Hi,
da ich gerade Stephen Hawking lese, schreibe ich einfach mal was dort so drin steht:
- Da es mehr ungeordnete Systeme als geordnete gibt (z.B. bei einem Puzzle ist ein einziges System geordnet), ist die Wahrscheinlichkeit für ein ungeordnetes System sehr viel höher
- Die Unordnung wird deshalb mit der Zeit immer mehr anwachsen (Legt man ein "geordnetes" Puzzle in eine Schachtel und schüttelt sie, wächst die Unordnung mit der Zeit immer weiter an; anfangs hängen Puzzleteile noch zusammen, dann immer weniger...)
- Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik: In jedem geschlossenen System nimmt die Unordnung oder Entropie mit der Zeit zu
- Umgekehrt ist eine Abnahme der Unordnung hin zu einem "perfekten System" nicht möglich: Eine Tasse, die auf den Boden fällt und zerspringt kann nicht wieder auf den Tisch zurückspringen und sich zusammenfügen
- Es muss im Universum anfangs (Urknall) kleinste Nichteinheitlichkeiten gegeben haben, die sich während der bis jetzt andauernden Expansionsphase immer weiter verstärken
- Andernfalls hätte beispielsweise keine Materie entstehen können, da beim großen Crash zwischen Materie und Antimaterie ganz am Anfang sonst keine Materie übrig geblieben wäre. Dank diesem winzigen Fehler in der Symmetrie konnte ein winziger Bruchteil Materie überleben - die heutigen Galaxien
- Diese winzigen Nichteinheitlichkeiten am Anfang des Universums lassen sich durch winzigste Temparaturschwankungen (hunderttausendstel Grad) in der kosmischen Hintergrundstrahlung messen
So, ich hoffe ich habe keinen Fehler reingebaut. Nachzulesen in "Eine Kurze Geschichte der Zeit", 20. Auflage von 2001, Seite 182 ff.
>>> tkjever