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Kannst du das etwas näher begründen? Denn auf den ersten Blick sind die "Renewables" ja weitaus teurer im EK und der Grund für die ständigen Strompreiserhöhungen. So zumindest behaupten es ja die EEG-Gegner, Merit-Order und Co. kennen die nicht (und auch ich ehrlich gesagt nur ansatzweise).
Renewables die nach EEG vergütet werden, werden sowieso nicht "eingekauft" (oder wenn dann eher selten, aber das würde hier zu weit führen), sondern halt nach Gesetz vergütet. Der EEG-Strom wird dann von den Übertragungsnetzbetreibern an der Börse verkauft und dies logischerweise insegesamt mit Verlust (wäre der an der Börse zu erzielende Preis höher, würden die Anlagenbetreiber schließlich nicht die gesetzliche Vergütung in Anspruch nehmen). Die Übertragungsnetzbetreiber holen sich die Unterdeckung dann von den Stromvertriebsgesellschaft in Form einer Umlage zurück.
Das mit den negativen Preisen in der Nacht ist allerdings nicht so gravierend, als das dadurch das "Versorgermodell" gefährdet wäre. Die Stromvertriebe beschaffen einen Großteil ihres Portfolios schließlichlich über Jahre im Voraus, während die negativen Preise ein kurzfristiges Ereignis am Intraday-Markt oder maximal Day-Head sind.
Umgekehrt gilt: Wäre das Prinzip mit den negativen Preisen so gravierend (für wen eigentlich? Hier wird mit dem Begriff "Versorger" ziemlich lax umgegangen -> wir müssen zwischen Kraftwerksbetreibern und Händlern/Stromvertrieben unterscheiden), hätten doch schon alle auf die negativen Preise gesetzt? Das Problem ist eben, dass keiner genau weiß, wann der Preis ins negative kippt und sich so kurzfristig auch keiner mit Strommengen eindeckt...
Als Vertrieb könnte man ja in die Hände klatschen vor Freude und 2x abkassieren: Einmal beim Kunden für die Stromlieferung und einmal beim eigenen Vorlieferanten, der ja bei negativen Preisen dafür bezahlt, dass ich als Vertrieb den Strom abnehme.
Auch die Kraftwerksbetreiber könnten Happy sein: Die stellen einfach den Generator aus und sparen die variablen Kosten; "kaufen" dafür den Strom zur Erfüllung ihrer Lieferverpflichtung mit neagtiven Preisen an der Börse ein...
Wie gesagt, die negativen Preise haben zwar zugenommen, aber sie stellen für alle Marktbeteiligten keine verlässliche oder gar planbare Grundlage dar und sind kurzfristiger Natur...
Von daher beurteile ich es als halb so wild. Auch wenn es Konzernen wie E.On und RWE mittelfristig etwas schlechter gehen wird und die Dividende der Aktie mal etwas zurückgeht -> es wird sich immer noch lohnen!!
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Bei den momentanen Strompreisen, verdient ein Versorger nichts. Und mit Nichts meine ich Nichts. Die Margin für einige Kraftwerke ist in den negativen Bereich gerutscht.
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Deswegen steht man auf 2 Beinen manchmal besser. Ist im Kraftwerksbereich im Moment nicht ganz so viel zu holen, freut sich immer noch der Vertrieb ...
Die ganz fetten Jahre mögen zwar gerade nicht in Sicht sein, aber die Lichter bei den großen Versorgern gehen deswegen ganz bestimmt nicht aus. Und selbst wenn sich die Rendite (gemessen am aktuellen Kurs) mittelfristig halbiert -> ist dann immer noch besser als bei vielen anderen Werten