Beiträge von HappyDay989

    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    was kostet denn der atomausstieg in deutschland?
    ich denke, wenn jeder im monat auf 10€ verzichtet, dürfte das doch auf jahre gesehen finanzierbar sein oder?


    imho wäre JETZT eine steuererhöhung bei den bürgern durchführbar, wenn dafür in deutschland auf atomkraft verzichtet wird. warum wird das nicht gemacht? ist unsere regierung so schwach und kann sich nicht gegen die lobbyisten durchsetzen?


    Die Frage ist doch nicht, ob man bei entsprechendem politischen Willen nicht sämtliche KKW abschalten könnte. Selbstverständlich könnte man das, wenn man bereit ist, den Betreibern die entsprechenden Nutzungsausfälle zu vergüten. Mit monatlich ca. 10 € pro Kopf der Bevölkerung dürfte das sogar bezahlbar sein.


    Die Frage ist vielmehr, wie man denn gedenkt, die Grundlast abzudecken, die durch ein konsequentes Abschalten sämtlicher KKW wegfiele? Grundlast kann man nicht durch Energieträger abdecken, deren konstante Einspeiseleistung nicht garantiert werden kann, also fallen Wind- und Sonnenkraft schon mal weg, da viel zu unzuverlässig. Blieben also nur konventionelle Kraftwerke, und völlig egal, mit welcher Energieeffizienz diese Kraftwerke arbeiten, es wird damit eine erhebliche Erhöhung des CO2-Ausstoßes einhergehen.


    Nun könnte man einwenden, dass im Ausland genügend Strom generiert wird, der über UCTE (= das europäische Verbundsystem Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity) auch zu uns gelangen könnte. Doch das wäre nicht mehr als eine Verlagerung des Problems nach dem Sankt-Florian-Prinzip "Verschon mein Haus, zünd andre an." Denn in anderen Ländern wird noch erheblich mehr Strom mit Hilfe von Kernkraft produziert, z. B. generiert das Staatsunternehmen EDF fast 75 % seiner Elektrizität mittels 58 KKW in Frankreich.


    Das grundsätzliche Problem ist einfach umrissen: Jeder will Strom in ausreichender Menge, aber keiner will die Nachteile. Und praktisch niemand ist bereit, seinen Energiebedarf so zu reduzieren, dass man mit dem bisschen auskommt, was erneuerbare Energien hergeben. Eine klassische Zwickmühle, aber keine einfache Lösung!


    PS: Die 139. Wiederholung, dass es bei KKW keine 100%ige Sicherheit gibt und aus dieser Perspektive die Entscheidung für die Nutzung von Kernenergie immer ein Risiko darstellt, spare ich mir an dieser Stelle einfach mal. ;)

    @ Jochen: Bis auf WOB stimme ich Dir zu. S und HB gehören definitiv in die BL, St.P. würde ich nicht vermissen, ebenso wenig wie MG. Auf den Relegationsplatz dann KL oder WOB, dann hätten die es selbst in der Hand, sich an den eigenen Haaren aus dem Schlamassel zu ziehen.

    Meine Güte, was für ein Spieltag: Ganz böse 6:0-Klatsche für den HSV, der von den Bayern regelrecht demontiert und vorgeführt wurde. Diese Vororttruppe aus Gelsenkirchen gewinnt auch noch 2:1 gegen Frankfurt, und Dortmund lässt in Hoffenheim die Punkte liegen. :rolleyes:


    Wenigstens hat Nürnberg die Wolfsburger die Treppe zum Tabellenkeller runtergeschubst. :D

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ich bestreite ja nicht, dass Feuer ausgebrochen sind - die zum Großteil inzwischen gelöscht worden sind - , aber das "Städte in Flammen stehen", finde ich doch etwas übertrieben...


    Soll ich jetzt für Dich das Googeln nach Bildern und Videos weiterer Großbrände übernehmen oder schaffst Du das wohl auch alleine? :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von hottek
    In Tschernobyl konnte man das ganze nicht mehr stoppen weil die Steuerstäbe schon so verzogen waren dass diese sich nicht mehr bewegt haben.


    Da waren es nicht die Steuerstäbe, sondern die Öffnungen (Kanäle), in die die Steuerstäbe eingeführt werden sollten, die sich durch die Hitze des Kerns bereits so verzogen hatten, dass die Steuerstäbe sich nicht mehr einführen ließen und z. T. einfach abbrachen, bevor sie mehr als ein oder zwei Meter (von ca. 7 m) weit in den Reaktorkern vorgedrungen waren.


