Doch, ebay ist zumindest mitverantwortlich.
Wer eine solche "einfach" zu benutzende Plattform schafft, und damit eine Gefahrenquelle eröffnet, muss deren Risiken auch angemessen begegnen.
Und das tut ebay.de m.E. nicht ausreichend.
Man muss dazu auch im Auge behalten, welchen Status ebay genießt und welchen Sicherheitsfaktor dies dem Durchschnittsnutzer suggeriert.
Da kommt doch keiner auf die Idee, es bei 15 positiven Bewertungen mit einem frisch angemeldeten Zweitaccount zu tun zu haben, der auf den Fantasiedaten eines Betrügers (der für den gesamten Bewertungsfake mehrere Dutzend Fakeaccounts aktiv haben musste) beruht und mit dem noch keine einzige Transkation tatsächlich durchgeführt wurde?
Und gerade wenn wie hier schon ein Fall bekannt geworden ist, also ein Account gesperrt wurde, dann muss sich ebay auf die Suche nach weiteren Angeboten dieser Person machen, entweder anhand von Beschreibungsübereinstimmungen, IP-Daten oder weiteren identischen Merkmalen (z.B. Kontonummer bei Überweisung +).
Im Fall von Vampyre hätten - eine ordentliche Überprüfung der Anmeldedaten vorausgesetzt - nach dem Auffliegen der ersten Serie sämltiche weiteren Accounts stillgelegt und weitere Neuanmeldungen unterbunden werden können.
Dann sollen sie die Anzahl der möglichen Accounts pro Person einschränken (zumindest für Neuanmeldungen eine gewisse Sperrfrist einführen), den ersten Account incl. PostIdent gratis anbieten, für alle weiteren Accounts soll der Nutzer dies selber zahlen.
Weiter müssen für neuangemeldete Accounts bzw Accounts mit wenigen Bewertungen Obergrenzen für den Wert der eingestellten Waren geschaffen werden. Gewerbliche Anbieter können davon ausgenommen werden.
Bewertungen für abgeschlossene Transaktionen sollten erst nach einer bestimmten Frist möglich sein.
Da gäbe es einiges zu vebessern.
Es kann nicht angehen, dass Außenstehende in Foren und Newsgroups, denen ja weit weniger Informationen als ebay selbst zur Verfügung stehen, Tage vor der (möglichen) Eingreifen von ebay Bescheid wissen.