Was soll der o. g. Vergleich mit der N-Serie von Nokia? Ich bin der Erste, der sofort übereinstimmt, daß bei anderen Herstellern auch nicht alles Gold ist, was so ausschaut, als würde es glänzen. 
Meinetwegen zieht als Vergleich ein modernes Touchscreen-Gerät wie das HTC Touch Pro heran. auch das ist um Klassen besser verarbeitet und alle "Business"-Funktionen (Outlook-Sync, Office-Doks, PDF) tun das, was sie sollen: sie funktionieren einfach. Und darauf kommt es im Hier und Jetzt an. Von dem, was vielleicht in einigen Jahren mal sein wird, habe ich heute absolut nichts.
Der T-Mobile-Preis für ein G1 ohne Vertrag liegt übrigens bei 449 Euronen, was ich angesichts des Beta-Status des Geräts schon für reichlich ambitioniert halte. Aber selbst 250 Tacken sind m. E. für ein Gerät mit immer noch so vielen "issues" einfach zuviel. Google sollte die Geräte weiterhin kostenlos an testwillige Beta-Liebhaber herausgeben und erst mal seine "Baustellen" aufräumen, bevor sie ein halbfertiges Produkt auf den Markt werfen.
Wie gesagt, ich hatte das Gerät am Samstag mal in der Hand und durfte eine gute Stunde damit herumspielen. Doch obwohl ich von der Benutzerführung durchaus nicht einseitig durch Nokia vorbelastet bin, sondern in meinem Leben schon diverse Mobile benutzt habe, fand ich die Benutzerführung wenig intuitiv. Bezüglich intuitiver Bedienung setzt m. E. das iPhone wirklich die Maßstäbe, und auch als eingefleischter Nokia-Nutzer gebe ich das zu. Auch auf Windows Mobile-Geräten mit der Flo-Touch-Oberfläche von HTC finde ich mich deutlich besser zurecht als mit Android. Mag sein, daß dies alles eine Gewöhnungsfrage ist, aber die Frage ist doch vielmehr, warum ich als User mich an die Bedienung eines neuen Gerätes erst gewöhnen soll, wenn es doch genügend Geräte auf dem Markt gibt, die über eine ergonomischere Software verfügen?
Mag sein, daß das Google-Mobile in einigen Jahren wirklich ein "Killer-Gerät" sein kann. Aber bis dahin wird noch viel Entwicklungsarbeit vonnöten sein. Und es muß auch die haptische Qualität des Gerätes verbessert werden. Wenn das Gerät durch den Einsatz hochwertigerer Materialien und vor allem einer besseren Fertigungsqualität, besserer Paßgenauigkeit der beweglichen Teile aufwarten kann, mag es vielleicht etwas teurer werden. Aber dann könnte es sein Geld wenigstens wert sein. Wenn einem schon bei der ersten Berührung des Geräts die Frage durch den Kopf schießt, warum hier offensichtlich das billigste Joghurtbecher-Plastik verwendet wurde, das sich finden ließ, dann ist das für ein Gerät mit angeblich revolutionärem Innenleben m. E. völlig unpassend.