    Das ist in Fukushima nicht der Fall, die Reaktoren waren bei der ersten Erdbebenmeldung bereits geordnet heruntergefahren worden.



    Im übrigen finde ich es auch sehr einseitig, wenn wir die Diskussion um das Erdbeben und den Tsunami auf die Vorgänge in Fukushima reduzieren. Weit über 1.000 Menschen sind bislang um Leben gekommen, hunderte oder tausende werden noch vermisst, Städte stehen in Flammen, ganze Ortschaften sind regelrecht von der Landkarte verschwunden, die Infrastruktur schwer beschädigt, und wir diskutieren hier, als ob die einzige Folge des Tsunami der Schaden an einem KKW wäre.

    Die BBC sagt, sei unmöglich, dass eine Kernschmelze oder Explosion des eigentlichen Reaktors stattfinden kann, ohne dass nicht ein dramatischer Anstieg der Radioaktivität binnen kürzester Zeit messbar wäre - was im Fall Fukushima wohl Gott sei Dank nicht der Fall ist.


    Die Explosion des Gebäudes - und das bedeutet NICHT: der Reaktorhülle! - könne durchaus auf eine Explosion von Wasserstoff oder Chemikalien zurückzuführen sein.


    Der Reaktor selbst ist wohl direkt nach dem Beben ordnungsgemäß heruntergefahren worden, und es ist tatsächlich ausgeschlossen, dass er sich selbst wieder in Betrieb genommen hat


    Deshalb muss man nicht von einem GAU sprechen, wenn "nur" die Außenhülle des Gebäudes einstürzt. Erst wenn die innere Reaktorhülle (Containment) selbst beschädigt wird, dann wird's wirklich kritisch.


    http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12720219



    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Wie immer? Wie viele AKW' stehen denn überhaupt an Küsten?


    Wenn man entsprechende Flüsse hat, kann man KKW auch dort errichten. Wichtig ist nur, dass man zumindest bei Druckwasserreaktoren (DWR) für den sekundären Kühlkreislauf Unmengen an Frischwasser benötigt.


    Fukushima verfügt allerdings über sogen. Siedewasserreaktoren (SWR), die nach einem anderen Funktionsprinzip aufgebaut sind (keine Trennung der Kühlkreisläufe, damit auch (sehr wenig) Radioaktivität außerhalb des Containment). Kühlwasser benötigen aber auch diese Reaktoren in reichlicher Menge. Der Vorteil von SWR gegenüber DWR ist ihre schnellere Regelbarkeit und die geringeren Baukosten ggü. DWR. Nachteile sind die schon erwähnte Radioaktivität außerhalb des Containment und die Problematik der Abführung der Nachwärme auch nach dem Herunterfahren, falls das Kühlsystem UND das Notkühlsystem ausfallen sollten - was wohl in Fukushima passiert sein soll.

    Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Man muss sich hier beim Rensing bedanken, der Mann ist einfach Weltklasse, auch. Ich wette mit euch das Rensing sehr bald im Kader der Nationalmannschaft stehen wird, also zumindest als Nr.2 aber auch Neuer ist gewarnt.
    [...]
    Was ich mich beim Rensing frage, wer hat ihn zum Arbeitslosen gemacht?


    Glückwunsch an die Kölner, das war ein Klassespiel gestern Abend. Rensing war der Held des Tages, in der 1. Hälfte hat er seiner Mannschaft den Hintern gerettet. :top:


    Dass die Bayern diesen Mann vor die Tür gesetzt haben, dürfte ihnen heute gehörig Leid tun, aber da können sie sich zuerst bei Klinsmann und danach bei van Gaal bedanken.


    Ich nehme aber an, dass es Rensing ein innerlicher Triumphmarsch ist, in dieser Saison den Bayern-Gewaltigen zu zeigen, was er drauf hat.



    Dann will ich heute mal den Hamburgern in München die Daumen drücken, den Frankfurtern in diesem komischen Gelsenkirchener Vorort ebenfalls und natürlich hoffen, dass sich der BVB heute in Hoffenheim den Budesliga-Auswärtssiege-Rekord holt. :top:

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Und, ähhh...sie so "winning" aus? :rolleyes::D


    http://s3.amazonaws.com/twitpi…FsIur%2BORdgKzz2zfj8hc%3D


    Du meinst so:


    Nein, so sicherlich nicht... :rolleyes: