Beiträge von HappyDay989

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    Original geschrieben von stanglwirt
    die frage ist allgemein genauso sinnfrei wie die frage, was wohl passiert wenn 80mio. leute nach frankfurt ziehen.


    Lass mich raten: Man wird Frankfurt-Aachen, Frankfurt-Dresden, Frankfurt-Flensburg und Frankfurt-Garmisch genau so eingemeinden wie Sachsenhausen oder Rödelheim. :D


    Petra Roth wird es dann vermutlich egal sein, wer unter ihr Bundeskanzler und Bundespräsident sein werden. ;)

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    Original geschrieben von diger
    [Mäckes-Kunden blöd?]
    Nun ja, sagen wir mal so; wenn man überlegt welchen Umsatz und vor allem welchen Gewinn MacDonalds macht, dann scheinen die Ihre Kunden schon richtig einzuschätzen :D


    Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet gehöre ich eindeutig nicht zur Zielgruppe. :D

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    Original geschrieben von qwasy
    Die elektronische Fußfessel für die Zeiten von akademischen Abschlussarbeiten sollten ebenso in Betracht gezogen werden... :rolleyes:


    Wir können auch gleich die humboldtschen Ideale über den Haufen werfen, die universitäre Ausbildung komplett verschulen und letztlich dem Wissenschaftsstandort Deutschland einen nachhaltigen Todesstoß versetzen. Ich kenne Deinen Hintergrund nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Vorschläge wirklich reflektiert sind. Wir reden im Zusammenhang mit Dissertationen immer noch von universitärer Ausbildung, nicht von Fachhochschule, Berufsakademie oder den immer neuen Varianten, einen Diplom- oder Master-Abschluss zu erlangen...


    Ich kenne Deinen Hintergrund auch nicht, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Du tiefere Kenntnisse darüber hast, was in anderen Ländern bzgl. universitärer Ausbildung üblich und Standard ist. Die Blindbegutachtung und Überprüfung auf Plagiate mittels Software wird in anderen Ländern, z. B. im Vereinigten Königreich und den USA, auch bei Dissertationen eingesetzt, und zwar ohne, dass deshalb der wissenschaftlichen Freiheit Fußfesseln angelegt worden sind oder der Untergang von Forschung und Lehre über uns hereingebrochen wäre. Der gute alte Humboldt konnte es sich sicher nicht vorstellen, dass jemand auf die Idee kommen würde, eine aus geklauten Zitaten zusammengestoppelte Textkollage als Doktorarbeit einzureichen und damit über viele Jahre auch noch durchzukommen. Das Internet und die zunehmende Digitalisierung der Wissenschaften haben Betrügern das Erstellen von Plagiaten mittels Copy&Paste sehr schnell und einfach gemacht; diesen Entwicklungen muss man einfach Rechnung tragen, auch an Universitäten. Die Unterscheidung zwischen Universitäten und Fachhochschulen finde ich in dem Zusammenhang unzulässig; die Diplomarbeit eines Ingenieurs in spe von der FH wird überprüft werden, weil FH-Studenten ja eher wie Schüler zu betrachten sind, die des zukünftigen Ingenieurs von der Uni dagegen nicht, weil Studenten an der Uni per se die Ideale Humboldts hochhalten? Sind Universitätsstudenten, auch im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium als Doktoranden, denn bessere Menschen und gegen die Versuchung, mittels Täuschung ihre Arbeiten aufzupeppen, moralisch gefeit?


    Das hat nichts mit einem Todesstoß für den Wissenschaftsstandort Deutschland zu tun, sondern vielmehr mit einer Erhöhung der Standards. Es ist doch kein Angriff auf die akademische Freiheit, wenn man mittels technischer Hilfsmittel und Änderungen bei der Korrektur wichtiger wissenschaftlicher Arbeiten kontrolliert, ob die akademischen Standards seitens der Studenten auch eingehalten werden. Es kann doch nicht sein, dass Studenten mit den technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts ihre Arbeiten erstellen und Professoren "aus der Tradition Humboldts" heraus diese Arbeiten mit Mitteln des frühen 19. Jahrhunderts überprüfen und bewerten sollen. Man darf in diesem Zusammenhang wohl nochmal daran erinnern, dass das viel und oft gepriesene deutsche Bildungssystem, und das schließt die Universitäten ausdrücklich ein, im internationalen Vergleich nur Mittelmaß ist, und das ist sicherlich nicht nur eine Frage der finanziellen Mittel.


