Beiträge von HappyDay989

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    Original geschrieben von elgo
    Happy
    Eine Glock für Bond? Frevler!


    Wohl eher: Großkaliber-Kurzwaffenschütze mit Erfahrung. Die sachlichen Gründe, die für eine Glock 17 sprechen, habe ich bereits genannt, und sie beruhen eben auf persönlichen Erfahrungen. Aus meiner Glock habe ich sicherlich schon an die 2.500 Schuß abgegeben - bisher ohne eine einzige Störung. Ich habe auch mal eine P99 testen dürfen, wußte aber bereits nach wenigen Schüssen, daß ich mit dieser Waffe nie anfreunden kann, aufgrund der für Sportschützen völlig ungeeigneten Abzugscharakteristik. Nicht umsonst gilt die Glock als primus inter pares (= Erster unter Gleichwertigen), wenn es um moderne Faustfeuerwaffen geht.


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    Original geschrieben von elgo
    Aber wenn dem lieben Daniel die P99 zu schwer ist, hätte man ihm auch eine P22 verpassen können. Praktisch den PP-Nachfolger in Größe und Gewicht. Walther jedenfalls muss es sein ;)


    Eine P22? Du beliebst zu scherzen, richtig? Denn die P22 ist lt. Hersteller nichts anderes, als eine verkleinerte Kopie der P99, die ausschließlich dem Übungsschießen mit der erheblich preiswerteren Munition .22 l. r. (long, [for] rifles zu deutsch: l. f .B. = lang, für Büchsen) dient. Als Selbstverteidigungswaffe ist sie noch unwirksamer als die von mir zutreffenderweise als Erbsenpistole bezeichnete PPK im Kaliber 7,65 mm. Mit der P22 kann man Löcher in Papierscheiben schießen, aber mehr eben auch nicht.


    Und warum muß es unbedingt eine Walther sein? Bloß weil Ian Fleming seinem Helden in "Dr. No" eine solche Waffe verpaßte? Nun, Bond trug lt. Ian Fleming auch immer eine Rolex, und trotzdem wurde er mit digitalen Seikos ausgestattet und trägt mittlerweile seit 10 Jahren Omega. Er fuhr nach dem Willen von Ian Fleming eigentlich einen Bentley Continental, und trotzdem haben ihn die Macher der Bond-Filme mit allem herumgurken lassen, was vier Räder hat.


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    Original geschrieben von elgo
    Dennoch bin ich bezüglich der PPK skeptisch. Wenn da im Forum auf eine Bestellung von PPks seitens der Produktion Bezug genommen wird ist das nicht nur deshalb fraglich, weil sie nicht mehr produziert wird, sondern auch weil imho nur Schreckschusswaffen beim Dreh verwendet wurden und ganz früher richtig arge Spielzeuge.


    1. Richtig ist, daß Walther selbst die PP/PPK seit 1999 nicht mehr produziert. Allerdings werden die Pistolen nach wie vor von einem amerikanischen Unternehmen in Lizenz hergestellt.


    2. In Filmen werden immer nur Filmwaffen verwendet. Wäre sonst auf die Dauer sehr schwierig, ständig neue Darsteller zu finden. :D


    Viele Grüße und einen
    Happy (Sun)Day

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    Original geschrieben von elgo
    Das ist aber gemein Laubi, denn soooo fies sah noch nicht einmal der geklonte Gottschalk aus ;)


    Diese Leoparden-Rolex hätte diesem Mann hier - man beachte seine Kopfbedeckung - sicherlich auch gut gefallen, denn sie ist an Geschmacklosigkeit nun wirklich kaum zu überbieten. (Aber wer sagt denn, daß afrikanische Potentaten auch Geschmack haben, bloß weil sie sich darauf verstehen, als Staatschefs ihre persönlichen Vermögensverhältnisse so aufzubessern, daß sie sich solche "Prachtstücke" leisten können?)


