Beiträge von Andreas24

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    Nur weil LKW-Fahrer sich das gefallen lassen, sollen andere Branchen auf ihre Streikrecht verzichten?


    Du hast aber auch schon die anderen Beiträge hier im Thread gelesen, oder?
    Keiner spricht den Lokführern das Recht zum Streik ab, aber hier klaffen "Streikmaßnahme" und "Forderung" so weit auseinander, dass dies nichts mehr "mit sich etwas gefallen lassen" zu tun hat.


    Und wenn andere Branchen das auch so handhaben würden, dann würde Deutschland den Bach runtergehen!


    Wie weit haben es denn die anderen Länder mit Ihren Streiks gebracht? Bzw. in welchen Ländern wird denn gestreikt??
    Das einzige Land, das auf einem ähnlich hohen Niveau "lebt" und in dem gestreikt wird, ist ja wohl Frankreich.


    In den anderen Ländern, die auch auf einem ähnlichen Niveau leben wie wir, wird nicht so gestreikt.
    Und mit Spanieren, Italienern und Griechen möchte ich im Moment nicht tauschen - auch wenn die vielleicht etwas häufiger streiken...


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    Wieso sollte man das per Streik angleichen wollen? Dann kann man ja das Unternehmen wechseln

    Oder in ein Land auswandern, in dem eine rote Fahne weht :D
    Gleiches Gehalt bei gleicher Arbeit für Alle... hmmm, alle Länder, die das so propagiert haben, sind früher oder später den Bach runtergegangen...

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    Verhältnismäßig hin oder her: Es ist ihr gutes Recht und damit wäre die Diskussion eigentlich schon beendet. Die meisten hier regen sich doch auch nur auf, weil sie selbst davon betroffen sind - wenn nur der Güterverkehr bestreikt worden wäre bzw. würde, dann würden wir hier noch nicht mal drüber reden.


    Sorry, aber Du machst es Dir etwas (zu) einfach. Die Verhältnismäßigkeit lässt sich eben nicht mit "hin oder her" wegwischen. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde so ein Streik auch gerichtlich kassiert...
    ... und wenn die weiter so brutal streiken wie sie es ankündigen, dann könnte ich mir auch vorstellen, dass die Bahnunternehmen gegen den Streik klagen und möglicherweise Recht bekommen, da nicht absehbar ist, was die GDL (realistisch) bezweckt! Hier wird gestreikt um des Streikes willen, aber nicht, um eine angemessene Forderung durchzusetzen.


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    Und was die 6 % betrifft: Ich glaub, die meisten hier würden innerlich kochen vor Wut, wenn sie erfahren würden, dass der Kollege x 6 % mehr Lohn/Gehalt bekommt, während man selbst unter Vorhaltung irgendwelcher Argumente nur mit 1 % oder 2 % abgespeist worden ist.


    Redest Du jetzt innerhalb EINES Unternehmens oder bezogen auf eine BRANCHE?
    Über derartige Gehaltsunterschiede innerhalb einer Branche würden sich viele wahrscheinlich freuen!! Wie gesagt, ich möchte nicht wissen, wie groß der Gehaltsunterschied zwischen einem Opel-Arbeiter und einem Porsche-Arbeiter ist.

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    Naja, es ist die Meinung von einem Redaktuer der auch viel Pendelt.


    Und? Das die Lokführer eine andere Meinung haben ist schon klar, aber interessant ist doch, wie die breite Mehrheit der Bevölkerung den Streik auffasst. Und die Stimmung kippt erstaunlich schnell zu Lasten der GDL. Und zwar je schneller, desto mehr über diese irrsinningen Forderungen berichtet wird und das Ausmaß des Streikes deutlich wird.


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    Ich geb Dir Recht: Die Damen und Herren hätten einen wirklichen Grund zum Streiken, keine Frage. Leider gibt es nur zu wenig der öffentlichen Kindertagesstätten, wodurch sich der Bahn-Effekt sicher nicht erzielen lassen würde


    ich wollte auf was anderes hinaus! Der User der das gepostet hat, war eher pro Streik, aber in diesem Fall dagegen. Das fand ich etwas absurd! Auf der einen Seite einen Streik bei den Lokführeren die extrem unverhältnismäßig agieren befürworten und denen die wirklich Grund hätten, das Recht nicht zugestehen und auf andere Lösungen verweisen. Und ein Streik bei Kindertagesstätten ist vom Gesamtschaden nicht ansatzweise mit dem der Lokführer zu vergleichen. Da lassen sich schon eher Lösungen finden...