    Allerdings sollten diese Dinge, wenn sie denn ausführlich diskutiert werden sollen, in einem anderen Thread behandelt werden. Hier soll es um das Thema Guttenberg gehen, und an dem werde ich mich (wie bereits angekündigt) nicht weiter beteiligen.

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    Original geschrieben von mostwanted
    Die Akademiker hier scheinen reichlich Zeit zu haben, tagsüber private Beiträge zu verfassen. Unterbeschäftigt? :p


    Was mich angeht: ich habe ggw. Urlaub. ;)



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    Original geschrieben von Jochen
    Ok, er hat geschummelt. Das Ganze hat ihm geschadet, der CDU und Merkel und das Ansehen der Wissenschaft wurde beschädigt. Schlimm genug.


    Ach, ich weiß nicht so recht. Dass die CDU und Merkel beschädigt wurden, halte ich ehrlich gesagt für nicht sonderlich dramatisch, zumal der Schaden von einem Unionspolitiker selbst verursacht wurde. ;)


    Bzgl. Beschädigung des Ansehens der Wissenschaft gebe ich Dir recht; hier muss dringend ein besseres und vor allem von den Interessen der jeweiligen Universitäten unabhängiges Kontrollsystem eingeführt werden, das sicherstellt, dass Examens- und Magisterarbeiten sowie Dissertationen nicht mehr von den Themenstellern und Doktorvätern selbst gelesen und bewertet werden, sondern von unabhängigen Gutachtern, die den Namen des Prüflings gar nicht erst erfahren (Blindbegutachtung). Zudem sollte eine Prüfung jeder Arbeit mittels Plagiatssoftware Standard werden. Wenn wir uns den Luxus erlauben, hunderte Milliarden in den angeblich alternativlosen Erhalt maroder Banken zu stecken, dann wird für eine Verbesserung der Zukunft des Bildungsstandortes Deutschland wohl noch das bisschen "Kleingeld" (im Vergleich zur Bankenrettung) übrig sein, das eine solche Verbesserung kostet.



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    Original geschrieben von Jochen
    Aber daraus nun wilde Verschwörungstheorien, Untergangsszenarien oder Umwälzungen in unserer Gesellschaft daraus zu konstruieren, ist doch reichlich gewagt, wenn nicht eher lächerlich.


    Nein, einer nachhaltigen Umwertung bestehender bürgerlicher Werte wurde durch die heftige Reaktion vieler deutscher Akademiker erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Unionsspitze und Regierung müssen wohl sehr überrascht gewesen sein, dass sich der Widerstand gegen eine unangemessene Bagatellisierung massiven Plagiarismus, Urheberrechtsverletzungen und Lügerei so rasch formierte, und dass er nicht nur aus dem Lager der Opposition, sondern auch aus den eigenen Reihen und denen typischer Unions- und FDP-Wähler kam.


    Trotzdem halte ich es auch für wichtig, dass man Guttenberg nicht nachträglich zum Opfer irgendwelcher Kampagnen oder Intrigen stilisiert, der von einer neidischen Presse quasi hinterrücks gemeuchelt wurde. Und als "Schwachstelle, die gesucht und dann endlich auch gefunden wurde" kann man das, was sich Guttenberg geleistet hat, nun wirklich nicht abtun. Wie gesagt: "Dolchstoßlegenden" versuchen nun, die Vergehen des Ex-Doktors und Ex-Verteidigungsministers zu bagatellisieren. Er ist nicht "über seine eigenen Maßstäbe gestolpert", sondern über den Umstand, dass er massiv getäuscht, betrogen und gelogen hat.


    Von meiner Seite soll es das gewesen sein. Ich bin froh, dass Guttenberg abgetreten ist, auch wenn es nicht aus eigener Einsicht geschah, wie er mit seiner Rücktrittserklärung deutlich machte. Er wird sicherlich eine zweite Chance bekommen, und sofern er sich dabei als charakterlich reifer und weniger auf "Blendwirkung" denn auf echte Substanz setzend erweisen sollte, hat er sie m. E. auch verdient. Denn dass er Charisma hat und die Anlagen dazu, Menschen zu begeistern und mitzureissen, das steht für mich selbst als Guttenberg-Kritiker völlig außer Frage. Er muss halt noch lernen, sich selbst nicht so wichtig und die Sache ernster zu nehmen.

