Beiträge von HappyDay989

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    Original geschrieben von FunnyFreak
    "... Lediglich in den Amerikas konnte man zulegen,..." Was soll das bedeuten? was ist das Amerikas? Meinen die jetzt USA, oder was?


    Nö, das ist einfach eine sehr bescheidene, weil wortwörtliche Übersetzung der englischen Bezeichnung "in the Americas", wobei man im Deutschen eher sagen würde "sowohl in Nord- als auch in Südamerika."



    Nun, wenn Nokia so gut wie fertig ist, Apple durch den Rückzug von Steve Jobs ebenfalls vor die Hunde gehen, Microsoft es nie schaffen und RIM ebenfalls in der Bedeutungslosigkeit versinken wird, dann kann Google ja endlich schalten und walten, wie sie wollen.


    Dann wissen wir also endlich, was die "hidden agenda" des Herrn Elop ist. Von wegen "der soll Nokia zu einem Übernahmekandidaten durch M$ vorbereiten." In Wirklichkeit ist er ein "Trojanisches (oder in seinem Fall: Kanadisches) Pferd", damit Google endlich die Weltherrschaft an sich reißen kann.


    Wie war das doch gleich: "Just because you're paranoid don't mean they're not after you." (Kurt Cobain)


    SCNR! :D

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    Original geschrieben von mostwanted
    Als letztes fehlt mir der Gold Label, da habe ich bisher lieber zu anderen Flaschen gegriffen. Kennst Du den? Wenn ja: beschreiben bitte :)


    In guter Erinnerung habe ich noch den Swing, der war "süffig", werde ich bei Gelegenheit wieder kaufen.


    Aus der Serie von Johnny Walker habe ich bislang leider weder den Gold Label noch den Blue Label oder den Swing probieren können.


    Allerdings wird dem Gold Label (ca. 50 €/0,7 l) nachgesagt, er sei der mit Abstand beste der "Label"-Whiskys, deutlich gelungener als der erheblich teurere Blue Label (ca. 125 €/0,7 l).


    Hier findet sich eine Rezension des Gold Label: http://www.whisky.de/shop/prod…ie-Walker-Gold-Label.html


    Ansonsten kannst Du ja mal den Lead-Whisky des Gold Label versuchen, den 14jährigen Clynelish (sprich: klainlisch), da hast Du sozusagen die Essenz des Gold Label zum gleichen Preis wie die "verdünnte" Version. :)


    http://www.whisky.de/shop/prod…nfo=p15249_Clynelish.html


    Beim Swing gibt's wohl zwei Varianten, einmal der "normale" Swing (ohne Altersangabe, ca. 37 €/0,7 l) und der in Deutschland wohl nicht erhältliche Swing Superior (ebenfalls ohne Altersangabe, Preise zwischen umgerechnet 110 und 150 €/0,7 l, je nach Online-Shop).

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    Original geschrieben von mostwanted
    Manchmal "Nulle" ich meinen Geschmack mit einem schlichten Black Label, der herrlich einfach und neutral schmeckt, den kann man überall auf der Welt trinken ohne Experimente einzugehen. Auf Flügen z.B. gehört der für mich dazu, hat so den internationalen Touch. Wie Old Spice als Rasierwasser :-)


    Bei mir gelangen zur "Rekalibrierung" meines Geschmacks eher milde Sorten wie Glenfiddich 12 yo oder JW Green Label 15 yo zur Anwendung, manchmal auch ein Chivas Regal. ;)



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    Original geschrieben von mostwanted
    Nach so einer Phase probiere ich gerne exotischere Whiskeys. Japan und Indien z.B. Das führt dann immer zur Rückkehr zur Ardbeg10 und Laprohaig Flasche und dem Schwur es dabei zu belassen.
    Bis zum nächsten Sommer... ;)


    Solch einen Schwur würde ich nie leisten. ;) Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch und probiere gerne Sachen aus. Dass kein asiatischer Whisky, egal wie gut er handwerklich auch gemacht sein mag, mir jemals den Geschmack an den "Rauchbomben" von Islay wird verleiden können, ist ohnehin so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn Asiaten bevorzugen und produzieren i. d. R. milde, wenig rauchige und eher süßliche Whiskys. Und egal wie toll deren Aromenvielfalt auch sein mag, nach einigen Drams "süßem Zeug" vermisse ich auf jeden Fall wieder den Geschmack nach Jod, Teer, Salzwasser, Algen und den anderen Aromen, die so typisch sind für die wunderbare Inselwelt der Inneren Hebriden. :D