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    Wie oben geschrieben: Ist die Strecke ausgeschrieben und der alte Betreiber verliert den Auftrag, dann gibt es Arbeit für Regionalverkehrs-Lokführer im entsprechenden Gebiet nur noch bei der neuen Firma. Da alle Regionalstrecken über kurz oder lang ausgeschrieben werden müssen und das dann auch regelmäßig wiederholt wird, haben die Lokführer - völlig verständlich - keine Lust, alle paar Jahre von vorn bei einem neuen AG anklopfen zu müssen und bei der Gelegenheit einen deutlich niedrigeren Lohn zu kriegen.


    Das ist richtig und verständlich. Aber was soll die Konsequenz sein?
    Hier wird ein Personalkostensprung von mehr als 30% gefordert - wie sollen die kleinen Privatbahnen das denn schaffen? Da brauchen die sich an der nächsten Ausschreibung gar nicht mehr beteiligen, weil sie bis dahin Pleite sind. Die GDL beißt quasi den Arm ab, der sie füttert... Das kleinere Unternehmen, die eine Nische bewirtschaften nicht so viel zahlen können wie ein Platzhirsch ist doch klar...
    Man kann ja durchaus eine einheiltliche Regelung für solche Fälle erarbeiten, aber nicht so, wie es die GDL versucht. Und wenn es nur darum ginge, die Lokführer bei einem Betreiberwechsel sozial abzusichern, dann wäre eine Lösung schon mit Sicherheit gefunden.

    Sehr schöner Artikel aus dem Tagesspiegel:
    Klick


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    Wofür ich allerdings gar kein Verständnis hätte, wären Streiks in Kindertagestätten. Da hätten die Betroffenen ein echtes Problem und VERDI durchaus andere Möglichkeiten.


    Und die, die dort arbeiten hätten einen echten Grund zum Streiken!!!!
    Oder glaubst Du eine Kindergärtnerin verdient auch nur ansatzweise so viel wie nen Lokführer?? Und deren nervliche Belastung liegt ungleich höher.

    Es ging mir jetzt darum, wer vornehmlich getroffen wird!
    Natürlich wird auch bei den Privaten gestreikt, aber die DB ist aufgrund der viel höheren Anzahl von GDL-Lokführer trotzdem härter getroffen ...


    ... mit im Sande verlaufen würde, meinte ich übrigens die Wahrnehmung der breiten Masse.
    Wenn der Metronom von Hamburg nach Cuxhaben ausfällt, dann interessiert das in Berlin eben keinen.

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    Original geschrieben von Amerikaner
    Das stimmt doch eben auch nicht, die GDL möchte etwas von A und B gemeinsam (mehr Lohn und einheitlichen TV).


    Aber den "Löwenanteil" der Forderung will Sie nun mal von "B" (den "kleinen" Bahnunternehmen). Hier sollen schließlich gut 30% Lohn draufgelegt werden i.V.m. einheitlichem Tarifvertrag...


    Statt dann auch bei "B" den Schwerpunkt des Streikes abzuhalten, wird dieser auf dem Rücken von "A" (DB) ausgetragen, was nun mal paradox ist. Aus verhandlungstechnischer Sicht macht es nicht den geringsten Sinn, da eine Einigung mit den anderen Unternehmen in viel weiterer Ferne liegt als mit "A" bzw. schlichtweg utopisch ist.


    Blöd für die GDL, dass deren Mitgliederanteil bei den Konkurrenzunternehmen entsprechend gering ist, weshalb ein Streik dort auch im Sande verlaufen würde...


    Ich bin mal wirklich gespannt, wie die GDL da ohne Gesichtsverlust wieder rauskommen will. Das alle 6 Konkurrenzunternehmen tatsächlich 30% Lohn drauflegen, damit werden die doch wohl selbst nicht rechnen, oder? Den gemeinsamen Tarifvertrag werden die auch im Leben nicht abgeschlossen bekommen.


    Da also eher die Hölle einfrieren wird, als das die GDL ihre aktuellen Forderungen durchbekommt, bin ich nun mal gespannt, wie lange die Streiks noch laufen bzw. welches Angebot die GLD am Ende absegnet...

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    Original geschrieben von archie83
    Wenn die Lokführer so wichtig sind, dass ohne sie nichts geht, gibt es genau zwei Alternativen:


    1. Entsprechende Entlohnung
    2. Verbeamtung


    Zu Punkt 1 fällt mir nur ein Zitat aus dem Film "Payback" ein: " Es ist niemals genug"


    Die Lohnsteigerung von 4% über 2 Jahre wurde hier ja schon als "veräppeln" abgetan. Wenn es dieses Jahr also 5% werden, dann darf das im nächsten Jahr keinesfalls unterschritten, sondern muss eher noch überboten werden


    Was mich mal interessieren würde (das weiß ich wirklich nicht): Die Gewerkschaft handelt doch normalerweise einen Abschluss für alle Arbeitnehmer aus und nicht nur für die, die gewerkschaftlich organisiert sind, oder?