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    Original geschrieben von Frank
    Da haben es ja die anderen endlich geschafft unseren zukünftigen Budeskanzler abzusägen! Man hatte die SPD und Konsorten Angst vor diesem Mann!


    1. "Die anderen"? - Der Guttenberg hat sich durch seinen Betrug und vor allem sein beharrliches Lügen doch selbst abgesägt. Das haben wir auf den letzten 80 oder 85 Seiten dieser Diskussion nun wirklich zur Genüge ausgebreitet.
    2. "Unser zukünftiger Bundeskanzler"? - Habe ich da etwas nicht mitbekommen? Dass Guttenberg zwischenzeitlich von der BILD zum Polit-Messias und zum offiziellen Jesus-Ersatz mit Splitterschutzweste gekürt wurde, ist ja bekannt. Aber dass die Union ihn auch zum Kanzlerkandidaten und möglichen Merkel-Nachfolger ernannt hatte, muss dann wohl vollkommen unbemerkt von der Öffentlichkeit abgelaufen sein.



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    Original geschrieben von Frank
    z.Gutenb. war für mich einer der besten Politiker der letzten Jahre!


    Die Frage ist wohl müßig, was dieser ach so tolle Politiker denn so alles geleistet haben soll, außer dass er einen Out-of-area-Kriegseinsatz der Bundeswehr als etwas "so ähnliches wie Krieg" bezeichnete. Ansonsten schoss er mit seinen Entscheidungen sehr gerne aus der Hüfte, was zwar stets spektakulär ausschaut, aber eben nicht sonderlich treffsicher ist, wie ein Wehrbeauftragter, ein Staatssekretär und ein Schulschiff-Kapitän bezeugen können, deren Karrieren als Kollateralschäden des Guttenbergschen Aktionismus auf der Strecke blieben, damit dem überlebensgroßen Abziehbild einer Lichtgestalt von Verteidigungsminister nur ja kein Kratzer zugefügt wurde. Dazu kommt noch eine Bundeswehrrefom, die zwar grundsätzlich richtig sein mag, in dem Sinn, dass sie angepackt werden muss, die aber in allen Details und in ihrer Terminplanung mangelhaft und auf oberflächliche Effekthascherei angelegt ist und sich mehr an der Steigerung der Popularitätswerte ihres Schöpfers als an den tatsächlichen Erfordernissen der Truppe ausrichtet. Guttenberg hinterlässt nicht nur in der Welt der Wissenschaft, sondern auch in Sachen Bundeswehrreform in seinem Ex-Ministerium einen Trümmerhaufen. Und das ist nicht nur meine Meinung, oder die irgendwelcher "linker Kommentatoren", sondern diese Ansicht wird auch von Bundeswehr-Offiziellen vertreten. Ganz abgesehen davon, dass Guttenberg wohl völlig falsche Angaben darüber machte, dass diese Reform erst einmal viel mehr Geld kosten als einsparen wird.



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    Original geschrieben von 2934K
    Jemanden schlecht machen, macht einen selber nicht besser.


    Wenn man sieht wie sehr jemand beliebt ist, versucht man Ihm mit allen Mitteln ein Auge auszuhacken.


    Ganz ehrlich: diese ständigen, ohne jedes sachliche Argument vorgetragenen Wiederholungen, was für ein toller Politiker dieser Guttenberg doch gewesen sei, und wie böse, böse und nochmals böse die bösen, bösen und nochmals bösen Medien doch mit ihm umgesprungen seien, nerven allmählich. Betrachtet man seine "Leistungen" als Minister einmal ganz nüchtern, dann bleiben da hauptsächlich sehr viel Schau und heiße Luft. Es besteht wirklich kein Anlass, an irgendwelchen "Dolchstoßlegenden" zu stricken.

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    Original geschrieben von kinslayer
    Langsam artet der Thread aus,jeder greift hier jeden an. Und das ist völlig unnötig
    Wen der Thread geschlossen wird ist das gejammere groß.


    Ich sehe, abgesehen davon, dass das Thema selbst weitestgehend abgearbeitet ist, keinen Grund, den Thread abzudichten. Wenn man statt dessen einfach die provokativen Beiträge auf den letzten Seiten entfernt und ihren Verfassern seitens der Moderation eine virtuelle gelbe Karte zeigt, dürfte das doch reichen. Warum sollen immer die paar, die sich nicht benehmen können, der Mehrheit, die dies sehr wohl kann, interessante Themen kaputtmachen?