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    Original geschrieben von elgo
    Vielleicht sollte man der Nationalmannschaft androhen, dass sie solche Uhren tragen müssen, wenn sie das nächste Spiel verlieren - dann würden sie sich vielleicht mehr Mühe geben. Möglicherweise gefällt es denen aber auch :D


    Um an so etwas Gefallen zu finden, muß man aber ausgesprochen masochistisch veranlagt sein. Also wäre es keine Uhr für unsere "Kicker-Elite", sondern eher für die armen Irren, die sich so eine Stümperei wie gegen Italien am letzten Mittwoch auch noch freiwillig vor dem Fernseher oder gar live im Stadion antun. :D


    Viele Grüße und einen
    Happy (Sun)Day

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    Original geschrieben von Bob_Harris
    Stellungname von Ford:


    Ich glaub ich brech ab... :eek:


    Sieh's positiv indem Du Dir einfach mal vorstellst, daß Toyota oder KIA mehr geboten hätten, um ihre Produkte in einem Bond-Film plazieren zu dürfen. Bond unterwegs zu seiner Mission, die Welt zu retten, in einem Corolla Verso Diesel, das hätte doch mal was. :D


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    Original geschrieben von Bob_Harris
    (...) Allerdings dreht Craig im Gegensatz zu Brosnan immerhin seine Stunts selbst, wie u.a. auf diesen Produktionsfotos zu sehen ist (...)


    Vor allem sollte er sich hinterher zwei gescheite Jacket-Kronen einsetzen lassen und sich mal wieder rasieren. Mit diesen Zahnlücken und den Bartstoppeln sieht Craig ja aus, als hätte er entweder nicht alle Tassen im Schrank oder lebte seit Wochen unter einer Brücke, oder beides. :(


    Zum Thema "Welche Waffe wird James Bond benutzen?":
    Gerüchten zufolge kehrt JB zu seiner alten Erbsenpistole AKA Walther PPK zurück.
    (Quelle: http://www.razyboard.com/syste…esbond-26775-2714850.html)
    Mir scheint, da ist jemand ganz scharf darauf, daß unser Super-Agent mangels zeitgemäßer Bewaffnung möglichst rasch sein Leben verliert. ;)
    M. E. wäre die einzige wirklich standesgemäße Faustfeuerwaffe für unseren Helden eine Glock 17, entweder als 9 mm Luger (AKA 9 mm Parabellum oder 9 x 19) oder, aufgrund der erheblich besseren Stopwirkung, als 10 mm Automatic.

    In Sachen Präzision, Zuverlässigkeit, schnelle Feuerbereitschaft bei gleichzeitiger maximaler Sicherheit, Deutschußeigenschaften und Feuerkraft gibt es im Bereich militär- und polizeitauglicher Dienstwaffen nichts Besseres, jedenfalls nicht in dieser Kombination.


    Mir scheint allmählich, daß Casino Royal wirklich alle Eigenschaften zu einem echten Klassiker entwickelt - und zwar zu einem klassischen Flop. Die Schuld dafür sähe ich aber eher bei den Produzenten als beim Hauptdarsteller. Wer ist bei EON eigentlich für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich?


    Viele Grüße und einen
    Happy (Sun)Day


    PS: Weiß jemand schon, welche Handfunke unser Super-Agent in Casino Royal verwenden wird? Nachdem durch entsprechende Produktplazierung schon alles durcheinandergebracht worden ist, was James Bond früher auszeichnete, würde ich mich auch nicht mehr wundern, wenn wir Daniel Craig demnächst mit einem Klapptelefon von Samsung oder LG sähen. :(

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    Original geschrieben von D-Love
    An ein Desaster zu glauben, wäre allerdings wieder typisch deutsch ;)


    1. Ich bin nunmal deutsch - ob typisch oder untypisch vermag ich nicht zu beurteilen. (Was ist denn nach Deiner Ansicht "typisch deutsch"?)


    2. Ich bin Realist. Es wünschen sich bzw. erwarten wohl die meisten Fans, daß die deutsche Mannschaft Weltmeister wird oder zumindest ins Finale kommt. Daß diese Erwartungshaltung völlig überzogen ist angesichts der Tatsache, daß Deutschland seit Jahren keine großen Gegner mehr geschlagen hat und z. Z. einfach unterirdisch schlecht spielt, scheint sie dabei wenig anzufechten. Aber für diese Leute wird alles andere als eine Endspielteilnahme unserer flügellahmen Adler eine herbe Enttäuschung sein.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Dafür gibt es auch keinen Anlass. Viertelfinale ist realistisch in jedem Falle drin. Auch andere Nationen sind derzeit weit von ihrer Bestform entfernt, was ja zu diesem Zeitpunkt des Jahres, wo es in den Ligen und im Europapokal noch richtig zur Sache geht, auch kein Wunder ist.


