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Original geschrieben von Fitzgerald
Da aber der technologische Fortschritt stark voran schreitet, wird leider vergessen, dass es bei gleichbleibender bzw. wachsender Funktionsvielfalt nicht viel einfacher gehen kann. Wenn man viel nutzen will, muss man auch viel wissen - grob gesagt. Das Problem liegt/steht/sitzt da - wie so oft - vor dem Dislpay.
Genial auf den Punkt gebracht! :top:
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Original geschrieben von Charly82
In Sachen Verarbeitungsqualität und Technik (ein Siemens S35 war den Nokias damals technisch weit überlegen in der Preisklasse) haben damals andere den Ton angegeben und trotzdem verkaufte Nokia die meisten Handys.
Gröhl! Hast Du jemals so eine S35-Plastikflunder in der Hand gehabt? Vermutlich nicht, sonst hättest Du nichts von einer angeblichen Überlegenheit des S35 geschrieben. Ich war froh, dass ich nach etwa acht Monaten Quälerei mit diesem üblen Teil einen Dummen fand, der mir diesen Technikkrüppel abnahm. Ungefähr zwei der acht Monate war das Teil nur beim Service wegen irgendwelcher nicht funktionierenden Sachen. Kein Wunder, dass Siemens mit seinen Mobiltelefonen auf die Schnauze gefallen ist.
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Original geschrieben von Charly82
Nach der Jahrtausendwende wurden die Handys immer komplexer und Nokia schickte eine Reihe von High End Geräten ins Rennen. Bereits damals versiebte Nokia den positiven Gesamteindruck durch schlechte Handhabung (z.B. rundes Tastenfeld des Nokia 3650 oder zu kleine Tasten beim 7650).
Genau! Vor allem so besch...eidene Geräte wie das 6310i und das 6230(i), die beide zu den meistverkauften Telefonen ihrer Zeit gehörten und die fast jedermann benutzte, waren total schlecht zu bedienen, die Technik war mies usw., ja nee, is' klar... 
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Original geschrieben von Charly82
An seine ursprünglichen Erfolgsfaktoren hat sich Nokia dabei nicht zurückbesinnt – nämlich die einfache Bedienung. Selbst ein 2007 vorgestelltes iPhone (Classic oder 2G) lässt sich heute im Jahr 2011 besser bedienen als alle neuen Nokia Geräte!
1. Ich tausche ein "besinnt" gegen ein "besonnen". 
2. Logisch lässt sich das iPhone super bedienen. Wenn man fast alle individuellen Einstellungs- und Konfigurationsmöglichkeiten weglässt, dann lassen sich die kümmerlichen Überreste von dem, was noch machbar ist, ganz einfach bedienen. 
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Original geschrieben von Charly82
Nokia wirbt plakativ mit günstigen Touchscreen Phones. Meiner Meinung nach, sind diese Geräte die Betrug am Kunden. Die meisten Käufer haben das „ Nutzererlebnis“ eines iPhones oder eines modernen Android Handys im Kopf und werden bei den billigen resistiven Touchscreens von Nokia bitter enttäuscht. Resistive Touchscreens sind nämlich ohne Stift, auf einem 3,5 Zoll Display unbrauchbar.
Sorry, aber das ist ja nun wirklich ausgemachter Schwachsinn. Ich verwende selbst eines dieser "billigen" Smartphones mit resistivem Display (C6-00), aber einen Stift (Stylus) habe ich für die Bedienung noch nie benötigt. Das Display reagiert sehr wohl auf jeden Druck mit den Fingerspitzen. Wenn das bei Dir nicht klappt, dann verweise ich auf den ausgezeichneten Beitrag des Kollegen Fitzgerald: das Problem sitzt offenbar VOR dem Display!
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Original geschrieben von Charly82
Das Nutzererlebnis ist bei diesen Geräten miserabel. Dazu kommt noch das nutzerunfreundliche Betriebssystem.
