Beiträge von HappyDay989

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    Original geschrieben von mostwanted
    Radikal? Menschenverachtend? Ja, ich bin der Meinung das man sich durch gewisse Taten das Recht auf Menschenwürde selbst entzogen hat, [...]
    [...]
    Dein Problem ist, Du glaubst deine Meinung wäre besser :p


    Was ist im Grundgesetz oder in der UN-Menschenrechtscharta so schwer zu verstehen an der Bedeutung des Wortes "unantastbar" bzw. "unveräußerlich" in Verbindung mit dem Begriff der Menschenwürde? :confused:


    Es gibt keine Ausnahmen von der Menschenwürde! Sie ist unantastbar, unveräußerlich und ewig, d. h., sie darf zu keinem Zeitpunkt einem Menschen genommen werden und man kann als Mensch auch zu keinem Zeitpunkt auf sie verzichten. Das gilt nicht nur für ObL, sondern sogar für Massenmörder im Rang von Staatsoberhäuptern, Generälen usw.


    Ach ja, und noch etwas: Menschenwürde ist keine "bessere Meinung", sondern ein Grundrecht.


    Es ist traurig, dass man Dir solche Grundsätze des Rechtsstaats tatsächlich noch erklären muss. :rolleyes:



    EDIT: Formulierungen "entpersonalisiert."

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    Original geschrieben von mostwanted
    Eigentlich interessiert mich das Schicksal von Osama Bin Laden herzlich wenig, deshalb werde ich dem Typ auch keine Zeilen mehr widmen, muss ja nicht alles ausdiskutiert werden.


    Na, dafür, dass Dich ObL angeblich nicht interessiert, hast Du Dich hier aber wirklich mit recht radikalen und m. E. auch menschenverachtenden Ansichten in Deinen drei oder vier Beträgen in kürzester Zeit eingebracht. :rolleyes:



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    Original geschrieben von klaushei
    Naja was den ? Jemand der Unschuldige Leute ermordet habe ich kein Mitleid


    Zwischen "Mitleid mit einem Terroristen haben" und sich "über den Tod eines Menschen freuen" besteht aber doch ein großer Unterschied. Mitleid empfinde ich mit ObL auch nicht, aber ebenso wenig freue ich mich über seinen Tod. Es ist eher die Erkenntnis, dass es eigentlich keine Rolle spielt, ob es ein paar Jahre früher oder später passiert, aber letztlich erwischt es jeden Terroristen irgendwann einmal. Entweder werden sie getötet (wie ObL) oder sie landen im Gefängnis (wie Carlos der Schakal).


    [small]US-Präsidenten, die unter dem Deckmantel des "Kriegs gegen den Terrorismus" völkerrechtswidrig unter Einsatz der größten Militärmacht der Welt über andere Länder herfallen, sind übrigens keine Terroristen, sondern machen sich um die Freiheit verdient. Daher bekommen sie nach ihrer Pensionierung Orden und Ehrenzeichen angeheftet. Merke: Wer im großen Stil die Welt terrorisieren will, sollte sich erst einmal zum US-Präsidenten wählen lassen. - SCNR! :D[/small]

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    Original geschrieben von David328
    Kann mir mal bitte jemand erklären weshalb die Leiche bereits im Meer beigesetzt worden ist??? Quelle Bild


    Vielleicht bist Du einfach mal so gütig und liest die letzten zwei Seiten, da steht alles ausführlich erklärt. Oder sollen wir jemanden bei Dir vorbeischicken, der es Dir vorliest? :mad:

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    Original geschrieben von mostwanted
    Wer Massenmördern "Menschliche Würde" zugesteht, ist selbst schuld.


    Und wer das nicht tut, hat selbst aufgehört, wie ein Mensch zu fühlen.


    ObL mag ein Terrorist gewesen sein, aber er war allerhöchstens ein "mutmaßlicher Massenmörder", denn er wurde von keinem ordentlichen Gericht jemals wegen Mordes angeklagt und verurteilt.


    Und selbst dann hätte er seinen Anspruch auf menschliche Würde nicht verloren.


    Ich empfehle Dir gelegentlich mal einen Blick ins Grundgesetz.
    Da heißt es in Art. 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
    Ähnliches findet sich übrigens auch in der "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von 1948, auch als UN-Menschrechtscharta bekannt.


    Ob Du es glaubst oder nicht: das gilt sogar für einen Terroristen wie ObL.


