Nach einem Jahr ebay-Abstinenz gleich mal wieder an eine Nulpe geraten (zumindest aus meiner Sicht...):
Folgendes: Habe einen Artikel (Kleinstteil passt in Großbrief) per SK gekauft.
Oben in der Artikelübersicht findet sich unter dem Punkt Versandkosten Folgendes: "Kostenlos
Deutsche Post Brief Service nach: Deutschland".
Unten unter Verpackung & Versand:
"Kostenlos Deutschland Deutsche Post Brief"
Noch weiter unten unter Zahlungshinweise: "Versand erfolgt nach Geldeingang. Bei Selbstabholung erfolgt Nachlaß 2,20 € Versandgebühr."
Sonst keinerlei Angaben zu Versand oder Versandkosten. Nun schrieb mir die gute Frau, ich möchte Kaufpreis + 2,20€ Versand überweisen (die Summe hat sie dann gleich auch noch mit 1€ Puffer zu ihren Gunsten gebildet).
Daraufhin schrieb ich, dass sie sich geirrte haben muss, denn der Versand sei ja explizit kostenlos.
Daraufhin ihre Antwort, ich solle den Kaufpreis zahlen und gut ist, sie möchte sich nicht streiten.
Vor ein paar Minuten erneute Nachricht: "ich hatte doch geschrieben, daß die 2,20 ? Porto nur bei Selbstabholung wegfallen. Es wäre also nett, wenn Sie Kaufpreis + 2,20€ Porto überweisen würden" (Anm: Diesmal hat sie die Summe korrekt gebildet).
Ich sehe die Sache völlig anders. Der Hinweis unter Zahlungshinweise kann genauso dahingehende verstanden werden, dass bei einer Selbstabholung der Käufer nur Kaufpreis - 2,20€ bezahlen muss. Die explizite Angabe "Versand kostenlos" kann dann nur dazu führen, dass der Käufer davon ausgeht, die Verkäuferin habe die 2,20€ bereits in den Kaufpreis miteinkalkuliert.
Nicht dass ich mich um die 2,20€ großartig streiten möchte, ich wäre zu einem 1,10€ / 1,10€ Kompromiss bereit.
Aber ich fühle mich eindeutig im Recht, oder habe ich was falsch verstanden. Meinungen bitte! 