    Ja, aber die anderen Top-Mannschaften sind offenbar selbst in schlechter Form immer noch besser als die deutschen Kicker. Und von der Form, in der die deutsche Nationalmannschaft während des Confederation Cup im letzten Jahr war, sind sie z. Z. wohl meilenweit entfernt. Wenn wir mal realistisch sind, haben wir außer Oliver Kahn und Jens Lehmann im Tor nur noch Michael Ballack, die überhaupt konstant auf einem Niveau spielen können, wie es für eine Finalteilnahme erforderlich wäre. Bei allen anderen Spielern scheint mir das eher eine Sache von Tagesform oder Glück zu sein. Und das kann man weder Jürgen Klinsmann noch einem der Spieler zum Vorwurf machen. Das hat auch damit zu tun, daß in der Bundesliga schon seit vielen Jahren kein Fußball auf hohem internationalen Niveau mehr gespielt wird - außer Bayern München bringt doch keine Mannschaft konstant Spitzenleistungen zustande.


    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Tödlich wäre nur, wenn man in der Vorrunde nur Zweiter hinter Polen wird und schon im Achtelfinale auf England trifft (worauf ich nicht hoffe, da ich um die Stuttgarter Innenstadt fürchte, wenn England doch ausscheiden sollte :D).


    Deine Sorge halte ich für unbegründet. Denn angesichts der Form, in der sich Deutschlands "Elite-Kicker" z. Z. präsentieren, müssen wir schon froh sein, wenn sie nicht Gruppenletzter werden. ;) Aber ehrlich gesagt, ginge mir selbst das am Arsch verlängerten Rückgrad vorbei.


    Aber trösten wir uns mit Fußball-Weisheiten wie "Der Ball ist rund und dauert 90 Minuten" oder "Wichtig ist, was hinten rauskommt". :D


    In diesem Sinne viele Grüße und einen
    Happy (Sun)Day

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    Original geschrieben von D-Love
    Das Klopapierblatt befragt ein paar unbekannte, profilierungsgeile Bundestags-Hinterbänkler nach ihrer Meinung zum Italien-Spiel, panscht aus dem Stammtischgelaber einen in die aktuelle Stimmung passenden Dünnschiss-Bericht und Leute diskutieren ernsthaft über so einen Bullshit.


    Also in einem Satz: BILD liefert mal wieder eine ihrer typischen geistigen Wichsvorlagen, an der sich ganz Fußball-Deutschland jetzt aufgeilen kann bzw. soll.


    Aber die Deutschen sind natürlich eine Nation von Bundestrainern, das ist in diesem Thread und der ewigen Diskussion über die Person des Bundetrainers und Fragen der Mannschaftsaufstellung wieder deutlich zu Tage getreten. Deswegen ja auch die helle Aufregung, bloß weil ein paar italienische Fußball-Millionäre ein paar deutschen Fußball-Dilettanten mal wieder trefflich demonstriert haben, daß am Ende des Spiel diejenige Mannschaft gewonnen hat, die das Runde öfter ins Eckige (des Gegners) befördert hat.


    Jetzt mal ganz ehrlich: Wen kümmert's denn eigentlich, ob Deutschlands Nationalkickerstümper schon nach der Vorrunde rausfliegen oder erst im Viertelfinale vorgeführt werden? Sportlich wird die WM für Deutschland ein Desaster werden (der Kollege Bob_Harris hatte neulich so ein treffendes Zitat von Harald Schmidt in seiner Sig von wg. die dt. Mannschaft bei der WM = Der Untergang, Teil 2), wirtschaftlich hoffentlich nicht, und letzteres wäre mir auch erheblich wichtiger.


    In diesem Sinn wünsche ich euch allen noch eine gute Nacht, und denkt daran: es reicht doch wohl, daß "wir Papst sind". Jetzt auch noch Fußball-Weltmeister, nein, das wäre einfach zuviel des Guten.
    Viele Grüße und einen
    Happy Day

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    Original geschrieben von nutzer1111
    welches problem würde es denn ergeben mit kde und gnome?


    Probleme im technischen Sinn (Abstürze) sind dabei nicht zu erwarten. Aber die Geschwindigkeit läßt doch - zumindest für meinen Geschmack - keine rechte Freude aufkommen.


