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Original geschrieben von hrgajek
der Trend geht dahin, 3G (UMTS/HSPA) "früher" als 2G (GSM/EDGE/GPRS) abzuschalten.
Wie kann man den vom "Trend" reden wenn noch niemand nicht mal in die Nähe des Abschaltens angekommen ist. Weder bei GSM noch bei UMTS?
Das ist alles Zukunftsmusik. Heute hat UMTS wesentlich mehr Benutzer als GSM. Vom Abschalten kann noch keine Rede sein. Bei der Bundesnetzagentur wurde das so bewertet:
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Da bereits ein wesentlicher Teil aller Mobilfunkteilnehmer über UMTS-fähige Endgeräte verfügt, kann deren Sprachverkehr grundsätzlich über UMTS-Netze transportiert werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der übrigen Teilnehmer aufgrund einer geringeren Nutzungsintensität (z. B. viele Prepaid-Teilnehmer) weniger Sprachverkehrsaufkommen produziert. Daher geht die Kammer davon aus, dass das GSM-Netz eines der beiden fusionierenden Unternehmen ausreicht, um die GSM-Teilnehmer zu bedienen, deren Sprachverkehr nicht bedarfsweise in die UMTS-Netze migriert werden kann. Im Übrigen wird sich der Anteil der nur GSM-fähigen Endgeräte in den nächsten Jahren weiter verringern, so dass der Anteil des Sprachverkehrs, der nicht verlagert werden kann, ohnehin abnehmen wird. Auch Telefónica bestätigt grundsätzlich die Möglichkeit einer Verlagerung von GSM Verkehr in das UMTS-Netz.
EDGE scheint bei den Überlegungen überhaupt keine Bedeutung zu haben. Ist heute schon fast unbrauchbar. Nachdem der Umbau bei O2 fertig ist, werden die Anwendungen noch anspruchsvoller, weswegen es keinen Sinn macht heute dediziert EDGE auszubauen oder die anderen Entwicklungen deswegen zu blockieren, außer eine Verbesserung kommt automatisch mit dem Ausbau anderer Technologien mit (neue, bessere BS). Was immer bei der Telefónica umgebaut wird, muss die Anforderungen der Kunden im Jahr 2017 oder später im Blick haben. Das Problem bei o2/E-Plus auf dem Land scheint meistens die langsame Anbindung zu sein und nicht die verwendete Frequenz.
Das würde auf jeden Fall heissen, dass 262 03 GSM abgeschaltet wird und nur noch 262 07 mit etwas Erweiterungen fortgeführt wird, so wie es die BNetzA schreibt. Mit aggressivem Handover von GSM zu UMTS, sobald ein UMTS Sender erreichbar wird. Für später wäre es vielleicht sogar sinnvoll, für die wenigen überbliebenen Nutzer und die M2M Anwendungen nur ein GSM Netz für alle drei Netzbetreiber laufen zu lassen um die Frequenzen zu sparen, aber da wird die BNetzA vermutlich nicht mitspielen.
Wenn sowohl die Telekom, wie auch Vodafone 20 MHz und mehr für LTE1800 anbieten werden, kann Telefónica unmöglich bei höherer Kundenzahl nur 10 oder 15 MHz einplanen. Das wäre einem Selbstmord gleich. Bei der Telekom läuft GSM nur noch auf 900 MHz. Bei Vodafone ist bei GSM die große Mehrheit auf 900 MHz.