Beiträge von peterdoo

    Im schlimmsten Fall hat der Threadersteller einen 9 ct. Inlandstarif. Laut GEREK Richtlinien zum EU-Roaming wäre die Verbindung selbst bis zum Anbieter der Leistung mit 3,06€ abgegolten. Bestenfalls hatte er noch ein Minutenkontingent oder eine Flat, womit die Verbindung selbst nichts zusätzlich kosten würde. Dort steht ziemlich klar: die Verbindungskosten sind auch zu den Sonderdiensten im EU-Roaming reguliert, der Preis der Leistung nicht (unabhängig davon, ob getrennt ausgewiesen oder ein Gesamtpreis).


    Dann hat er eine Leistung in Anspruch genommen, die in Deutschland 60 Cent kostet. Die Zusatzkosten für die Verbindung von einem anderen Ort hat er schon mit max. 3,06€ bezahlt, so dass es keine zusätzlichen Beteiligten gab und weder dem Anbieter der Leistung noch dem Telefonieanbieter Zusatzkosten entstanden. Jetzt stellt sich die Frage, ob ein und dieselbe Leistung wirklich mit 139€ statt mit 0,60€ berechnet werden darf?


    Selbst wenn irgendwas nicht reguliert ist, sehe ich eigentlich kein Recht darauf, den Preis für ein und dieselbe Leistung abhängig vom Ort des Auftraggebers zu machen, ohne dass wegen des anderen Ortes des Auftraggebers die Kosten des Auftragnehmers anders wären.

    Ich habe heute bei einem Regulierer angefragt und schnell die Antwort bekommen:


    Die Sonderdienste sind in den GEREK Richtlinien zum Roaming (http://berec.europa.eu/eng/doc…egulation-eu-no-531_0.pdf) genauer spezifiziert. Kapitel "O. Value-added services" (Seite 39).


    Ich verstehe das so, dass der Anbieter die "Verbindung" zur Nummer aus dem EU-Roaming genauso wie die anderen Anrufe abrechnen muss (im Rahmen der Minutenkontingente oder Flat). Die Sonderdienste selbst können aber im EU-Roaming frei bepreist werden, unterliegen nicht der EU-Regulierung und dürfen zusätzlich berechnet werden.


    Bei einem Anruf mit einer deutschen SIM aus z.B. Frankreich auf eine österreichische Sondernummer, könnte der Anbieter so sicherlich durch sein Recht auf eine Marge einen fast beliebigen Preis festlegen. Ist jedoch ein Preis für den Anruf auf dieselbe österreichische Sondernummer von Deutschland aus schon festgelegt, frage ich mich, ob für dieselbe Leistung ein anderer Preis (im EU-Roaming) gerechtfertigt werden kann nur weil von einem anderen Standort in Auftrag gegeben? Die Mehrkosten für die Weiterleitung des Anrufs aus Frankreich nach Deutschland sind ja schon mit dem regulierten Roamingpreis abgedeckt. Ab dort weiter ist die in Anspruch genommene Leistung dieselbe, als wenn man in Deutschland wäre.


    Bei einem Anruf mit einer deutschen SIM aus z.B. Frankreich auf eine deutsche Sondernummer ist ein Preis für den Anruf auf dieselbe deutsche Sondernummer von Deutschland aus schon festgelegt. Der Preis ist zwar nur für die Anrufe aus Deutschland reguliert, aber trotzdem frage ich mich, ob für dieselbe Leistung ein anderer Preis (im EU-Roaming) gerechtfertigt werden kann nur weil von einem anderen Standort in Auftrag gegeben? Die Mehrkosten für die Weiterleitung des Anrufs aus Frankreich nach Deutschland sind ja schon mit dem regulierten Roamingpreis abgedeckt. Ab dort weiter ist die in Anspruch genommene Leistung dieselbe, als wenn man in Deutschland wäre.

    Zitat

    Original geschrieben von Senfdazugeber
    ...aber unter obigem Link schreibt die Telekom einzig und alleine, daß Sonderrufnummern nicht kostenfrei erreichbar sind. "Kostenfrei" ist nicht dasselbe wie "kein Roamingzuschlag auf das im Inland geltende Entgelt".


