ZitatOriginal geschrieben von surfmobile
Ich habe irgendwo gelesen, dass es gerade bei Prepaid wesentlich einfach sein soll das kostenlose EU-Roaming auszuhebeln. So kann z.B. ein höherer Inlands-Verbrauch als Auslands-Verbrauch erwartet werden und das Nichteinhalten als Missbrauch gewertet werden.
Nein. Darf nur als ein Indikator für den möglichen Missbrauch gewertet werden und gibt dem Anbieter das Recht zu überprüfen, ob der Kunde Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz in Deutschland hat. Ist das bestätigt, darf man die ganzen Mengen im EU-Roaming fast das ganze Jahr lang zuschlagsfrei verbrauchen. Siehe die beiden Beispiele mit Lara aus Madrid, die in Deutschland studiert, und mit dem tschechischen Journalist Jacek, der in Italien stationiert ist, aber oft reisen muss in dem folgenden Text der EU:
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-3164_en.htm
Da Lara aus dem EU-Beispiel als Studentin u.U. nicht einfach die Bonitätsprüfungen in den beiden Ländern schafft, die für den Abschluss eines Vertrags notwendig sind, muss man davon ausgehen, dass alles auch für Prepaid gilt.
ZitatOriginal geschrieben von surfmobile
Und die EU hat ja den Mobilfunkern versprochen, dass sie Ausnahmeregelungen schaffen wird, damit nicht Verträge/SIM-Karten aus billigen EU-Ländern im Dauerroaming in teuren EU-Ländern missbraucht werden und durch die Roaming-Kosten sich letztlich die Inlandspreis in den billigen EU-Ländern verteuern müssten, da die Netzbetreiber die Kosten ja irgendwie kompensieren müssen. Genau das will die EU verhindern, denn sonst würden einige Wenige (Dauerroamer) auf Kosten der vielen Anderen profitieren. Das wäre ein klassischer Schuss in den Ofen.
Es geht nur darum, dass die Einwohner eines Landes nicht die Karten eines anderes Landes nutzen sollen. Die, die in Frankreich Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz haben, sollen in Deutschland zu französischen Preisen die 50GB verwenden dürfen, wann immer die wollen. Nur wenn die jemanden finden, der keinen Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz in Frankreich nachweisen kann, darf der schnell geblockt werden. Genauso sollen auch die mit einem Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz in Deutschland die 50 GB von O2 beliebig oft im EU-Roaming verwenden dürfen.
So zumindest die momentanen Versionen der EU-Vorschläge.
Die etwas populistischen Aussagen, dass "einige Wenige auf Kosten der vielen Anderen profitieren" kann man ja jetzt schon genauso verwenden. Die IP+ Benutzer werden von den anderen subventioniert. Genauso wie die Landbewohner, wo die Infrastruktur pro Nutzer teurer ist, von den Einwohnern der dichter besiedelten Gebiete subventioniert werden. Sicherlich könnte man solche Fälle auch auf dem Länderniveau innerhalb von Deutschland feststellen. Zum glück werden solche Statistiken nicht veröffentlicht und sollten auch beim EU-Roaming möglichst keine Rolle spielen.
ZitatOriginal geschrieben von surfmobile
Bei Ex-Eplus-SIM-Karten gibt es auch kein 4G-International-Roaming und wenn Telefonica für die 50 GB Karten eine Ausnahmeregelung genehmigt bekäme, dass nur 10%, also 5 GB im Ausland genutzt werden dürfen, wäre das Problem doch schon deutlich entschärft. 5GB-Roaming-Optionen gibt es bei O2 selbst ja jetzt schon. (EU-Roaming Flat migr. heißt diese Option)
Nach den momentanen Vorschlägen der EU wären keine solche Einschränkungen möglich, sobald man Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz in Deutschland nachgewiesen hat. O2 könnte bei solchen Karten jedoch das Roaming komplett deaktivieren wie es z.B. Lidl bei den nur Datentarifen macht. Urlaubspaket könnte man die dann aber nicht mehr nennen ![]()
ZitatOriginal geschrieben von independent
Weil das Management nicht will, dass bei den betroffenen Kunden die Option aktiviert wird...
Es sieht so aus, als würde das Management nicht so richtig wissen, wie die diesen Tarif abschaffen sollen.