Egal wie man den Sachverhalt nun emotional bewertet, aber die Faktenlage ist nun einmal eindeutig:
1. Ein volljähriger Mensch schließt einen Mobilfunkvertrag ab und überlässt dann die SIM-Karte einem minderjährigen Familienmitglied, und zwar offenbar OHNE dieses minderjährige Familienmitglied über das Risiko astronomischer Kosten, über welche man sich VOR Reiseantritt informieren kann, aufzuklären.
2. Das minderjährige Familienmitglied verursacht im Nicht-EU-Ausland eine gigantische Mobilfunkrechnung, hauptsächlich verursacht durch Datenroaming, so dass seitens des Netzbetreibers nunmehr eine vollkommen berechtigte Forderung gegenüber dem volljährigen Vertragspartner entsteht.
3. Aus diesen beiden Punkten wird wohl deutlich, dass es völlig sinnlos ist, mit o2 zu streiten oder ihnen Vorwürfe zu machen, sie der "Abzocke" zu beschuldigen usw.
Da sollte man "kleine Brötchen backen" und eine Kulanzlösung anstreben. Jeder Euro, den o2 nachlässt, ist im Grund ein Zeichen von Kundenfreundlichkeit. Der Rest ist Lehrgeld für eigenes Fehlverhalten, und ganz sicher nicht für eine angebliche "Abzocke" durch den Netzbetreiber.
Vor allem würde ich mich während des "laufenden Verfahrens" hüten, entsprechende Äußerungen in einem Forum zu tätigen, und in dem Mitarbeiter des Netzbetreibers sicherlich mitlesen und die Höhe des "Entgegenkommens" vielleicht auch davon abhängig machen, wie sich der Kunde nun in seinem Verhalten bzw. seinen Äußerungen über den Netzbetreiber gibt.