    An dem Tag, an dem ein freiheitlicher Rechtsstaat mit solch elementaren Grundsätzen bricht, haben die Terroristen ihr Ziel tatsächlich erreicht: sie haben gezeigt, dass "wir" moralisch nicht um einen Deut besser sind als die Terroristen, gegen die wir uns wehren, sondern stellen uns moralisch mit solchen Leuten auf eine Stufe. :flop:




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    Original geschrieben von Betamax
    Nochmals, auch wenn du es nicht verstehen willst: KEINER hat Interesse an den persönlichen Daten von 82 Millionen einfachen Bundesbürgern, außer eventuell die Werbeindustrie.


    Das ist doch wunderbar. Dann braucht der Staat ja auch keine Berechtigung, jederzeit ohne mein Wissen und ohne vorherige richterliche Genehmigung in meinem Privatbereich (und dazu gehören eben auch mein Rechner und meine Kommunikationsdaten) herumschnüffeln zu dürfen. ;)



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    Original geschrieben von Betamax
    Und wenn man nichts zu verbergen hat - also keiner terroristischen Vereinigung angehört, dann ist ein solches Gesetz doch völlig okay?


    Nein, das ist es nicht. Heute sind die gesammelten Daten angeblich noch nicht interessant für die Behörden, doch wer weiß, welche Gelüste solche umfangreichen Datensammlungen später wecken werden, wenn sie erst einmal angelegt wurden?
    Und wenn der Damm einmal gebrochen wurde, dann geht das mit ein paar kleinen Ergänzungen und Modifikationen der staatlichen Erlaubnis zum hemmungslosen Datensammeln ohne richterliche Genehmigung durch den "Großen Bruder" ganz schnell und fast unbemerkt. Daher plädiere ich dafür: wehret den Anfängen! :top:



    @ alle, die glauben, dass man ObL erschoss, weil die Amerikaner ihn gar nicht lebend gefangen nehmen wollten (das würde juristisch wohl eine ungesetzliche Tötung darstellen): Der Einsatz des "Anti-bin-Laden"-Kommandounternehmens dauerte über 40 Minuten und beinhaltete heftige Feuergefechte. Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass ObL absolut kein Interesse daran hatte, in einen orangefarbenen Kaftan gekleidet mit verbundenen Augen in einem Käfig in Guantanamo (oder irgendeinem Höchstsicherheitgefängnis in den USA) in Isolationshaft auf seinen Prozess zu warten. So fanatisch wie dieser Mann war, zog er wahrscheinlich den Tod im Kampf der Gefangennahme durch den verhassten Feind vor.

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    Original geschrieben von mostwanted
    Was haben die USA damit zu tun, welcher Religion der Fanatiker angehörte? Er hat alle Rechte verwirkt, auch die nach seinem Tod.


    Wenn man mit der Achtung der menschlichen Würde nicht viel im Sinn hat, dann mag man diese Ansicht wohl vertreten. Und wenn man außerdem so dumm ist, sich wegen "Leichenschändung" (und genau das wäre ein tage- oder wochenlanges öffentliches Zurschaustellen der Leiche bin Ladens in den Augen aller gläubigen Muslime gewesen!) auch den Zorn der gemäßigten und nicht gewalttätigen Muslime zuzuziehen, dann mag man sogar danach handeln. :rolleyes:


    Wenigstens in dieser Hinsicht haben die USA wohl gelernt, dass das Einhalten gewisser Formalitäten im Umgang mit dem Feind manchmal wichtiger sein kann als der Umstand, ob man jemanden nun tot oder lebendig in seine Gewalt bringt.



    @ Diera: Ich glaube nicht, dass es eine "Hinrichtung" war. Die BBC berichtet, der Einsatz habe über 40 Minuten gedauert und habe heftige Feuergefechte beinhaltet. Vermutlich wollten weder ObL noch sein ebenfalls getöteter Sohn den Amerikanern lebend in die Hände fallen und sich der als Entwürdigung und öffentliche Demütigung empfundenen Gefangenschaft in den USA aussetzen.


    http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-13256676

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Heißt also - mal bewusst überspitzt ausgedrückt - weg auch mit allen Sicherheitskontrollen an Flughäfen etc. pp. denn [...]


