Beiträge von Kallenpeter

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    Original geschrieben von hrgajek
    Hallo,


    ich würde mich nicht wundern, wenn Apple irgendwann eigene SIM-Karten und Tarife für Mobilfunk anbieten würde.


    Du konntest nicht mal deine letzte ausführung bergründen und jetzt schieß du wieder drauf los.


    Apple könnte vieles machen was irgendwie in ihr Geschäft rein passt, aber entgegen tausender gerüchte sind sie bisher ihren Geschäftsfeldern immer recht treu geblieben und haben nur dann neue Produkte auf den Markt geworden, wenn es den Usern wirklich einen mehrwert gebracht hat.


    Wie sollen denn eigene Tarife aussehen? Es geht so schon immer mehr hin zu kompletten Flatrate angeboten. Noch dazu ist in den USA das "Netz-sharing" nicht so verbreitet wie hier und auch hier würde Apple sich in eine Konkurrenzsituation zu seinen eigenen abnehmern bringen.


    Apple bekommt ja so schon Umsatzbeteildigungen der Netzbetreiber. Klar würden eigene Tarife hier und da vorteile bringen, wie so viele sachen. Aber sie bringen auch nachteile mit sich. Und Apple überlegt es sich fünf mal bevor man einen neuen Geschäftsbereich aufmacht. Kaum ein Unternehmen hat so viel outgesourced wie Apple. Eigene Tarife anzubieten wäre relativ Komplex und Apple könnte dort nicht wie gewohnt alles selber kontrollieren. Ich halte das also eher für unwahscheinlich. Unmöglich wäre es natürlich nicht. Vielleicht wird ja Tim Cook ein paar sachen anders machen und vielleicht mal in einem kleineren Land ein Pilotprojekt starten oder so. Aber ich glaube da nicht wirklich dran, die haben genug andere Baustellen.


    Eher wird Apple versuchen einfluss auf die Netzbetreiber zu nehmen, wie man es schon in der vergangenheit getan hat, als sich selbst die blöße zu geben nicht mit dem eigenen Traffic fertig zu werden. Man wird sich stark auf cloud dienste konzentrieren und mit iMessage und gelockerten App-Store zulassungen (z.B. in bezug auf Voip) schießt man den Netzbreibern schon jetzt ins bein. In den Niederlanden ist WhatsApp so beliebt das die Netzbetreiber deswegen schon ihre Umsatzprognosen nach unten korrigiert haben und dabei WhatsApp namentlich erwähnt haben.


    Im moment ist ja eher zusehen wie die Netzbetreiber ihren eigenen Geschäftsmodell nicht mehr trauen und mehr zusatzdienste und inhalte anbieten wollen. Schaffen werden sie das zwar in hundert jahren nicht, aber es zeigt das selbst die nicht mehr das große geld im reinen Providerdienstleistungen sehen.

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    Original geschrieben von hrgajek Im Internet war schon mal spekuliert worden, ob Apple nicht T-Mobile kaufen könnte. (Nachdem Google Motorola gekauft hat und Microsoft mit Nokia "befreundet" ist :-)


    Ersteinmal musst du mir erklären in welchen kausalen zusammenhang der kauf von Motorola (Handy produzent) oder die zusammenarbeit mit Nokia (Handyproduzent) mit einer übernahme von T-Mobile (Netzbetreiber) steht :confused:


    Außerdem spricht dagegen das Apple bis zu einem gewissen Grad mit der Zusammenarbeit besonders mit AT&T und Verizon angewiesen ist. Schließlich sind das mit Abstand die Kundenstärksten Provider der USA. Man würde die mit sicherheit nicht gut stimmen wenn man plötzlich einen Netzbetreiber aufkauft.


    Nicht zuletzt gab es in den vergangenheit haufenweise Gerüchte darüber, welchen Konzern Apple mit seinen riesigen Barreserven (bald 100 milliarden) aufkaufen würde. Facebook, AMD, Samsung und Nintendo waren im Gespräch genauso wie ARM, nVidia, Twitter, interdigital, Netflix, Buchhandelsketten oder Hulu. Geworden ist nie etwas draus.


    Deswegen halte ich es nicht für unmöglich, aber doch für sehr unwahrscheinlich das Apple einen maroden Netzbetreiber aufkauft.

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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Ob sie das machen oder eben nicht, kann so erstmal keiner nachvollziehen.


    Was man aber nachvollziehen kann ist, das nichts blockiert wird. Wo wäre da jetzt die logik wenn die netzbetreiber gegen geltendes recht verstoßen, ohne davon zu profitieren? Mal davon abgesehen das die dafür notwenige netzwerktechnik millionen kosten würde.



    Das war doch genau mein Punkt. Kein Netzbetreiber analysiert deinen Traffic. Die verbote in den AGBs sind rein theoretischer natur, weil eine Trafficanalyse zu 98% gegen geltendes Recht verstoßen würde.

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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Man weiß schon genau, warum man VoIP nicht duldet. Es würde in vielen Tarifen die Minutenpreise torpedieren, die der NB verlangt. Da würde ja die Rechtfertigungsgrundlage verloren gehen, wenn man offen zugibt, das die Preise der NB völlig überzogen sind.

