubauen. Nur durch gezieltes Boykottieren solcher Produkte kann man die Industrie zwingen, von ihrer kundenfeindlichen Politik Abstand zu nehmen. Durch Raubkopieren ändert sich gar nichts, und wenn, dann höchstens immer nur zum Nachteil der ehrlichen Verbraucher. :flop:
Ich selbst komme (fast legal ;)) an so ziemlich jedes Software-Produkt, das ich mir nur vorstellen kann. Aber das ist für mich noch lange kein Grund, deshalb mit geklauter Software zu arbeiten. Wenn mir eine Software gut gefällt, ich sie nützlich finde und weiß, dass ich dafür Geld bezahlen muss, dann tue ich das eben. Ansonsten wird eine preiswerte oder kostenfreie Alternative gesucht, fertig.
Ähnlich verhält es sich auch mit Songs und Filmen.Ich kenne Leute, die haben etliche Terabyte an illegal kopierten Filmen und Musiktiteln. Theoretisch komme ich also an fast alles, aber praktisch lasse ich die Finger von raubkopiertem Zeug. Denn wenn diese Leute mal irgendwann doch erwischt werden (und das kann durchaus passieren), dann möchte ich nicht, dass die mich, um Strafmilderung zu erhalten, als einen derjenigen nennen können, der von ihnen mit Raubkopien versorgt worden ist.
(Abgesehen ist es für mich auch eine Sache des Prinzips: Wer für quelloffene Formate eintritt, der muss auch das Urheberrecht anderer am Inhalt von Medien respektieren!)
Fast alle guten Filme laufen auch irgendwann mal im Fernsehen, dann kann man sie legal aufnehmen. Und Musik kaufe ich mir grundsätzlich, aber eben nur, wenn sie mir richtig gut gefällt. Ansonsten, wenn's um Mucke zur "Berieselung" im Hintergrund geht, kann man das Zeug aus dem Radio aufnehmen und selbst zurecht schneiden. Das ist heute immer noch genau so legal wie damals, solange man dies nur zu Privatzwecken macht.