Zitat
Gas(turbinen)kraftwerke nehmen immerhin einen Anteil von über 20 % ein. Öl allerdings nur etwas mehr als 1 % in Deutschland. Hauptsächlich wird Strom mit Steinkohle produziert.
... laut Wikipedia sind es bei der Stromerzeugung nur 11%.
Beim gesamten Primärenergieverbrauch, also Heizen miteinbezogen, ist der Gasanteil natürlich höher.
Zitat
Leider gibt es keinen freien Markt bei Strom. Das was gerade heut zu Tage stark kritisiert wird (der freie Markt) macht den derzeit billigen Sprit erst möglich. Beim Strom werden die Preise durch wenige Konzern bestimmt. Es gibt nur eine Alibibörse für Strom in Leipzig die EEX, die natürlich von wenigen Konzernen kontrolliert wird. Die wenigen wirklich freien Anbieter haben keine Chance durch überhöhte Netzentgelte der Konzerne.
Sorry, aber so "eindeutig" sind die Sachen allenfalls in der Bildzeitung.
Die Sache mit den überhöhten Netzentgelten (war) ja mal äußerst populär um auf die Konzerne einzudreschen.
Fakt ist, dass wir hier einen regulierten Markt haben, da die Bundesnetzagentur letztlich die Preise festsetzt und die hat ihre Daseinsberchtigung nur aus einem Grund: Preise runter!
Auch die Sache mit der Strombörse hört sich nen bischen platt an. Dort sind bestimmt nicht nur 3 oder 4 Händler/Konzerne aktiv, so wie es sich aus Posting herauslesen lässt.
Außerdem kann ich mich noch gut daran erinnern, dass vor ein oder 2 Jahren dort eine Mega-Kontrolle stattgefunden hat, eben weil irgendwer laut "Betrug" geschrien hat. Was ist denn daraus geworden?? Der ganze Sachverhalt war doch nach gut 2 wieder verpufft, weil die Vorwürfe einfach nicht haltbar waren.
Natürlich gibt es auf Erzeugerseite einen Engpass! Aber woran liegt das denn??
Atomkraftwerke dürfen (politisch) nicht mehr gebaut werden.
Kohlekraftwerke, die für die Grundlast so wichtig sind (dafür eignen sich die Gaskraftwerke nämlich nicht unbedingt, die sind eher für Mittel- bis Spitzenlast zu gebrauchen) werden auch nur noch mit Ach & Krach gebaut. Aber nicht weil die bösen Konzerne gar den Netzanschluss nicht etwa gewähren; Nein, die haben vielmehr Probleme ihre eigenen Kraftwerke überhaupt zu bauen (siehe Vattenfall in Hamburg, RWE im Saarland(?) und in Hessen steht das Projekt auch auf wackeligen Füssen.
Mittlerweile machen ja selbst die Ökos gegen Erneuerbare Energien mobil, weil die Off-Shore-WindParks ja die ganzen Seevögel killen. Bei Biomasseanlagen werden teilweise gezielt "Nahrungsmittel" verbrannt, so dass hier langsam eine Konkurrenz zwischen Energie und Nahrung entsteht ...
Manchmal frage ich mich echt wo die Reise in der Diskussion noch hingehen soll?
Aber zumindest in einem Punkt sind sich alle einig: Es muss billig sein und die Versorungssicherheit muss stimmen!
Wie niedrig hat denn nach Meinung der "Betrügerschreier" ein Strompreis zu sein??
Wenn man mal vom Endpreis der kwH alle Abgaben und Entgelte runterrechnet, dann kommt man auf ca. 8 cent/kWh für die Erzeugung. Das ist dann der Mischpreis für alle konventionellen Stromerzeugungsarten. Darin sind aber nicht nur die Gestehungkosten enthalten, sondern natürlich auch ein Gewinn, den der Erzeuger erwirtschaften muss.
Ich persönlich kann Wulf Bernotat von E.ON fast zustimmen, nämlich das viele Leute keine Ahnung haben, wie günstig Strom eigentlich ist (er sagte: er ist noch viel zu billig, aber der Meinung will ich mich nicht anschließen) :eek: Hört sich jetzt provokativer an, als es ist, aber ich zahle einen monatlichen Abschlag von 23 €, dafür habe ich zu jederzeit Licht, kann meinen Backofen anschmeißen, mir 24h am Tag ein kühles Bier aus dem Kühlschrank nehmen, Radio hören oder mir eine Pizza aus dem Gefrierfach nehmen. Handy, Telefon und Internet sei in diesem Forum mal ganz außen vorgelassen
Das alles kann ich einen ganzen Monat für 23 € machen. Morgen Abend gehe ich übrigens für 3h ins Theater, zack 25 € weg :p
In der Energiewirtschaft hat bis auf wenige Ausnahmen bestimmt kein Unternehmen Grund zum Jammern, aber dieses Betrüger und Abzocke-Geschrei ist schlicht "platt".