    Auf meinem Zweitrechner (Pentium 4 mit 1,8 MHz, ATI Radeon-Karte, 768 MB RAM, EIDE FP mit 80 GB) habe ich Linux 10 laufen, das geht zügig. Vor der RAM-Erweiterung hatte die Kiste aber auch nur 256 MB, da liefen KDE und OOo 1.1 zwar, aber es war halt sehr langsam, vergleichbar damit, als ob auf einem solchen Computer Windows XP installiert und alle grafischen Spielereien eingeschaltet wurden. Da rattert die Festplatte eigentlich ununterbrochen. Nachdem ich für ein paar Euro ein RAM-Modul mit 512 MB zusätzlich installiert habe, läuft der Rechner spürbar zügiger, und alles geht erheblich flüssiger.


    Viele Grüße und einen
    Happy Day

    Re: Reichen 256 mb ram für Suse 10.0?


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    Original geschrieben von nutzer1111
    ich habe einen Laptop, für Office, Internet ausgelegt.
    Überlege nun, ob ich Suse 10.0 draufspiele.
    Ich habe bisher im Netz widersprüchliche Infos zum Thema Speicheranforderungen gefunden.
    Wird es mit 256 bzw. 224 Mb Ram laufen?


    Laufen wird's schon, aber Spaß macht das nicht.


    512 MB sind deutlich besser. Und so wahnwitzig teuer ist Arbeitsspeicher doch nun wirklich nicht mehr.
    Verfügt Dein Laptop über einen Steckplatz für ein zweites Speichermodul?


    Viele Grüße und einen
    Happy Day


    Kann Dir nur beipflichten: Den Engländern macht das nämlich knapp die Hälfte, wenn sie die Deutschen gelegentlich mal wieder an Hitler & Co. erinnern. Von daher sind solche Broschüren wirklich nur etwas für den A...ltpapier-Container :)


    Ich habe selbst zwei Jahre in England gelebt und gearbeitet - bevor die Nachfragen kommen: in Sheffield, und das ist mittlerweile 15 Jahre her - und habe dort mit Land und Leuten keine schlechten Erfahrungen gemacht - selbst das Essen war gut, wenn man wußte, wo man Essen zu gehen bzw. Einkaufen zu gehen hatte. Natürlich gibt's auch dort Leute, die man lieber gehen als kommen sieht, aber die gibt's auch hierzulande.


    Daß die Engländer sehr gerne andere Leute durch den Kakao ziehen - und bei den Deutschen klappt das nun mal am sichersten, wenn man Hitler und den Zweiten Weltkrieg erwähnt - sollte doch bekannt sein. Die Engländer haben allerdings auch die Eigenart, nicht nur über andere, sondern auch über sich selbst herzhafte und (zumindest für unsere empfindlichen Nazi-Zeit-geschädigten Seelchen) auch leicht bösartige Späße machen zu können. In diesem Licht betrachtet, zeigt eine Broschüre wie "Don't mention the war" eigentlich nur, daß die Deutschen den britischen Humor immer noch nicht verstanden haben. ;)


    Viele Grüße, einen
    Happy Day


    und nicht vergessen: Am Aschermittwoch ist alles vorbei :)

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    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    agro.de: Kann es sein, dass dein "Projekt" darauf beruht, dass einfach ganz viele arbeiten, Du hinterher aber die konkret fettkrasse Kohle abziehst?


    Nö, denn "die konkret fettkrasse Kohle" kann ja gar nicht erst entstehen. Dazu müßte nämlich ganz konkret definiert werden, welches Projekt (-> Projektziel) durchgeführt werden soll, und welches mögliche finanzielle Potential darin steckt.


    Laubi hatte die Definiton "was ist ein Projekt" aus Wikipedia schon richtig zitiert:

    Zitat


    Ein Projekt ist nach DIN 69901 ein Vorhaben, bei dem innerhalb einer definierten Zeitspanne ein definiertes Ziel erreicht werden soll, und das sich dadurch auszeichnet, dass es im Wesentlichen ein einmaliges Vorhaben ist.


    Nur scheint es, daß der Kollege "agro.de" dies nicht richtig verstanden hat. Ich unterstelle dabei nicht einmal böse Absicht, sondern eher eine völlige Unerfahrenheit in Sachen Projektmanagement. Hier werden Schlagworte wie "Projekt" und "Projektmanagement" gebraucht, ohne daß zuvor überlegt wird, was sich eigentlich dahinter verbirgt, und welches Instrumentarium da gehandhabt werden soll. Bisher weiß der Projektinitiator ja nicht einmal, welches Ziel er erreichen will. Wie kannst er dann von anderen Projektbeteiligten erwarten, daß sie sich seiner Projektleitung anvertrauen, frei nach dem Motto "Folgt mir, ich weiß auch nicht, wo's langgeht"?


