Zitat
Original geschrieben von meisterroerig
4 von 20 €! Das sind 20% Gewinn. Davon können viele andere Unternehmen nur träumen. Ich sage es immer wieder. In der Branche gibt es Traummagen.
Naja, da wird von 4 oder 5€ geredet, ohne Angabe ob dies auf einen statistischen Mittelkunden bezogen ist oder ob es monatlich oder jährlich anzusehen ist. Genauso ist "Bruttomarge" kein stehender begriff. Was meint er damit? Kundenumsatz minus Netzentgelte? Dann würden davon noch die eigenen Betriebskosten abgehen.
Bei den Discountern hat der gute Freenet Chef schon recht. Die meisten sind direkt oder indirekt nur Tochterunternehmen der Netzbetreiber und nur mittel zum zweck. Sie sind Spielbälle der Netzbetreiber da sie abhängig von den Entgelten sind. Gerade auf die e+ Discounter Simyo und Blau trifft das zu, da die sich mehr als alle anderen über den Preis profilieren, andere Netzbetreiber würden die garnicht haben wollen zu den Endkunden-Preisen. Bei Simyo und Blau spielt das auch keine rolle, sind ja 100%-ige Tochterunternehmen, aber wenn Simyo jetzt verkauft werden sollte, wäre man e+ voll und ganz ausgeliefert. E+ würde dann sämtliche Gewinne abschöpfen.
Nebenbei: Congstar hat bspw. noch nie einen Gewinn für die Telekom erwirtschaftet trotz mehrerer Millionen Kunden. Die Telekom kriegt ihr Geld durch Netzentgelte rein. Kein Investor würde dementsprechend in Congstar investieren.
Ich denke Aldi ist ein krasse Ausnahme, da die eine so große Marktmacht haben, aber auch Aldi wird mit Aldi Talk nicht DIE Cash-Cow schlechthin haben. Für e+ wiederum ist Aldi wohl nur gut u die Fix-Kosten zu decken.
Fazit: Die Discounttöchter sind eigentlich nur für andere Netzbetreiber interessant, um Kunden ins eigene Netz zu holen, allerdings werden D1 und D2 wohl nicht solche Preisstrukturen in ihrem Netz haben wollen. Für andere Investoren wären die Discount-Töchter nur mit regulierten Großabnehmer Preisen interessant, und die fordert Freenet dementsprechend ja auch.