Beiträge von peterdoo

    Inzwischen können die Frequenzen mit Zustimmung der BNetzA verkauft werden. Definitive Aussage des BNetzA Vize im persönlichen Gespräch Mööp! Doch.

    Aber ich vermute, dass man damit auch die Ausbauziele mit kauft. Und wenn diese schon lange verfehlt sind, dann kann man einem die frisch erworbenen Frequenzen wahrscheinlich sofort wieder weg nehmen. Katze im Sack kaufen ist gefährlich.


    Ich glaube, 1&1 versucht weiterhin so "günstig wie möglich" seinen Netztraum zu verwirklichen. Der Schwerpunkt dürfte beim FWA (Fixed wireless Access) liegen, weil sich damit die hohen "Last Mile" kosten im Festnetz umgehen lassen.

    Das sehe ich auch so. Eine Art Ryanair im Mobilfunk. Das Netz einfach und günstig halten. Was fehlt, bei den anderen Netzbetreibern möglichst günstig dazu kaufen. Erinnert aber auch ein bisschen an Brexit & Co. Ich mache mich selbstständig, werde kein Teil des Systems mehr und behalte meine Einnahmen und Gewinne wie bisher und mehr, die Sonderbehandlung von früher und alle Vorteile vom System will ich aber trotzdem behalten. Die andere Frage ist, ob man mit nur 50 MHz n78 wirklich richtig FWA betreiben kann.


    Wo für Herrn Dommermuth die Schmerzgrenze beim Netz-Nicht-Aufbau-und-Ausstieg erreicht ist und was dann passiert, können wir nur spekulieren.

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger Möglichkeiten sehe ich, um je wieder aus diesem Weg ausscheren zu können. Der bisherige Vertrag mit den guten Preisen (Bitaccess) ist zu bestimmtem Zeitpunkt gekündigt. Der Roaming-Vertrag ist so verhandelt, dass mit der Zeit immer mehr Versorgungsfläche automatisch ausläuft. Der Weg zurück zum MVNO ist weitgehend gesperrt. Die Zahlung für die Frequenzen ist auf 12 Jahre gestundet. Sollte man aufgeben, wäre die Zahlung vermutlich sofort fällig, da diese auf die Verpflichtung geknüpft ist, hunderte Standorte in den weißen Flecken zu bauen, was mit der Aufgabe nicht erfüllt wird. Irgendwie wäre eine Aufgabe so teuer, dass man einfach nicht aufgeben darf. Die müssen sogar sehr aufpassen, dass die Aufgabe nicht von aussen BNetzA oder die anderen es nicht schaffen,


    Da hat Herr Donnermuth anscheinend 1&1 zum Weitermachen verdonnert :)

    Von der Pleite ist hier gar nicht die rede. Quam und Mobilcom haben die Frequenzen brav bezahlt und wurden normal abgewickelt. Quam existiert noch heute. Wenn was pleite gehen würde, dann das gesamte 1&1. Denn man kann nicht als eine AG eine eigene GmbH oder ähnlich absichtlich in die Insolvenz schicken und die Frequenzen unbezahlt lassen. Dann ist das Vertrauen in die AG weg. Mit solchen Leuten macht niemand Geschäfte. Die Aktien fallen und dann ist Schluss.


    Es geht eher darum, ob eventuell die Bremse gezogen wird, weil sich das Netz weiter verzögert und die Ausgaben steigen werden ohne Aussicht, dass diese in absehbarer Zeit von den Einnahmen durch das eigene Netz gedeckt werden oder weil die Gefahr droht, dass die Kunden ohne irgendein Netz im Regen stehen gelassen werden oder weil die Kunden massenweise abwandern weil denen die neue Netzabdeckung nicht ausreicht.


    Die haben zwar über 12 Millionen Kunden, aber der Vertrag mit o2 über die MBA MVNO-Netznutzung wird erstens immer teurer und kann zweitens ab 2026 nicht mehr genutzt werden (teilweise schon ab 2024 nicht mehr). Der Vertrag über das Roaming im o2-Netz sieht vor, dass das Roaming schrittweise abgebaut wird. Vor allem in den Großstädten. Ohne aureichend gut augebautem 1&1-Sendenetz stehen dann irgendwann die 1&1-Kunden in den Großstädten ohne Netz da.


    1&1 ist schon jetzt ziemlich "richtiger MVNO" im o2-Netz. Aber gerade das ist 1&1 ab dem 1.1.2024 nicht mehr erlaubt. Und die Preise, die sipgate und die anderen als MVNOs bekommen, sind höher als die, die 1&1 momentan an o2 zahlt. Um bei eventuellem Ende als Netzbetreiber mit Frequenzen wieder als MVNO tätig werden zu können, müsste 1&1:

    - Status eines Netzbetreibers mit Frequenzen aufgeben.

    - MVNO Status bekommen.

    - MVNO-Vertrag mit o2 (oder mit der Telekom) neu verhandeln. Wie wir sahen, können solche Verhandlungen mehr als 1 Jahr dauern. Da diesmal keine Auflagen wegen der Fusion oder aus der Frequenzversteigerung vorhanden wären, die o2 zu niedrigen Preisen zwangen, wäre die Verhandlungsposition von 1&1 sehr schlecht. Die würden nicht mehr die niedrigen Preise bekommen, die die bisher bei o2 hatten.

    - U.U. alle SIM-Karten wieder auf 262-03 umprogrammieren.


    Gerade deswegen ist einfach Aufgeben oder zurück zum alten Zustand bei so vielen Kunden viel schwieriger als wenn man nur wenige Kunden hat. Je länger man weiter macht, desto teurer wäre die Entscheidung, aufzugeben.

    Stell dir vor, 1&1 schafft es nicht, das Netz aufzubauen und will aufgeben. Da hätten wir dann 12 Millionen Kunden nur mit Core-Netz aber ohne Sendern (o2-Roaming ist auch nur befristet und mit der Zeit für immer weniger Fläche).


    Was kann man dann machen? Ein Marktteilnehmer ohne Netz in Deutschland hilft da nichts. Der kann auch kein Netz auf die schnelle her zaubern und bekommt keine Drillisch-Konditionen bei den anderen drei. Man kann nur die Kunden bei den bestehenden drei unterbringen. o2 und die Telekom kommen dafür nicht in Frage weil es in der Summe zu viele Kunden wären.

    Ha ha ha selten so Gelacht!!!! Ja Nee ist klar die 12 Millionen von 1und1 und Drillisch sind ja bloß jetzt schon im o2 Netz und welch ein Wunder das o2 Netz schafft dies!!!!! Hatte heute auf der Neuen Messe in Leipzig nur 317 Mbit/s. Gehabt so schlecht ist das o2 Netz ha ha ha!!!!!!!!!

    Vielleicht hast du "außer für o2" überlesen?


    Würden o2 und 1&1 zusammen gehen, hätte o2 etwa 10 Millionen Kunden mehr als die Telekom. Viel zu große Marktmacht, weswegen man das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht erlauben würde.


    Fast identisch wenn die Telekom 1&1 übernehmen würde.


    Nur bei der Fusion/Überahme Vodafone - 1&1 hätte man in der Summe ähnlich viele Kunden wie o2 (ohne 1&1), was, was die Regulierung betrifft, ziemlich problemlos machbar wäre. Dafür würde sich die Kundenzahl im Vodafone-Netz fast verdoppeln, was sicherlich schlimme Folgen für das Netz hätte.

    Was gar nicht so einfach ist, denn dann würden die sowohl das Roaming wie auch MBA MVNO verlieren. Einen neuen Vertrag für 30% der Kapazität in einem Netz zum Spottpreis wie damals wegen der Fusion o2 - E-Plus bekommen die nicht noch einmal.


    Ein Verkauf/Fusion mit einem der bestehenden drei würde vermutlich an zu hoher Marktmacht des neuen, größeren Netzbetreibers scheitern. Abgesehen davon, dass es außer für o2 nicht einfach ist, 12 Millionen Zusatzkunden im Netz zu "verdauen".