    Das stimmt soweit. Aber ich meine das sich zukünftig die tarife ändern werden und es diese aufteilung in Minutenpakete, SMS flatrate netz intern und netzextern, Handyflat, Festnetzflat etc. etc. langsam auflösen und es mehr zu einheitstarifen geht. Also z.B. 20€ für 300MB, 200minuten und 150SMS oder für 30€ 500mb, 300minuten und 400sms.


    Falls sich so eine Tarifstruktur langsam durchsetzt, wird es den Providern nicht mehr so wichtig sein ob die Kunden Voipen oder normal telefonieren und umgekehrt wird es den nutzern nicht mehr so wichtig sein, weil die einsparungen marginal wären.

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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Das wird auch bei LTE nicht anders werden. Findige Nutzer finden einen Weg, die "Verbote" zu umgehen. Auf der anderen Seite ist es spannend, wenn wirklich mal der Musterfall zur Verhandlung steht, weil jemand gegen ein solches Verbot klagt und sei es deswegen, weil diese Nutzung nicht im inkludierten Volumen inbegriffen war.

    Das habe ich nicht gemeint. Ich bin davon überzeugt das das Verbot legal ist und 100% rechtskonform. Aber es wäre sehr schwer dieses verbot auch rechtskonform durchzusetzen. Und nach den jüngsten Vorfällen in Holland werden unsere Netzbetreiber wohl erstmal zurückgeschreckt sein.

    Man muss ja auch sagen das in den AGBs vieles steht, aber real wenig bis garnichts geblockt und unterbunden wird. Wenn es irgendwann einmal soweit kommen wird das die Provider anfangen bestimmte dienste aktiv zu unterbinden, wird sich zeigen müssen inwie weit diese praxis dann vor gericht bestand hat.


    Außerdem ist ja auch die begründung für das Verbot einiger Dienste nur vergeschoben, angeblich könnten die Netze das nicht aushalten. Ist natürlich offensichtlich schwachsinn. Aber das wird vielleicht auch genau der Grund sein warum sich das nich halten wird. Der Trend geht zu All-inklusiv Tarifen, wie in Österreich, da gibt es dann keinen grund mehr Instant Messaging, Voip o.ä. zu verbieten.

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    Original geschrieben von iDet Dumm in die Wäsche gucken glaube ich zur Zeit die vodafone-Planer ... Die müssen die 2,6 Ghz Stadtnetze jetzt ganz anders (enger) sticken und neue Standorte suchen.



    Naja, Vodafone hat ja auch noch die 800mhz aus der LTE-versteigerung. Im Saarland, in NRW, Berlin, Hamburg und Bremen dürfen die auch schon jetzt beliebig eingesetzt werden. Außerdem kann Vodafone ja auch UMTS oder GSM frequenzen zur hand nehmen wenn sich der bedarf verschiebt.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Bei den 1,8 GHz (sind eh blos an T-Mobile und E-Plus gegangen) gibts da sicher kein Problem, weil LTE1800 wird sicher ein Standardnetz werden und >90% der Bevoelkerung erreichen.


    2,6 GHz wird bei Vodafone und o2 auch soweit ausgebaut werden. Aber T-Mobile braucht doch 2,6 GHz hoechstens an absoluten Hotspots, wo LTE1800 allein nicht reicht. Bei E-Plus ist es fraglich ob die 2,6 GHz ueberhaupt einsetzen koenne, weil sie nur 10 MHz gepaart haben, und das wird sich nicht lohnen.


    2 GHz von Vodafone und o2 wird auch problematisch werden. Fuer die UMTS Netze reichen ja fast ueberall die zwei Bloecke der alten Aktion, den dritten Block werden die hoechstens an absoluten Hotsposts brauchen. E-Plus koennte schon was aus seinen vier Bloecken machen.



    Mit LTE-a sollte das nicht mehr so das problem sein, dann kann man verschiedene Frequenzen zusammenlegen.

    Re: Der Witz des Jahres!



    Ersteinmal hat die BNetzA nicht die verplfichtungen festgelegt, die schuld ist bei der alten NRW-Landesregierung zu suchen. Man kann Herr Kurth nun ankreiden das er dieses Fehlverhalten nicht kritisiert, aber am ende ist er vom wohlwollen der Politik abhängig und was bringt es dies zu verspielen, indem man längst verlorengegange Konflikte aufleben lässt?

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    Original geschrieben von Rasenmäher
    In gewisser Weise ist es "unfair", dass o2 der Ausbauverpflichtung auf dem Land entkommt und sich gleich den ertragreicheren Gebieten in den Großstädten widmen kann. Hätten Vodafone und Telekom genauso gehandelt, was hätte man dann getan?


    Naja, man kann viele wenn- und ob-fragen stellen, aber am ende ist es ja gut gegangen und es war auch nicht anders zu erwarten, NRW hat 17 millionen einwohner, davon alleine 10 millionen im Ballungsraum Rhein/Ruhr, auf lange sicht hätte auch O2 mehr getan um die ausbauverpflichtungen zu erfüllen.