Beiträge von leeredose

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Das sehe ich anders ... zeitgemäß wären GSM und LTE!


    Bis GSM endgültig abgeschalten wird, dürften noch einige Jahre vergehen, insbesondere da im Hintergrund noch sehr viele GSM-only Modems arbeiten


    Insbesondere muss man sich immer vor Augen halten, was mittlerweile über das GSM-Netz gesteuert wird (insbesondere weil bei den batteriegespeisten Geräten UMTS und LTE viel zu viel Energie benötigen würde):
    - Unterwerke
    - Trafos
    - Stromzähler
    - (Fahrkarten-, Verkaufs-)Automaten
    - EC-Terminals
    - Bankautomaten
    - Flotten-Lösungen (u.a. Carsharing)
    - Waren-Transport-Sicherungen und -Überwachungs-Anlagen (z.B. Temperatur-, Wege-, Stoß- und Diebstahl-Überwachung)
    - Steuerungen für Ampeln, Straßenbeleuchtung etc.


    Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die Frequenzen bei einer Neuvergabe technologieneutral vergeben werden.

    Zitat

    Original geschrieben von jokay2010
    Es ist schließlich ein unterschied, ob ich 42Mbit durch die Anzahl der Kunden oder 7,2 Mbit durch die ANzahl der Kunden teilen muss..


    Vorsicht, Du darfst nicht die Geschwindigkeit durch die Nutzer teilen, sondern musst hier mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Zeit-/Code-Schlitze ansetzen, da die 42Mbit/s(*) lediglich durch ein anderes Codierungs-Verfahren erreicht werden und an der Luftschnittstelle nichts verändern!


    Du hast lediglich dann einen Vorteil, wenn ein Zell-Mitnutzer (mit einem entsprechenden Endgerät) seine Übertragung aufgrund der höheren Geschwindigkeit schneller abschließen kann und somit seinen Zeit-/Code-Schlitz freigibt und der RNC ihn dir zuweisen kann.


    EDIT:
    (*): Gut, bei 42,2Mbit/s wären mehr als eine Zelle / FDD-Band beteiligt, aber dies könnte ich ansonsten weiteren Endgeräten zuweisen.

    Hi,


    führt euch bitte mal vor Augen, wie TCP funktioniert, dann werdet ihr schnell feststellen, dass ein präzises drosseln auf exakt 64kbit/s nicht so einfach möglich ist.


    In der Praxis wird es i.d.R. dadurch gelöst, dass Du einen gewissen Token-Bucket pro Zeiteinheit erhältst und wenn dieser dann leer ist, fließen kurzzeitig keine Daten, sodass Du im Mittel relativ genau auf diese 64kbit/s kommst.

    Zitat

    Original geschrieben von jokay2010
    wo die Telekom als einziger Anbieter nahezu alle Sender auf 42Mbit/s umgestellt hat.


    Die 42Mbit/s bringen Dir aber kapazitätstechnisch keinen wirklichen Vorteil außer, dass eine größere Übertragung evtl. schneller beendet ist.
    Du hast pro Zelle deswegen nicht mehr scrambling Codes zur Verfügung, lediglich die zur Verfügung stehenden Zeit-/Code-Schlitze werden durch ein anderes Kodierungsverfahren effektiver ausgenutzt.


    Hier in der ländlichen Umgebung merkst Du die 2G-Zellauslastung bei T-Mobile ganz deutlich; teilweise gelingen Anrufe erst nach mehreren Versuchen.
    Im O2- oder ePlus-Netz fehlen mir die Erfahrungen, allerdings habe ich auch bei Vodafone mit der richtigen Hardware meinen Tarif im 3G-Netz zu jeder Zeit voll ausnutzen können.

    IMHO war O2 mit den Kapazitätsproblemen lediglich der Anfang.


    Schau Dir doch derzeit mal T-Mobile an. - In ländlichen Gebieten bauen sie hier in BW gerade ganz verzweifelt UMTS aus, weil 2G sowas von dicht ist. In den Städten dürften sie derzeit auch merken, dass es ein Nachteil ist, lediglich 2 FDD UMTS-Frequenzbänder zu haben.


    Vodafone ist hier derzeit noch nicht wirklich schlimm, aber letztlich ist das auch nur eine Frage der Zeit, ebenso bei ePlus.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Es wird aktuell nur eine Priorisierung im GSM/UMTS-Netz und diese betrifft aussschliesslich BOS (Behörden), also Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, etc....


    Du wirfst hier zwei Dinge durcheinander.


    Zum einen die Priorisierung für BOS nach GSM-/UMTS-Spezifikation (bei der dann notfalls andere Teilnehmer getrennt werden können) und die zweite, die ich im Backbone bzw. an der Serving GPRS-Support-Node erledige.

    Beim FEST in Karlsruhe steht in diesem Jahr zum ersten Mal eine mobile BTS.


    So wie es aussieht, scheinen sich T-Mobile und O2 hier einen Masten zu teilen.


    Als Hänger kommt ein MRT20-MKI der Firma Schwan zum Einsatz. Die O2-BTS steht im Hänger, während sich die Huawei-BTS mit einem Platz vor dem Hänger begnügen muss.


    Der Richtfunk der O2-BTS scheint am Masten in der Herrmann-Leichtlin-Straße terminiert zu werden.