    Läuft das bei der Bahn bei 2 Gewerkschaften anders? Bekommen da nur die mehr Geld, die in der jeweiligen Gewerkschaft sind?
    Andernfalls müsste ja der Abschluss mit EVG irgendwie aufgelöst werden oder würde die neue Forderung/Einigung der GDL noch mal ontop auf den bereits erfolgten Abschluss der EVG kommen???




    Zitat

    Ich glaube aber schon, dass man sich leicht veräppelt fühlt, wenn man den gleichen Job wie der Kollege hat, aber grundsätzlich unterschiedliche Rahmenbedingungen vorfindet, obwohl man in der gleichen Branche tätig ist,


    Dann sollten die Leute bei Opel mal streiken und auf die Gehälter bei Porsche hinweisen :p

    ... in der Energiebranche wird natürlich auch gestreikt, aber die DÜRFEN schlichtweg nicht in dem Umfang streiken, wie es die Lokführer tun. Theoretisch würde es schon ausreichen, wenn die Schichtleiter auf den Leitwarten der Energiesteuerung streiken, dann wäre es zappenduster in den Städten.


    Das ist ja der Grund, weshalb ich mich über die Unverhältnismäßigkeit aufrege! Und warum sind die Lokführer so privilegiert??? Als nächstes könnten sich auch die Mitarbeiter in den Stellwerken organisieren und sagen, wir legen einfach keine Weichen mehr um...


    Es gibt viele kleine Rädchen, die dieses Land am Laufen halten und deren Ausfall das Land mehr oder weniger komplett lähmen würde. Nahezu alle Rädchen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und streiken moderat. Nur ein Rädchen (Lokführer) dreht einmal im Jahr völlig frei :rolleyes:

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    Original geschrieben von dagosta
    Ich kann das ganze Gejammere nicht nachvollziehen.
    Bei diesem Streik geht es aber nur um irgendwelche Züge, deren Zuverlässigkeit doch eh reine Glückssache ist.


    Daran merkt man, dass Du kein regelmäßiger Bahnfahrer bist ;) Wenn "irgendwelche Züge" ausfallen, wirkt sich das erfahrungsgemäß auf den kompletten Fahrplan aus und ein Streik am Morgen schafft es, den gesamten Tag entgleisen zu lassen. Wenn dann noch die Züge an neuralgischen Punkten "abgestellt" werden, dann sind wären auch die noch fahrenden Züge blockiert...


    ... und gejammert, haben bisher nur sehr wenige. Die Leute/Bahnkundschaft ärgert sich einfach ob der Dreistigkeit dieser Forderung. Das ich heute morgen einen anderen Arbeitsweg nehmen muss und der etwas länger ist, geschenkt; aber die Gier der Lokführer ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Da wird ein Abschluss von 2,2% im 1. und einer von 1,8% im nächsten Jahr "als veräppeln" ausgelegt. Es mag zwar bestimmte bessere Abschlüsse geben, aber ich kenne zahlreiche Leute, die bei so einem Abschluss nen Luftsprung machen würden, zumal die Bahner jedes Jahr, solche Abschlüsse einfahren.


    Wenn ich Krankenpfleger wäre und hier mitlesen würde, würde ich wahrscheinlich anfangen zu heulen - die arbeiten nämlich ungleich härter und bekommen bestimmt nicht so viel wie ein Lokführer bei der Bahn.

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    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
      klimajacke:
    Von mir auch. Jeder, der in einem Wirtschaftsunternehmen arbeitet, soll so lang und hart streiken dürfen, wie er will. Nur so erzielt man einen echten Effekt und Wertschätzung für die geleistete Arbeit.


    Also bei Wikipedia steht zumindest auch geschrieben, dass ein Streik verhältnismäßig sein muss und das sehe ich hier mit Blick auf die Forderung einfach nicht gegeben.


    ... wenn es jetzt so wäre, dass die Lohführer in den letzten 10 Jahren keine Lohnerhöhung bekommen hätten, dann würde es ich auch anders sehen, aber die "erpressen" sich jedes Jahr eine Lohnerhöhung, indem sie ein halbes Land still legen (und hiermit meine ich noch nicht mal die Pendler, sondern eben auch den Güterverkehr).