Unsinn wird nicht dadurch wahr, dass man ihn ständig wiederholt. Was ist an Symbian denn bitte schön "unfreundlicher" als bei Android? Ich habe eher den Eindruck, dass heutige User des strukturierten Denkens derartig entwöhnt sind, dass sie mit einem Betriebssystem nicht klarkommen, das ein Minimum an strukturiertem Denken erfordert, dafür aber schier unendliche Konfigurationsmöglichkeiten bietet.
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Original geschrieben von Charly82
Auch die verwendeten Materialien wirken bei anderen Herstellern wie aus einem Guss. Ein iPhone 4 besteht an seiner Oberfläche quasi nur aus drei Teilen (Glasfront, Glasrückseite und Rahmen). Bei Nokia zieren immer noch Spalten und Plastikteile das komplette Gerät.
Ein wirklich superseriöser Vergleich! :mad: Man vergleiche ein iPhone für 800 € mit einem preiswerten Plastikteil wie dem C6 und gelange dann zu dem Schluss, dass Nokia als Firma schlechter ist, weil das iPhone die besseren Materialien bietet. Echt super, so etwas... :flop:
Zum Ausgleich dafür darfst Du ja gerne beim iPhone mal den Akkus selbst tauschen oder versuchen, eine Speicherkarte einzulegen. Dass beides bei einem derartig sündhaft teuren Gerät nicht möglich ist, ist eigentlich eine bodenlose Frechheit und wiegt erheblich schwerer als ein kleiner Spalt zwischen Gehäuse und Akkudeckel. 
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Original geschrieben von Charly82
Nokia kann sich nur Retten, wenn sie bei der Materialqualität und bei der Bedienbarkeit endlich nachbessern. Auch bei den billigeren Geräten (mit denen Nokia derzeit am meisten Verdient).
Genau mit denen verdient Nokia nämlich am allerwenigsten, und das ist betriebswirtschaftlich auch ganz logisch: es handelt sich um Geräte, die praktisch jeder Hersteller bauen kann, die einen geringen Verkaufspreis haben und das in einem Marktbereich, in dem ein brutaler Verdrängungswettbewerb herrscht. Da sind die Margen logischerweise nur minimal; nennenswerte Erträge werden, falls überhaupt, nur über gigantische Stückzahlen erzielt. Das kannst Du übrigens in jedem Wirtschaftskundebuch nachlesen, selbst in einem für Anfänger.
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Original geschrieben von Charly82
Ich begrüße den Schritt zur Umstellung auf Win Phone 7, auch wenn dieser Schritt wieder mal verdeutlicht, dass Software aus Europa nicht konkurrenzfähig ist (außer SAP).
Unsinn, Symbian ist ein hervorragendes System, bloß der Umstand ist nicht abzustreiten, dass Nokia in der Entwicklung und Vermarktung einige strategische Fehler gemacht hat.
Ich persönlich will kein Windows auf meinem Telefon, die ständigen Reboots kenne ich noch von Windows Mobile 4, 5 und 6, so einen Mist brauche ich nicht, bloß weil sich die Versionsnummer erhöht hat. Auch Mist 7.0 ist und bleibt Mist. 
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Original geschrieben von Charly82
Wenn Nokia jetzt noch an der Materialqualität schraubt, kann es noch mal gut gehen. Aber auch die Billigsparte müsste komplett überarbeitet werden um zum Erfolg zurückzukehren.
Wenn die Materialqualität erhöht wird, dann müssen auch die Preise klettern. Umsonst ist der Tod, und der kostet noch das Leben. Die hinsichtlich Material und Verarbeitung wirklich hochwertigen Smartphones liegen alle deutlich über 500 € (UVP), egal ob von HTC, Samsung oder Apple. Wenn jemand bereit ist, z. B. für ein Nokia N8 in einem Gehäuse aus Metall und echtem Glas deutlich über 500 Schleifen auf den Tisch zu legen, dann wird wohl auch eine bessere Materialqualität möglich sein.
Was eine Überarbeitung der Billigsparte angeht, so würde sich hier anbieten, die schier unendliche Zahl der Modelle drastisch zu reduzieren, um die Entwicklungs- und Produktionskosten zu senken, die sich aus einer derartig übertriebenen Diversifizierung ergeben.