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    Original geschrieben von saintsimon
    Irgendwie scheint jetzt ne Saison zu sein ;) :


    "The London School of Economics has confirmed it is investigating allegations that Colonel Gaddafi's son plagiarised his PhD thesis.


    Nimm's mir bitte nicht übel, aber wir sollten für Libyen und die Familie Gaddafi besser einen eigenen Thread aufmachen. Einen demokratisch legitimierten Politiker wie Guttenberg in einen Zusammenhang mit dem brutalen (und vielleicht auch betrügerischen) Sohn eines durchgeknallten Diktators zu bringen ist m. E. nicht OK, auch dann nicht, wenn der demokratisch legitimierte Politiker bei seiner Dissertation betrogen hat.


    Und bitte, ich unterstelle Dir damit keinesfalls, dass Du einen solchen Zusammenhang konstruieren willst. Aber es wirkt ausgerechnet in diesem Thread etwas unglücklich.


    Und ich stehe hoffentlich mit diesem Beitrag nicht in dem Verdacht, Guttenberg reinwaschen zu wollen. ;)



    @ bernbayer: Kopf hoch, der Guttenberg kommt wieder. Wird ein paar Jahre dauern, aber der kommt zurück, dann unterhalten wir uns weiter. (Bitte nichts für ungut, ich will Dich damit wirklich nicht verspotten. Wie Voltaire es sinngemäß einmal sagte: Du bist anderer Meinung als ich, aber ich werde dein Recht, deine Meinung zu vertreten bis in den Tod verteidigen.)

    Na toll, jetzt könnte man sich endlich auch bei Mäckes seinen Burger so konfigurieren wie man es bei BurgerKing schon seit Ewigkeiten. Aber dann ergeben sich schon die ersten Unstimmigkeiten: mehr als 1x "Rindfleisch groß" kann man nicht auswählen. Und mehr als 5 Zutaten auch nicht, wobei z. B. 2 Scheiben Käse als 2 Zutaten zählen.


    Und das Beste: so kann man sich seinen Burger noch gar nicht bei Mäckes bestellen, sondern nur online zur Abstimmung einreichen.


    Auf Hochdeutsch: man verschenkt sein kreatives Talent an Mäckes, und die verdienen dann hinterher noch Geld damit. Für wie blöd halten die ihre Kunden eigentlich? :rolleyes:

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    Original geschrieben von yoshi123
    Ohne es näher zu wissen, könnte man einfach auch spekulieren, dass Wulff als Bundespräsident am Ende mehr zu sagen hat, als als eventueller zweiter der nächsten Bundestagswahl.
    [...]
    Und außerdem: Ist es denn in D verboten, dass man nach Niederlegung des Bundespräsidentenamtes Kanzler werden darf? (ich habe keine Ahnung und deshalb würde ich das zunächst mal nicht ausschließen)


    1. Das ist sogar 100%ig sicher. Ein Bundespräsident hat mehr Einfluss als ein Oppositionsführer. :D


    2. Das hat m. W. noch nie jemand versucht. Gesetzlich verboten ist es m. W. nicht, aber ob jemand eine ernsthafte Chance auf den Posten als Kanzler hat, nachdem er bereits Bundespräsident war, wage ich zu bezweifeln. Schließlich muss man seine Partei (deren Mitgliedschaft man als Bundespräsident ruhen lassen muss) nach 5 oder 10 Jahren dazu bewegen, einen als Kanzlerkandidaten aufzustellen. Ob man dazu nach vielen Jahren parteilicher erzwungener Inaktivität noch die "Hausmacht" aufbringt, stelle ich erst einmal in Abrede.


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    Original geschrieben von yoshi123
    Und was die Landtagswahlen betrifft, so hätte KT evtl. den ein oder anderen Sympathiepunkt mit sich gebracht, aber als alleinige Waffe hätte er sicher nicht gereicht.


    Ich bin sicher, dass Frau Merkel dem Guttenberg schon bei passender Gelegenheit ein Beinchen gestellt hätte, wenn sie ihn als echte Bedrohung für die Perpetuierung ihrer Kanzlerschaft empfunden hätte. Aber ggw. wäre er ihr als amtierender Verteidigungsminister nützlicher gewesen denn als "Zurücktreter."