    Jedenfalls legen die Äußerungen von "agro.de" nahe, daß er sich bislang wenig konkrete Gedanken gemacht hat, was er überhaupt will. Eines weiß ich jedenfalls ganz sicher: Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch den Weg dorthin nicht bestimmen.


    In diesem Thread fehlt eigentlich alles, was ein Projekt ausmacht: Das definierte Ziel, die definierte Zeitspanne und die Einmaligkeit. Statt dessen herrscht auf allen Ebenen Beliebigkeit. Daher kann man mit so etwas auch kein Geld verdienen, selbst wenn tausende von anderen Leuten sich im Dienst "der Sache" (welcher denn eigentlich?) den A... aufreissen. Bei solchen "Projekten" werden eigentlich nur viel Zeit, Geld und guter Wille bei allen Beteiligten kaputtgemacht; ein zielgerichtetes Endergebnis kann nicht zustandekommen, weil ein zielgerichtetes Handeln nie zustandegekommen ist.


    Daher der Tip an den Kollegen "agro.de": erst mal darüber nachdenken, was Du überhaupt willst (Zieldefinition), dieses Ziel dann in durchführbare Zwischenschritte herunterbrechen, bei diesen dann abklären, welcher finanzielle, personelle und zeitliche Aufwand zur Umsetzung erforderlich ist und dabei immer im Auge behalten, daß sich alle Teilschritte immer noch in einen logischen Projektablauf einfügen müssen. Sich über mögliche Probleme und Alternativen Gedanken machen und diese ebenfalls in den Projektplan einbauen, wobei wiederum der Gesamtplan beachtet werden muß. Denn das Erreichen eines Teilziels ist nichts wert, wenn es nicht als Basis für den Beginn des nächsten Teilschrittes dienen kann.


    Für alle Projekte gilt: Alles Wissen, und zwar gerade das über konkrete Details, gehört an den Anfang des Projekts. Denn dort werden alle grundlegenden Entscheidungen über den Erfolg des Projektes getroffen. Jede Entscheidung, die ich nicht am Anfang eines Projektes bewußt für etwas treffe, trifft sich automatisch, nur leider gegen mich und mein Ziel. Fehlentscheidungen oder Versäumnisse in der Mitte oder gegen Ende des Projektverlaufs zu korrigieren oder nachzuholen, kostet soviel Geld oder Energie, daß es an der Stelle oftmals rationeller wäre, die ganze Sache in die Tonne zu hauen.


    Ich fürchte allerdings, daß Du dieser Aufgabe z. Z. nicht gewachsen bist. Denn selbst wenn Du diese Worte verstehst, bist Du wohl kaum in der Lage, das Instrumentarium der Projektlenkung und -koordination so sicher zu handhaben, wie es erforderlich wäre. Dazu fehlt Dir, so scheint mir, jegliche Erfahrung und eingehendere Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen des Projektmanagements im Allgemeinen und den daraus zu ziehenden Schlüssen für Dein immer noch nicht konkretes Ziel.


    Ein Projekt bedeutet aber genau das Gegenteil von dem, was Du hier betreibst: die konkreten Teilschritte festzulegen, die zu einem konkreten, vorher bereits definierten Ziel führen. Alles andere ist nur Laberei und führt zu gar nichts. Kesse Sprüche von Deiner Seite wie "die anderen arbeiten und ich sonne mich auf Malle" wirken da höchstens deplaziert, selbst wenn sie, wie ich zu Deiner Ehrenrettung mal vermute, ironisch gemeint sind. Denn sie zeigen die mangelnde geistige Auseinandersetzung mit dem Thema. (Sorry, ich weiß, das klingt hart. Aber "Projektmanagement" ist nunmal nichts für Leute, die außer kessen Sprüchen nichts drauf haben.)


    Und damit bin ich hier wirklich und absolut endgültig raus. Aus dem Nähkästchen des Projektmanagements plaudere ich nämlich nur, wenn es sich wirklich lohnt. Und genau das scheint mir hier nicht der Fall zu sein, also von mir aus: Schloß drauf und Schluß.


    In diesem Sinne sage ich mal Helau, Alaaf und sauft noch schön. ;)


    Viele Grüße und einen
    Happy (Rosenmon)Day

    Zitat

    Original geschrieben von agro.de
    @ Laubi


    Das Ziel ist folgendes: Eine bisher nicht definierte Gruppe von Menschen soll innerhalb eines Projektes eine Tätigkeit finden, die Sie sie gemeinsam erstellt, betreut, pflegt, etc.
    Während des Projekts sollen von den Mitgliedern weitere Ziele festgelegt werden.


    Und genau da liegt auch das Mißverständnis. Denn was Du dort als "Ziel" angibst, ist kein Ziel, sondern lediglich eine Vorgehensweise, also Methodik. Und selbst die ist noch reichlich schwammig definiert. Außerdem ist es vollkommen unsinnig, erst die Methodik zu definieren, wenn man noch kein Ziel hat. Denn ich kann nicht erst festlegen, welche Arbeitsmethoden (hier: Gruppen- oder Teamarbeit) zu verwenden sind, wenn ich noch nicht einmal weiß, ob diese überhaupt zum Projektziel passen. Wenn ich meinem Chef so etwas als "Projekt" vorschlagen würde, hätte ich als Projektmanager im Bereich Verwaltungsbau noch vor der ersten "Meilenstein"-Definition eines solchen "Projekts" meine fristlose Kündigung auf dem Tisch liegen, und zwar wg. Inkompetenz, und das auch noch völlig zurecht. ;)


    Der Sinn eines Projektes besteht darin, ein vorab definiertes Ziel zu erreichen, wobei man je nach Komplexität des Vorhabens von der Makro- oder Grobplanung zur Mikro- oder Feinplanung übergeht, und dabei in entsprechend definierten logischen Zwischenschritten ("Meilensteinen") vorgeht. Da zieht man potentielle Schwierigkeiten bei der Umsetzung vorab in Erwägung, entwickelt und evaluiert mögliche Lösungsansätze zur Erreichung der Teilschritte, aber immer mit Blick aufs Gesamtziel, und dies alles, um zu einem bereits bei Projektbeginn feststehenden Endergebnis zu gelangen. Projektplanung dient dazu, dieses Endergebnis im Hinblick auf den Einsatz finanzieller, personeller und zeitlicher Resourcen möglichst rationell zu gestalten. Konkret heißt das, daß man bei der Projektplanung in die Tiefe arbeiten muß und dabei gleichzeitig auf der Zeitachse vom Anfang zum Ende.


    Das von Dir angegebene "Wir arbeiten mal an irgendetwas zusammen, von dem wir noch gar nicht wissen, was das denn nun sein soll, aber irgendwie werden wir schon irgendetwas finden, auf das wir uns alle hoffentlich mal irgendwann einigen können", ist doch kein Projektziel, das sich in einem Projektplan darstellen ließe. Das ist mehr wie eine Gleichung mit drei Unbekannten, wobei es keinerlei Vorgaben zur Größe wenigstens einer der Variablen gibt. Also vollkommen beliebig und daher als Projekt untauglich.


    Ich gebe Dir aus meiner Berufspraxis (Projektmanagement im Verwaltungsbau) mal ein Beispiel:
    Wenn ich den Auftrag bekomme, "ein Verwaltungsgebäude zu entwickeln", dann ist das für mich noch längst kein Projekt. Ein Projekt wird das erst, wenn festgelegt ist, wieviele Arbeitsplätze in dem Gebäude untergebracht werden sollen, welcher Natur diese Arbeitsplätze nun präzise sind (Flächenbedarf, Anordung, Raumtypen), welche Nebennutzflächen (Bürotechnik, Schulung, Besprechung, Sozialräume etc.) vorhanden sein müssen, wie die Betriebsstruktur aussieht usw. Und es muß - wenigstens grob - feststehen, wann die Hütte betriebsfertig zu sein hat. Ansonsten entsteht nämlich kein Projekt, sondern ein Malwettbewerb vom Typ "Wir zeichnen für den Papierkorb" - nämlich Dutzende von Grundrissen und Vorschlägen, die allesamt nicht passen, weil niemand ein konkretes Ziel definiert hat. Solche Ungereimtheiten ziehen dann die Projektdauer in die Länge und vervielfachen auch noch die Kosten. Und wenn solch ein "Projektmanagement by Stümperei, Zufall und Chaos" vom Steuerzahler getragen werden muß, krieg' ich immer einen dicken Hals. :(



    Wie gesagt, ohne konkrete Zieldefinition gibt es kein Projekt, und daher ist es auch müßig, sich weiter über Arbeitsmethoden im Projektablauf zu unterhalten.


    Laubi: Ich bin auch raus, lass uns wieder zu den Armbanduhren zurückkehren. ;)


    Viele Grüße und einen
    Happy Day