    Ja, alle 2600 MHz Frequenzen laufen Ende 2025 aus, auch, die von Telefónica an 1&1 vermieteten. Was ab 2026 kommt, ist noch offen.


    https://www.telekom.com/ajax/d…&ratio=landscape_ratio4x3

    Und ganz ehrlich mit je 10 MHz im Band 1 und Band 7 bekommt man kein gutes LTE-Netz hin. Auch nicht mit 50 MHz 5G ergänzend. Natürlich hat o2 nicht wenige Sparausbauten auf Band 1. Vodafone auch. Aber in der Masse, in den Großstädten, kommt man da nicht weit. Wenn man da typische 3 oder 4 - Bandausbauten nimmt, mit 3-1/7-20 bzw 1-3-7-20 (bzw. Telekom mit zweiten Band 3) wo man schlichtweg dann 50 bis 80 MHz hat.

    Du vergisst, dass 1&1 mit super truper OpenRAN arbeitet. Da können die anderen mit 90 MHz n78 und Massive-MIMO Antennen einpacken 🙃

    In Q3 wollen sie Tarife im eigenen Netz anbieten - spätestens dann können sie keinen Fachmedienartikel mehr aufhalten und müssen ihr Netz testen lassen.

    Wenn du keine Meisterprüfung als Netztester vorweisen kannst, werden deine Ergebnisse sicherlich unterdrückt :S

    Die haben schon jetzt gerichtlich feststellen lassen, dass das 1&1 Netz das modernste und das beste Netz in Europa wird. Sollte jemand Zweifel haben, können die auf eine vorhandene Entscheidung verweisen.

    Es wird nur geschrieben wieviele Standorte ihnen ermöglicht werden. Nicht, wieviele davon sie wirklich aufbauen und aktivieren. Ein guter Schachzug um im nächsten Schritt neue Ausbauhindernisse zu benennen.

    Gut beobachtet. Jetzt werden nur noch die Masten zur Verfügung gestellt. Von der Technik und Glasfaser dort ist keine Rede mehr. Einfach die Geisterstandorte.

    Man muss formal auf 1&1 Netz umstellen aber kann defacto weiterhmachen wie bisher.

    Nicht ganz. Die neuen SIMs ab 2024 müssen die IMSI 262-23 haben. Keine 262-03 mehr. Und das ist schon ein Unterschied. Bisher werden die SIMs vom o2-Netz als eigene gesehen. Mit der anderen IMSI als Roaming-SIMs. Vieles, was bisher o2 machte, muss dann 1&1 machen. Auslandsroaming usw.


    Der Geschäftsbericht zu Q1 ist verfügbar

    https://www.1und1.ag/

    Zu Mobilfunk nichts Neues. Klar, es wird jetzt so schnell gebaut, dass man die Standortzahlen nicht so schnell aktualisieren kann :S


    Es wird weiterhin ausschließlich Vantage Towers für die Verzögerung beschuldigt. Dass die anderen beiden (laut 1&1 Angaben im September 2022) weit mehr als 100 Standorte pünktlich zur Verfügung stellten und trotzdem nichts gebaut wurde, wird verschwiegen. Absichtliche Irreführung der Anleger? Es steht da auch, dass o2 das Roaming erst vorbereitet, was irgendwann im Q3 bereit sein soll. Hat sicherlich 1&1 für so spät beauftragt, ohne eine Reserve für mögliche Verzögerung einzuplanen.


    Zitat

    1&1 hat mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) vereinbart, die Kosten der erworbenen 5G Frequenzen in zwölf jährlichen Raten zu zahlen. Im Gegenzug zu der Stundung hat sich 1&1 zum Bau von hunderten Mobilfunkstandorten in sogenannten „weißen Flecken“ verpflichtet.

    Unglaublich, was die BNetzA, MMVI und BMF machten. Bei den so hohen zinsen, die es heutzutage gibt, auf diese zu verzichten. Bei der Geschwindigkeit, mit der die Standorte von 1&1 erschlossen werden, werden wir die Standorte in den weißen Flecken nie sehen. Ein Drittel der zinslosen Zeit ist schon vorbei, ich sehe aber noch keine von diesen hunderten Standorten in den weißen Flecken X( Irgendwie wird die vereinbarte Gegenleistung anscheinend nicht erbracht.