T-Mobile A wagt jetzt noch den Zwischenschritt UMTS900 auszurollen für mehr Kapazität im mobilen Internet bei gleichzeitiger Wahrung der Kompatibilität zu älteren Endgeräten. Dafür ist der Schritt sinnvoll. Man will den Bereich um 2,1GHz so schnell wie möglich freibekommen für LTE, wo man die Kapazität benötigt ohne UMTS gleich abzuschalten. Da die Technik auf Single-RAN modernisiert wurde, ist auch ein späterer Wechsel von U900 zu L900 problemlos möglich. A1 wird das sicherlich genauso machen ist aber deutlich zurückhaltender.
Österreich ist ein Roamingland. Während die eigenen Kunden die Pakete monatlich zahlen, unabhängig davon, wie viel wirklich verbraucht wird (fixe Monatskosten), kann man von den roamenden Kunden nur was verdienen wenn diese Daten übertragen (Abrechnung nach KB). Da viele Netzbetreiber den Kunden im Roaming nur UMTS ohne LTE freigeben, können diese Kunden also nur im UMTS die Daten verbrauchen. Wenn die österreichischen Netzbetreiber was von diesen vielen Kunden verdienen wollen, müssen die in den Touristengebieten UMTS anbieten. In den weniger frequentierten Gegenden ist das halt UMTS900. Gerade wegen Single-RAN ist die Investition nicht doppelt und die Geräte werden später ohne hohen Kosten von U900 auf L800/900 umkonfiguriert.
In Deutschland sind die roamenden Kunden prozentuell gesehen eine sehr kleine Gruppe. Diese sind auch weiter verstreut und nicht so konzentriert wie in Österreich. Deswegen lohnt es sich nicht, den Zwischenschritt mit U900 zu machen. Die eigenen Kunden will man ja zu LTE-Nutzung animieren statt mit weiteren Ausbau von U900 die Billigangebote aufzuwerten.