Im Tal von Elah
Zu wenig an Spannung, zu wenig an Story, zu wenig an Substanz. Der Film ist sehr ruhig, für mich zu ruhig. Da retten auch gute Schauspieler nicht mehr viel. Das Thema hätte eine bessere Inszenierung verdient.
*° (1,5/5)
John Rambo (Sylvester Stallone)
Das Wort "Film" ist hier unangebracht - es handelt sich um eine Splatterorgie par excellance, aber einen Film sucht man vergebens. Für mich reiht er sich perfekt in die miserablen Teile 2 & 3 ein. Rambo sagt glaube ich 4 Sätze im ganzen Film, eine Story gibt es nicht, und schauspielerisch wird zwar solides Mittelmaß, aber eben nicht mehr geboten. Rambo wird viel zu einseitig dargestellt, was im wunderbaren ersten Teil nicht der Fall war. Es gibt keinen "richtigen" Bösewicht, der aufgebaut wird oder verschiedene Facetten hat (siehe wiederum Teil 1).
Retten tut das ganze ein wenig die Action, die z.tl. wirklich gut inszeniert ist. Trüben tut das ganze die übermäßige Brutalität (hab ihn ungeschnitten gesehen), die nicht der Dramaturgie dient (siehe Soldat James Ryan), sondern zentraler Bestandteil des Films ist - allzu oft kommt es einem vor, das nur geballert wird um möglichst viele Stücke des menschlichen Körpers zu zerfetzen, als das es um die Rettung von Menschen ginge. Mir kam er sehr oft eher wie ein besserer B- bzw. Splattermovie vor. Und anders als im oben genannten Beispiel wirkt es einfach nicht authentisch.
Hätte man dem Film eine 30 minütige Einleitung mit Story geschenkt, und wäre das Ende nicht so kurz, hätte was draus werden können. So ist es nur ein Film, der zu wenig bietet um zu überzeugen und zu viel, um ihn schlecht zu finden.
*° (1,5/5)
Der Krieg des Charlie Wilson (Tom Hanks, Philip Seymour Hoffman, Julia Roberts)
Sehr gut gespielt, interessantes Thema, gut umgesetzt. Was fehlt ist etwas an Ernsthaftigkeit, es wird zu oft mit Humor an das ganze heran gegangen, so dass man als Zuschauer zwar nachdenklich, aber nicht allzu betroffen oder schockiert das Kino verlässt. Und dieses Thema sollte, wenn man es behandelt, mit genau diesem Anspruch in Angriff genommen werden. Zwar wird vieles erzählt, was einen in der Tat nicht erfreut und teilweise auch schockt, trotzdem bleibt dieser nicht ganz ernste Unterton den ganzen Film über bestehen.
Hanks u.v.a. Hoffman spielen sehr gut, Roberts gibt eine solide Leistung ab.
***° (3,5/5)
Au revoir...