Beiträge von msowen

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das schwierigste Verfahren ueberhaut :eek:
    Normales IPv4/IPv6-DualStack waere doch viel einfacher ;)


    Wenn man nicht mehr genügend IPv4-Adressen besitzt, hat man wohl keine andere Wahl.


    Keine Ahnung wo die Grenze bei CGNAT ist. Wie viele Leute kann man wohl auf eine öffentliche IPv4-Adresse legen? 10? 1000? 10000? Irgendwann gehen der Adresse auch die Ports aus bzw. die nötige CPU-Leistung für die CGNAT-Router ist nicht mehr wirtschaftlich vertretbar.


    Auch die Telekom sagt in der Präsentation: Sobald IPv4/v6 läuft muss man schon an die Abschaltung von IPv4 denken, denn man spart keine einzige IPv4-Adresse, hat aber trotzdem einen großen zusätzlichen Aufwand. DualStack hat für den Provider also nur Nachteile. Ziel ist IPv6-only.

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    Original geschrieben von antennenmann
    Eingehende Verbindungen sind nicht möglich (ping,ssh,webserver), warum das denn ?


    Das ist leider momentan tatsächlich so. Die Telekom aktiviert für Dich eine Firewall, so dass Du nicht von außen erreichbar bist. Übrigens macht die Telekom das bei ihren Speedport-Routern im Festnetz ebenfalls so. Das war mit ein Grund dafür, dass ich mir eine Fritz!Box angeschafft habe. Dort ist die Firewall für IPv6 per default auch aktiviert, aber man kann Sie immerhin pro Host bzw. Host+Port deaktivieren.


    Siehe auch hier:


    ftp://ftp.ix.de/pub/konferenze…IPv6@Heise_2014-05-02.ppt


    Auf Slide 7 steht: "Schutz des Endgerätes vor Verbindungsaufbauten aus dem Internet bei IPv6 analog zu IPv4"

    Zitat

    Original geschrieben von msowen
    Habt ihr denn alle bei der Ersteinrichtung eures Android-Phones die APN-Daten manuell eingeben müssen? Oder waren die schon automatisch gesetzt?


    Aha. Ich hab die Frage selbst beantworten können. Die APNs sind im OS selbst mit drin:


    https://android.googlesource.c…er/etc/apns-full-conf.xml


    Dort gibt es das Tag "protocol". Bei der Telekom ist es nicht gesetzt, d.h. wird es wohl auf Default IPv4 stehen. Bei T-Mobile US steht z.B. protocol="IPV6", d.h. IPv6 ohne IPv4. Dort wird ja 464XLAT verwendet. Bei Verizon protocol="IPV4V6", d.h. DualStack.


    Da selbst im Master-Branch von Android noch keine IPv6-Einträge für Deutschland zu sehen sind, wird sich das ganze wohl noch ganz schön hinziehen, bis viele Kunden IPv6 auch über Mobilfunk nutzen werden.

    Wie ist denn eigentlich der aktuelle Stand von IPv6 bei der Telekom? Kann der Termin "bis Ende August" eingehalten werden?


    Auch interessiert mich, ob und wie existierende Smartphones umgestellt werden. Beim iPhone wird das ja über das Netzbetreiberprofil gesteuert. Ob und wann das beim iPhone kommt, steht in den Sternen. Wie ist es eigentlich bei Android aus? Dort kann man ja manuell im APN-Menü von IPv4 auf IPv4/v6 umstellen? Aber das wird ja nur ein Bruchteil der Nutzer machen und die Telekom wird ja wohl kaum ein Rundschreiben mit einer Anleitung verschicken. Wie kommen die APN-Daten denn initial auf das Android-Smartphone? Per SMS wie früher bei Nokia? Sind die Daten fest im Betriebssystem hinterlegt? Oder gibt es auch ein Netzbetreiberprofil, dass sich das Smartphone von einem Google-Server zieht? Kann man dieses Profil dann auch manuell herunterladen? Wie lautet die Adresse?


    Beim iPhone kann man sich das aktuelle Profil (Telekom 20.2) übrigens von dieser Adresse laden:


    http://appldnld.apple.com/ios8…obile_Germany_iPhone.ipcc


    Ab iOS 8.4 ist dieses schon im Betriebssystem hinterlegt und muss vom Smartphone nicht separat heruntergeladen werden. Leider ist das Profil Telekom 20.2 ausschließlich auf IPv4 eingestellt und eine neuere Version gibt es bisher nicht.

    Ja, iOS hält die Verbindung zum Mobilfunknetz aufrecht. Das liegt daran, dass IMMER eine Verbindung zum Push-Message-Server von Apple (IP: 17.130.254.x) aufgebaut bleibt. Wahrscheinlich ist die Designentscheidung:


    1. Ist meist zuverlässiger als WLAN
    2. WLAN kann (und wird nach einigen Sekunden) im Standby (Bildschirm aus) abgeschaltet um Strom zu sparen
    3. Nach Eingang der ersten Push-Bytes kann WLAN auch wieder aktiviert werden um den Rest nachzuladen.


    Nachteil: Einige kB werden über Mobilfunk übertragen, auch wenn man sich den ganzen Monat ausschließlich im WLAN aufhält. Aber das ist heutzutage zu verkraften, denke ich.

    Zitat

    Zur Frage, ob Vodafone noch hätte warten sollen: Worauf? Irgendwann muss man halt ins kalte Wasser springen.


    Ja, ich bin ja auch ganz Deiner Meinung. Ich nehme mal an, dass bei den VoLTE-Tests einfach ihre Call-Drop-Rate in die Höhe geschossen ist. Da hat Q/A dann gesagt, dass das so noch nicht geht.

    Ich frage mich, wie leicht die Telekom an die neuen Standorte eigentlich Glasfaser hinbekommt. Ich denke mal, dass viele Standorte bisher nur eine Stromversorgung auf dem Dach haben und die Daten per RiFu abgeführt werden.


    Klar, unten an der Straße wird irgendwo schon Glasfaser sein, nur wird der Gebäudebesitzer bestimmt nicht erfreut sein, wenn die Telekom anfängt ein neues Glasfaserkabel durchs Treppenhaus zu ziehen. Zumindest wird der Gebäudebesitzer sicherlich eine Kompensation verlangen bzw. den Mietvertrag anpassen wollen.


    Gerade wenn es um städtische Kapazitätserweiterungen geht, ist eine RiFu-Anbindung für die Telekom bestimmt nicht sinnvoll.