Ich glaube so langsam driften wir ab.
Es geht nicht um "Islam vs. Christentum", es geht hier auch nicht um "Israel vs. Syrien und Iran".
Es geht darum, das ein Staat einen anderen zerstört um ein Ziel zu erreichen - die Zerstörung seiner Feinde, namentlich Hisbollah (Libanon) und Hamas (der momentan fast vergessene Konflikt im Gaza Streifen & den besetzten Gebieten).
Die Kernfragen sind doch dann also:
1.) Erreicht Israel sein Ziel?
2.) Welche Mittel werden dafür eingesetzt?
Zu 1.) Definitv nein. Israel kann Hisbollah und Hamas komplett auslöschen - es werden neue Terrororganisationen auferstehen, andere Namen, andere Führer, andere Märtyrer.
Israel (als auch die Araber) verstehen nicht, das ein Krieg gegen "den Feind" nicht bewirken wird, das der Feind verschwindet bzw. aufgibt. Auf arabischer Seite wird dem Hass gegenüber Israel wunderbar ein neuer Nährboden gegeben, auf israelischer Seite werden immer mehr Teile der Bevölkerung solche Kriege befürworten.
Und die Gegenreaktionen werden heftiger ausfallen - deutlich heftiger.
zu 2.) Die eingesetzten Mittel entbaren jeglicher Herangehensweise an Meinungsverschiedenheiten / Konflikten. Wenn ich auf der Gegenseite jemanden habe, der mich hasst, dann muss ich mich doch fragen - warum?
Woher stammt diese feindliche Einstellung?
Dies wird auf beiden Seiten nicht getan. Beide nehmen sich das Recht hervor, Menschen zu töten, Menschen zu entführen, Menschen zu terrorisieren und menschliches Leid zu erzeugen.
Hisbollah hat also 2 isr. Soldaten entführt - hat Israel dies nicht auch 10.000-fach getan? Hat Israel nicht ebenso Bomben auf pal. Gebiete geschossen und Menschen sogar gezielt getötet?
Und Israel zersört also pal. Gebiete ? Bringt Pal. um? Macht das die Hamas/Hisbollah nicht genauso? Werden nicht genauso isr. Einrichtungen zerstört und Menschen getötet?
Dieser Konflikt wird noch 1000e Jahre dauern. Da bin ich mir sicher. Die Kernfrage ("Was muss ICH tun, damit ich in Frieden mit dem anderen Leben kann, damit es mir UND ihm gut geht") wurde so lange ich lebe noch nicht angegangen - und wird es auch nicht.
Beide Seiten sind da einfach zu festgefahren und zu egoistisch - und die Welt verfolgt mehrheitlich leider eigene Interessen, um dort schlichtend einzugreifen.
Es ist schade zu sehen, das selbst unsere Politiker einen Waffenstillstand, und damit die Sicherung unschuldiger Menschenleben, ablehnen - Status Quo hin oder her. Reden und Verhandeln kann man danach immer noch. Es sei den man will den Tot unschuldiger Zivillisten als Druckmittel nutzen und ihn somit tolerieren - was an Abscheulichkeit nicht zu übertreffen ist.
Man sieht da leider, das die deutsche Politik international nur noch einer vorgegebenen Linie folgt - und diese nicht mehr hinterfragt, so wie es damals getan wurde.
Zu den USA fällt einem da leider einfach nichts mehr ein.
Au revoir...