    EU Roaming schreibt ja nicht "kein Roamingzuschlag auf das im Inland geltende Entgelt" vor, sondern es gibt nur einen Höchstpreis/Referenzpreis für alle regulierten Anrufe. Der heißt: „inländischer Endkundenpreis“.


    Zitat

    „inländischer Endkundenpreis“ ist das inländische Endkundenentgelt pro Einheit, das der Roaminganbieter für Anrufe und versendete SMS-Nachrichten (die in verschiedenen öffentlichen Kommunikationsnetzen im selben Mitgliedstaat abgehen und ankommen) ... berechnet.


    Das im Inland tatsächlich geltende Entgelt für den Anruf auf eine bestimmte Nummer ist also unerheblich. Der Referenzpreis ist für alle regulierten Anrufe der Preis, der zwischen verschiedenen öffentlichen Kommunikationsnetzen zuhause (im selben Mitgliedstaat) berechnet wird. Wäre es nicht so, müsste man auch die Auslandsanrufe im EU Roaming teuer bezahlen (teurer Inlandspreis ohne Aufschlag).


    Schafft man es, die Anrufe zu Sonderdiensten als die regulierten Roaminganrufe zu deklarieren, müsste auch zu diesen Rufnummern maximal derselbe Preis im EU-Roaming wie zum Festnetz/Mobilnetz gelten. Unabhängig von den Kosten, die dem Anbieter entstehen.

    Nochmals. Wir reden über einen Zugang zum Netz mit den meisten Kunden in der EU. Und das Netz ist gar nicht so marode, wie es hier dargestellt wird. Weniger ausgebaut schon, dafür sind auch die Betriebskosten niedrig. Die Festnetztelefonie ist stark im Fallen, die wandert Richtung Mobilfunk hin.


    Carlos Slim hat mit A1 als Vodafone Partner und guten Verträgen mit allen Netzbetreibern in Deutschland schon sehr guten Zugang zum deutschen Markt.


    Google&Co. machen bisher alles, nur um nicht als Netzbetreiber eingestuft zu werden. Ich glaube nicht, dass sich daran was ändern wird.


    Es sind ja noch andere Zahlungsmöglichkeiten möglich wie z.B. Aktientausch oder Tausch der Unternehmensanteile aus anderen Ländern.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Generell denke ich ist es schwierig jetzt noch jemand zu finden der o2 im aktuellen Zustand uebernehmen moechte: Das Netz ist eine Mischung aus vielerorts nur GSM/EDGE Steinzeittechnologie und Baustelle, die Kunden eine Mischung aus Geizhaelsen denen 5€ im Monat noch zu teuer und Leechern denen 50GB noch zu wenig sind und ihre 9,99€-14,99€ Free-Flat zum gluehen bringen.


    Sicherlich gibt es Schwachstellen und Probleme. Wir reden hier jedoch vom Netz mit den meisten Kunden in der EU. Selbst bei niedrigen Preisen sind die Einkommen hoch. Das Netz ist durch weniger Abdeckung günstiger. Offensichtlich gibt es eine große Kundengruppe, der das Preis-/Leistungsverhältnis zusagt. Jetzt so schwarz/weiß zu malen, ist nicht angebracht. In so großem Land wie Deutschland ist sicherlich genug Platz für drei Netzbetreiber.


    Auch Vodafone war zuletzt fast eine Woche ohne Online- und App-Zugang. Die gibt es weiterhin ;)

    Zitat

    Original geschrieben von sailing2capeside
    Naja, am Flughafen Tegel fand ich es zuletzt sehr schwer von den 100GB was abzuknabbern, die 20 MHz L26, die im Sommer dazukamen sind wohl schon wieder verpufft. Noch langsamer war ich nur am Flughafen Schönefeld.


    Da haben wir es am Flughafen München gar nicht so schlecht. Terminal 2S, Gates K, 20 MHz L26 ohne CA: