Es geht ja gar nicht um "böse Absichten". Es geht nur darum, dass Du dem Heimnetzanbieter keine zu hohen Kosten verursachen solltest. Deswegen auch: "insignificant domestic traffic compared to roaming traffic".
Z.B. fährst Du mit dem Rad oft in Dänemark und hörst dabei Musik und verwendest Maps. Zuhause aber eher weniger Internet über Smartphone. Dein Anbieter könnte jetzt meinen, weil der Verbrauch im Roaming viel höher als in Deutschland ist, dass eine Bindung zu Dänemark besteht und die Zuschläge berechnet werden.
Oder Beispiel 2:
Jemand verbraucht monatlich brav seine 500 MB in Deutschland. Vor dem Urlaubsmonat bucht der den 10 GB Tarif und hofft damit im Urlaub Videos schauen zu können. Nach 2 Tagen und 2 GB meldet sich der Heimnetzbetreiber und fängt an, die Zuschläge zu berechnen.
Es ist ja klar, dass die Anbieter irgendwie geschützt werden müssen. Aber wenn die Beurteilung einfach denen überlassen wird, ab wann denen "roam like at home" nicht mehr angemessen erscheint und ich vor der Reise nicht weiß, ob ich mich noch innerhalb der Grenzen meines Anbieters bewege, sind wir wieder so weit wie bisher.
Wobei ich bei sehr vielen deutschen Tarifen keine Probleme sehe, da diese wegen der hohen Preise auch ohne einer FUP bestehen können. Z.B. die polnischen und die finnischen Anbieter könnten aber schon viel früher eine Verbindung zu den anderen Ländern feststellen und die Zuschläge berechnen.
Zitat
Plus Umsatzsteuer, also 10,11€ in Deutschland. Dennoch okay, wenn man zu den wenigen Nutzern zählen sollte, die die Roaming-Regeln missbraucht haben und daher zur Kasse gebeten werden.
Gleichzeitig zahlt man aber auch in Deutschland die etwa 10€/GB, wo man in der Zeit die MB nicht verbraucht, also in der Summe 20€/GB. Das finde ich nicht mehr angemessen. Und wenn man bedenkt, dass die Regelung erst in 2017 gelten wird und dann vermutlich einige Jahre unverändert bleiben wird, als sowohl in Deutschland als auch in den anderen Ländern die pro-MB Preise schon wesentlich niedriger sein werden, ist das kein gutes Angebot mehr. Es wäre viel angemessener wenn man die Gebühren im Heimland für die Roamingtage aussetzen würde und die MB/Minuten auch nicht an die Heimkontingente anrechnen würde.
Zitat
Ich stelle mir das extrem umständlich vor, die einzelnen User zu identifizieren, die das ganze System missbrauchen. Bin mal gespannt, was die Netzbetreiber zu dem Entwurf sagen, denn die müssen ja im Endeffekt die Arbeit machen...
Dazu haben sich die Anbieter schon geäußert. Einige wollen schon nach 2 Wochen im Ausland die Verbindung zu dem anderen Land feststellen. Die 90 Tage aus dem vorherigem Vorschlag waren fast allen viel zu viel.