    PS: Einem guten dunklen Rum (z. B. Myers's) oder Cognac/Weinbrand bin ich übrigens durchaus sehr zugetan. :top:

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    Original geschrieben von MC Svente
    Schiebe den Thread nochmal nach oben. Habe da glaube ich einen Bug in der neuen Firmware entdeckt: Wenn ich im Musicplayer des Handys auf Bibliothek aktualisieren klicke oder nach dem Übertragen neuer Musik aus dem Hauptmenü auf Musik gehe und die Musikbibliothek öffnen möchte, hängt sich das Handy auf. Muss es dann neu starten oder den Player mit M.guard schließen. Kann neue Musik nicht in die Playlist des Players hinzufügen und muss die Tracks über den Dateimanager einzeln aufrufen. Hat das Problem noch Jemand?


    Vermutlich hast Du Deine Musikdateien, wie jeder andere C6-Nutzer auch, wohl auf einer microSD-Karte liegen, oder?


    Hast Du mal geprüft, ob die Karte selbst in Ordnung ist? Ich kenne Softwareabstürze und -hänger von Musik- und Videospielern vor allem, wenn entweder die Dateien selbst korrupt sind (falsches Format, falsche Codierung) oder wenn der Datenträger logische oder physikalische Fehler aufweist.

    Bei Ardbeg wird überhaupt nicht gefärbt und auch nicht kaltfiltriert. :top:


    Bei ausnahmslos allen Whiskys von Diageo (bis 2002: United Distillers), d. h. also leider auch bei sämtlichen der elf Classic Malts of Scotland, wird dagegen Farbe verwendet und mit Kälte gefiltert, was das Zeug hält, u. a. bei Talisker, Lagavulin, Caol Ila, Cragganmore, Oban, Dalwhinnie usw. :rolleyes:


    Bei Laphroaig werden dagegen zwar alle Whiskys gefärbt, aber nur die 10jährige Standardabfüllung mit 40 % Alk. wird kaltfiltriert, was eben mit den schon beschriebenen Eintrübungen der ätherischen Öle bei Alkoholkonzentrationen von unter 46 % bei niedrigen Temperaturen zu tun hat. Wer nicht glauben will, welchen Einfluss die Kaltfiltrierung auf den Geschmack des Whiskys hat, möge mal folgendes Experiment durchführen:
    Man nehme zwei Nosing-Gläser, jeweils mit 2 cl 10jährigem Laphroaig bei Zimmertemperatur. Der eine Laphroaig ist die 40%ige Standardabfüllung, der andere ist die Cask Strength-Abfüllung, die man mit Hilfe von geschmacksneutralem stillen Mineralwasser bei Zimmertemperatur auf 40 % herabgesetzt hat. Dann lasse man sich von einem guten Freund die Augen verbinden und verkoste die beiden Proben durch Riechen und Schmecken blind.


    [small]Ich habe dieses Experiment mittlerweile schon dreimal durchgeführt und habe jedes Mal den nicht-kaltfiltrierten Laphroaig auf Anhieb und ohne Zögern bereits an der Nase erkannt; der Geschmack war dann nur noch die endgültige Bestätigung. Und bitte, das klappt schon mit zwei Proben eines extrem torfrauchig-medizinischen Whiskys, dessen beide Varianten sich im Experiment nur dadurch unterscheiden, dass der eine kaltfiltriert ist und der andere nicht. Ansonsten sind bei Varianten gleich alt und weisen jeweils 40 % Alk. auf. Je weniger rauchig ein Whisky riecht und schmeckt, desto stärker machen sich übrigens die feinen Aromenunterschiede bemerkbar, die der Kaltfiltrierung zum Opfer fallen.[/small]



    Wer übrigens mal einen klassischen Islay Blended Malt probieren möchte, möge sich den Big Peat des unabhängigen Abfüllers Douglas Laing zu Gemüte führen. In dieser nicht gefärbten, nicht kaltfiltrierten und mit 46 % Alk. ausreichend starken Abfüllung finden sich Single Malts der Brennereien Ardbeg, Bowmore, Caol Ila und der leider vor 25 Jahren geschlossenen Destillerie Port Ellen, deren Restbestände naturgemäß immer knapper, seltener und damit auch teurer werden. Die Lead-Whiskys in diesem Blend sind eindeutig viel Bowmore und etwas weniger Caol Ila, und zwar ebenso eindeutig keine sonderlich alten, denn einen nennenswerten Einfluss von Holz sucht man bei diesem Whisky vergebens. Beim Big Peat ist der Name Programm, denn der Torfrauch liegt über allem, dazu gesellt sich, durchaus passend, eine deutliche alkoholische Schärfe, gepaart mit einer ebenso deutlichen Teernote am Gaumen. Mit ca. 35 €/0,7 l ist das Zeug m. E. bezahlbar, aber dennoch grenzwertig, da reißen auch die paar Tröpfchen uralter Port Ellen nichts mehr heraus. Auf meiner persönlichen Favoritenliste rangieren Bowmore (schmeckt mit i. d. R. zu "rundgelutscht", bietet geschmacklich kaum "Ecken und Kanten", außer Rauch ist da nicht viel) und Caol Ila ( da stört mich ganz einfach der leicht benzinartige Beigeschmack) recht weit unten.

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    Original geschrieben von Hightower2004
    PS: Meines Wissens ist ein Vatted ein Whisky der nur aus Single-Malt-Whiskys besteht, während beim Blended auch Grain-Whiskys enthalten sein dürfen.


    Es ist so, dass man früher die Blended Whiskys als Vatted Whiskys bezeichnete (daher stammt auch der Name eines bekannten Blended Whisky, dem Vat 69), egal ob es sich dabei um Kompositionen aus Grains und Malts oder um Kompositionen ausschließlich aus Malts handelte.
    Seit 2009 erlaubt der Verband der schottischen Whiskyhersteller und -abfüller, die Scotch Whisky Association (SWA), die Bezeichnung Vatted für die gemischten Whiskys nicht mehr und verlangt die Bezeichnung Blended Scotch Whisky (Grains & Malts), Blended Grain (nur Grains) bzw. Blended Malt (nur Malts), wenn Whiskys aus verschiedenen Brennereien gemischt werden.



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    Original geschrieben von Hightower2004
    PPS: das mit dem "gleich Aussehen" verdankt man heute sehr oft dem Zuckerkulör (leider auch bei einigen Single Malts).


    Ich würde eher sagen, dass der Einsatz von E150a (Zuckercouleur) bei fast allen Single Malts stattfindet. Erst in den letzten Jahren gehen einige Hersteller wieder dazu über, zugunsten der Authentizität ihrer Erzeugnisse auf den Einsatz von Farbstoff und Kaltfiltrierung zu verzichten. Allerdings muss man beim Verzicht auf die Kaltfiltrierung den Whisky mit mind. 46 % Alk. abfüllen, weil sonst bei niedrigeren Temperaturen (< 10° C) Eintrübungen auftreten, und dies macht einen visuell sehr unbefriedigenden Eindruck.
    Ein schönes Beispiel für den Verzicht auf Farbstoff und Kaltfiltrierung ist der oben besprochene Bunnahabhain 12 yo, der früher mit 40 % Alk., gefärbt und kaltfiltriert für ca. 30 €/0,7 l verkauft wurde. Inwzischen wird er mit 46,3 % Alk., ungefärbt und nicht-kaltfiltirert für ca. 36 €/0,7 l gehandelt, und man kann nur sagen, dass er geschmacklich durch diesen Schritt ungemein gewonnen hat. :top:

    @ Hightower2004: Man neigt als "fortgeschrittener" Malt-Genießer dazu, den eigenen Einstieg in die Welt des Whisky-Genusses, der meistens über Blended Whisky erfolgte, als Jugendsünde abzutun und etwas verächtlich auf die gemischten Whiskys herabzublicken, nach dem Motto "wahre Kenner trinken nur Single Malt."


    Ich betrachte das eher als einen ziemlichen Snobismus. ;)


    Es gehört schon eine Menge an Wissen und Können dazu, aus diversen Grain- und Malt-Whiskys eine Komposition zu entwickeln, die den Geschmack der breiten Masse trifft. Und diese Kombination Jahr für Jahr in großen Mengen in immer gleicher Qualität und von immer gleichem Geschmack zu produzieren, ist eine handwerkliche, produktionstechnische und logistische Meisterleistung, die man kaum hoch genug einschätzen kann.


    Denn die Anfangsmaterialien, nämlich die diversen Grain- und Malt-Whiskys, sind eben nie immer absolut gleich, doch das Endprodukt muss immer 100%ig gleich sein. Die Master Blenders, die dafür sorgen, dass die entsprechenden Blended Whiskys immer gleich aussehen und schmecken, sind absolute Spitzenkönner ihres Faches und gehören zu den bestbezahlten Angestellten in der Whiskyindustrie.


    Ich persönlich habe eine riesengroße Hochachtung vor der Leistung, die dahinter steckt, dass über Jahrzehnte weltweit Whiskys von immer gleichem Geschmack verfügbar sind.


    Und so ganz nebenbei: es gibt auch hervorragende Blended Malts (früher Vatted Malts genannt), bei denen aus guten bis sehr guten Single Malts exzellente Blended Malts kreiert werden. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der Johnny Walker Green Label 15 yo, den ich persönlich jederzeit einem mittelmäßigen Single Malt vorziehe, weil er eine Aromenvielfalt bietet, die ihresgleichen sucht. :top:

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    Original geschrieben von eou
    Stimmt, habe da wirklich keine Ahnung von und interessiere mich nicht für Whisky und verwandte Themen ("guter Wein", "gute Zigarren", "guter Kaffee" etc).


    Na prima, wenn Dich das alles nicht interessiert, dann wird's Dir wohl nichts ausmachen, Dich ab jetzt von hier fernzuhalten. Denn inhaltlich hast Du tatsächlich nichts beizutragen, was man auch nur ansatzweise als qualifiziert bezeichnen könnte, und das sehe nach den Reaktionen der Whisky-kundigen Kollegen zu urteilen wohl nicht nur ich alleine so.



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    Original geschrieben von eou
    Diese Geschmacksbeschreibungen sind reines Kopfkino. Blindverkostet schmecken die alle gleich oder zumindest sehr ähnlich.


    Und das war's auch schon wieder mit unserem neusten Beitrag aus der beliebten Serie "Der Blinde spricht über die Farben", wir schalten zurück zum "Kopfkino" :D:



    Der Bunnahabhain 12 yo gilt als einer der nur sehr schwach torfig-rauchigen Whiskys von der Isle of Islay, was aber beileibe nicht heißt, dass er in irgendeiner Weise "schwächeln" würde. ;)


    In der Nase erinnert zunächst eine überraschend deutliche Spur von Torf und Rauch daran, dass auch der Bunnahabhain von einer Insel stammt, auf der Torfrauch ebenso Bestandteil der Atemluft ist wie die leicht salzige Seeluft, die sich in den Geruch dieses 12jährigen Single Malt einmischt und sich mit dem Aroma des Holzes der Sherryfässer zu einer harmonischen, sehr frisch riechenden Kombination verbindet.


    Im Geschmack ist Bunnahabhain zunächst würzig und voll nach Eiche, dann schmeckt er leicht nach dunklen Früchten und Nüssen, und schließlich tritt eine deutliche Note nach süßlichem Malz in den Vordergrund. Der Torfrauch bindet sich harmonisch in den Geschmack ein und überdeckt nichts. Das Finish ist nicht übermäßig lang, hinterlässt aber einen sehr angenehmen Nachgeschmack, was diesen Single Malt zu einem empfehlenswerten Digestif macht.


    M. E. gewinnt dieser Whisky absolut gar nichts, wenn man ihn mit Wasser geschmacklich zu öffnen versucht. Die 46,3 % Alk. sehen auf dem Papier beeindruckender aus als sie sich im Glas ausmachen.


    Ein phantastischer Whisky für alle, die schon immer mal einen Single Malt von der Isle of Islay probieren wollten, sich bisher aber nicht trauten, weil sie sich an die pure Fracht von Torfrauch nicht herantrauten, mit der die meisten Islay-Whiskys aufwarten. Ein hervorragender Digestif, der im Gegensatz zu "Torfmonstern" wie Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin auch noch den Genuss anderer Spirituosen "danach" gestattet.


    Ach ja, der Interessent möge beim Kauf einer Flasche Bunnahabhain darauf achten, dass man ihm nicht "die alte Version" mit 40 % Alk. andreht. Der ist nämlich noch kaltfiltriert und mit Farbstoff E150 (Zuckercouleur) versehen, während die neue Version mit 46,3 % Alk. aufwartet, nur eine Barrierefiltrierung hinter sich hat (die geschmackgebenden ätherischen Öle sind also im Whisky verblieben) und auch nicht mit Farbstoff versehen wurde.