ZitatOriginal geschrieben von flatty
Die Aussagen der Hersteller sollten doch recht vertrauenswürdig sein und im Falle von Schäden eventuell auch einen Rückgriff auf diese zulassen.
Nö, so geht das nicht! Entweder sind die Angaben der Hersteller ohne Wenn und Aber rechtlich verbindlich, dann müssen die Hersteller bei Schäden durch den neuen Kraftstoff auch für die Reparaturen bezahlen.
Oder sie drücken sich um die Rechtsverbindlichkeit ihrer Aussagen herum, dann darf sich niemand wundern, warum kaum jemand diese neue Suppe in seinen Tank kippen will.
Dass auch die Polizei in Schleswig-Holstein ganz offiziell kein E10 tankt, macht natürlich endgültig klar, dass hier wieder einmal die normalen Autofahrer zu Versuchskaninchen im großen "Überlebt-dein-Auto-E10?"-Experiment der Regierung gemacht wird. :flop:
Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte... :mad:
Aber grundsätzlich scheint - endlich einmal! - Deutschland wieder ein einig Vaterland zu sein, nämlich einig in der Ablehnung von E10. Das Zeug ist eine ökologische (Zerstörung von Anbauflächen für Lebensmittel) und ökonomische (Mehrverbrauch, häufigere Ölwechsel) Mogelpackung, nichts weiter. Es dient ausschließlich dem Streben der Ölkonzerne nach mehr Geld und dem Streben des Staats nach höherem Steueraufkommen auf möglichst einfache Art und Weise.
Denn offenbar sehen die meisten Bürger E10 mittlerweile aus Prinzip sehr kritisch:
ZitatAlles anzeigen[Small]ARD-DeutschlandTrend[/Small]
Die Deutschen wollen von E10 nichts wissen
Eine Mehrheit der Deutschen möchte den neuen Kraftstoff E10 am liebsten wieder abschaffen, tanken wollen ihn die wenigsten. [...]
Die Deutschen streiken weiter, und zwar die Autofahrer, nicht die Lokomotivführer. Zwei Tage nach dem Benzingipfel im Bundeswirtschaftsministerium offenbart der ARD-DeutschlandTrend, dass sich am Boykott vieler Autobesitzer gegen den neuen E10-Sprit noch nicht viel geändert hat. 84 Prozent der betroffenen Fahrer erklärten in der Befragung am Dienstag- und Mittwochabend, dass sie zunächst weiterhin Super oder SuperPlus tanken wollen. Nur 14 Prozent der Fahrer mit Benzinmotor haben bereits E10 getankt oder haben die Absicht, das demnächst zu tun. Zumindest in den ersten zwei Tagen ist die Informationsoffensive also wirkungslos verpufft.
Dabei geht der schwarze Peter aus der Sicht der Betroffenen ganz klar an die Politik. 51 Prozent machen in erster Linie die Bundesregierung für die schlechte Information über den neuen Kraftstoff verantwortlich, 29 Prozent nennen die Mineralölkonzerne und nur neun Prozent die Autohersteller. Und so ist das Gesamturteil nicht verwunderlich: 61 Prozent der Befragten fordern die Einführung des Ethanolsprits komplett rückgängig zu machen. Dabei scheinen unzureichende Information und die Sorge um den eigenen Motor nur ein Problem zu sein. Besonders kritisch sehen viele Autofahrer, dass sie mit E10 letztlich 10 Prozent Nahrungsmittel tanken, denn der Ethanolanteil wird aus Weizen, Mais, Zuckerrüben oder anderen Pflanzen gewonnen. Nur 25 Prozent der Befragten halten das für vertretbar, weil das E10 möglicherweise weniger CO2-Ausstoß produziert. Die große Mehrheit, 69 Prozent, ist hingegen der Ansicht, dass wir in Deutschland darauf verzichten sollten, weil Nahrungsmittel weltweit noch knapper und teurer werden könnten, wenn sie noch häufiger zu Kraftstoff verarbeitet werden.
Mit Umweltminister Norbert Röttgen hat die E10-Debatte auch einen klaren politischen Verlierer. Nur 28 Prozent erklären sich noch mit seiner politischen Arbeit zufrieden. Unter den abgefragten Spitzenpolitikern belegt er damit vor dem Linken-Chef Klaus Ernst (10 Prozent) den vorletzten Tabellenplatz. [...]
[Small]Quelle und kompletter Artikel: http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1266.html[/Small]