    Das ist nun wirklich extrem übertrieben, denn ich schrieb auch ganz klar und deutlich, dass ich durchaus soviel staatliche Gewalt akzeptiere, "wie zum Funktionieren einer freiheitlichen Gesellschaft unerlässlich". Sicherheitskontrollen an den Flughäfen gehören dazu, aber man müsste in dem Zusammenhang ja mal fragen, warum eigentlich niemand Passagiere kontrolliert, die einen Bahnhof betreten wollen.Da könnte man ja auch mal eben leicht und locker ein paar hundert Menschen in die Luft sprengen, z. B. im Hauptbahnhof einer deutschen oder bayrischen Metropole zur Hauptverkehrszeit. ;)



    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Der Grad auf dem sich die Behörden und Regierungen im Hinblick auf "Terrorabwehr" bewegen ist sicherlich sehr schmal und es ist auch sicherlich legitim über den Sinn (oder Unsinn) bestimmter Maßnahmen auch ruhig mal kontrovers zu diskutieren und nicht alles was einem unter dem Deckmantel der Sicherheit präsentiert wird einfach stumm abzunicken.


    So ist es! :top:



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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Wenn jetzt hier aber gleich wieder in pawlowscher Weise der Untergang des Abendlandes und ein "Polizeistaat" heraufbeschworen wird, dann ist dies letztendlich auch nur eine - von der doch eigentlich negierten - Angst geleitete Reflexreaktion.


    Ich beschwöre durchaus keinen Polizeistaat herauf, das erledigt die Union schon ganz von selbst, indem sie ohne jede Not eine weitere Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze vorantreiben will und daher ihren Koalitionspartner entsprechend unter Druck setzt.



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    Original geschrieben von autares
    Nach muslimischen Recht muss eine Leiche so schnell bestattet werden.


    Ich kenne mich mit muslimischen Bestattungsgepflogenheiten nicht so gut aus, weiß nur, dass ein Leichnam entweder am gleichen oder spätestens am darauf folgenden Tag bestattet werden muss. Allerdings: Sind nach muslimischer Tradition Seebestattungen zulässig?


    Die BBC gibt an, ObL sei eine Seebestattung zuteil geworden:
    "A US official quoted by Associated Press news agency said Bin Laden's body had been buried at sea, although this has not been confirmed."
    http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-13256676


    Vermutlich will man auf diese Weise verhindern, dass sich ein Grab zu Lande zu einer Art Wallfahrtsstätte für möglichen al-Qaida-Nachwuchs entwickelt.


    (Obwohl das doch für die CIA sehr vorteilhaft wäre und die Identifizierung möglicher Terroristen sehr erleichtern könnte. :D)

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    Original geschrieben von autares
    Das zeigt dann aber ehrlich gesagt deine Einstellung ggu jeglicher Form von Staatsmacht. Ich für meinen Teil habe mich auf die entsprechenden Mächte und Kräfte verlassen und bin nicht im Anflug von Selbstjustiz nach Afghanistan gereist um meine Verstobenen zu rächen.


    Bitte sorgfältig lesen: ich habe nicht geschrieben, wie ich reagieren werde, sondern nur, dass sich meine Einstellung ändern könnte. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, also lege mit bitte keine Aussagen in den Mund, die ich so nicht getätigt habe.


    Dass ich jemals als "Ein-Mann-Rache-Streitmacht" in Charles-Bronson- oder Rambo-Manier meine persönliche Vendetta gegen irgendwelche Terroristen führen würde, ist einfach dermaßen absurd, dass ich darüber wirklich nur schmunzeln kann. ;)


    Dass ich dagegen jede Art von staatlicher Gewalt erst einmal als "von Übel" betrachte und nur soviel davon akzeptiere, wie zum Funktionieren einer freiheitlichen Gesellschaft unerlässlich, keinesfalls aber mehr, ist nun einmal so. Dazu stehe ich aber auch, mit den entsprechenden Konsequenzen.



    Brainstorm: Wetten, dass es den Hinterbliebenen der Opfer der RAF-Morde völlig egal ist, ob die Mörder nun aus religiösen oder politischen Gründen handelten? Waren die Polizisten und Personenschützer, die bei den Anschlägen und den Fahndungsmaßnahmen umkamen, etwa Top-Manager oder Spitzenpolitiker? Und was war die zur RAF-Häftlingsfreipressung inszenierte Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" anders als ein Anschlag gegen die Allgemeinheit? Sind Anschläge nur furchtbar und kosten sie nur dann Menschenleben, wenn sie von religiösen, vorzugsweise von muslimischen, Fanatikern begangen werden, und alle anderen dürfen nicht gewertet werden, wie Du schreibst? :confused:


    Auch die Rasterfahndung ist unter freiheitlichen Gesichtspunkten nichts Erstrebenswertes. Aber es ist doch etwas anderes, als mit umfassenden Anti-Terror-Gesetzen gleich die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen und sozusagen prophylaktisch schon einmal die Grundrechte aller Bürger einzuschränken und ihre vertraulichen Daten zu sammeln und zu horten (Stichwort: Vorratsdatenspeicherung).

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    Original geschrieben von autares
    Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig, solange du nicht persönlich betroffen bist. Fällt einer deiner Geliebten einem Anschlag zum Opfer, könnte sich deine Einstellung dramatisch ändern - so zumindest meine persönliche Erfahrung...


    Falls Du selbst einen geliebten Menschen bei einem Anschlag oder Gewaltverbrechen verloren hast, so möchte ich auf diese Weise mein Beileid zum Verlust ausdrücken, auch wenn ich weiß, dass Worte in solchen Situationen kein wirklicher Trost sind. :(


    Aber ich muss einräumen, dass sich selbst durch ein derartig traumatisches Erlebnis höchstens meine Einstellung zur Selbstjustiz ändern könnte, nicht aber meine Grundhaltung, dass eine freiheitliche Gesellschaft nun einmal nicht mehr funktionieren kann, wenn die Regierung die Freiheit selbst in Ketten legt. ;)


    Ich habe mich mal irgendwann, schon in relativ jungen Jahren, dazu entschieden, keine "Angst" zu haben, sondern einfach mein Leben zu leben und davon jeden einzelnen Tag, als sei er der letzte. Warum sollte ich Angst vor Terroristen oder Islamisten haben? Ich fürchte mich ja nicht einmal vor Angela Merkel und ihrer Atompolitik. :D Das Leben ist einfach zu kurz und zu schön, um auf dem Altar der eigenen Lebensangst der Regierung die eigenen Bürgerrechte als Opfer und Gegenleistung für ein hohles Schutzversprechen darzubringen.


    Ich empfehle alle denen, die sich vor lauter Terrorismus- und sonstiger Angst die Hosen nass machen, dringend die Lektüre eines echten Klassikers: Dale Carnegie: Sorge dich nicht, lebe! :)

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    Original geschrieben von Betamax
    Nein, man kann wahrlich nicht sagen, dass bisher nichts gemacht wurde. ABER: sobald in D ein Anschlag stattgefunden hat, werden alle plerren, dass ja viel zu wenig gemacht wurde. Wie das halt so ist.


    Das ist eben der Preis dafür, dass man nicht in einem Polizeistaat leben muss. Ich persönlich bin sehr gerne bereit, diesen Preis dafür zu zahlen, dass ich eventuell Opfer eines Terroranschlags werden könnte, wenn ich dafür ein Leben in Freiheit und ohne staatliche Überwachung leben kann.



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    Original geschrieben von Betamax
    Und in diesem Rahmen finde ich, dass bspw. eine Onlinedurchsuchung unbedingt erlaubt sein muss. Der normale Bürger hat dadurch doch absolut keinen Nachteil, aber bei der Fahndung hilft es ja anscheinend ganz ordentlich, denn auch die kürzlich festgenommenen Terrorverdächtigen wurden u.A. mit Hilfe der Onlinedurchsuchung gefasst.


    Lass mich raten: Dein Vater heißt entweder Otto Schily, Wolfgang Schäuble oder Hans-Peter Friedrich. Den beiden erstgenannten Herren ist bekanntlich ihre feindselige Haltung gegenüber den verfassungsmäßig garantierten Grundrechten und bürgerlichen Freiheiten gemeinsam, und auch Hans-Peter Friedrich scheint, im Gegensatz zu Vorgänger Thomas de Maizière, ein entschiedener "Law-and-order"-Mann zu sein.
    Es hindert Dich aber niemand, auf freiwilliger Basis der Polizei und auch allen anderen Organen des "Großen Bruders" ständigen Einblick in Deine persönlichen Daten zu gewähren. Am besten deponierst Du einen Wohnungsschlüssel bei der Polizei, zusammen mit einer unterschriebenen Erklärung, dass den Staatsorganen jederzeit unangemeldeten Zutritt in Deine Wohnung und uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche persönlichen Daten erlaubt. Denn Du hast offenbar nichts zu verbergen, also kann es Dir doch egal sein, wer in Deinen persönlichen Daten herumschnüffelt, nicht wahr? :rolleyes:



    @ 1160: Du hast außerdem die Zeit der Terroranschläge von Baader-Meinhof, RAF usw. vergessen, das war in den 1970ern. Damals agierte der Staat aber mit Augenmaß und höhlte - im Gegensatz zu heute - nicht die Grundrechte der Bürger aus.