Das wird nicht passieren. Bei 15. Mio Kunden geht man nicht so schnell pleite. Außerdem könnten die auch die 5G Lizenz verkaufen und mit eigenem core Netz dann richtiger Mvno im Telefonica netz werden. Auch mit eigener Vorwahl, die sie ja eh haben. So wie Lebara oder sipgate.
Pleite würde außerdem dann erstmal nur die 1und1 Netz GmbH gehen oder wie die auch immer nochmal heißt. Denen gehört doch die Lizenz. Da ist doch die Haftung eh nur 25.000€.
United internet kann dann die Investition in das Netz abschreiben und gut ist.
Man darf das nicht mit quam vergleichen. Die hatten 250.000 Kunden. 1und1 hat mit Festnetz über 15 Mio Kunden. Das ist ne ganz andere Hausnummer.
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Von der Pleite ist hier gar nicht die rede. Quam und Mobilcom haben die Frequenzen brav bezahlt und wurden normal abgewickelt. Quam existiert noch heute. Wenn was pleite gehen würde, dann das gesamte 1&1. Denn man kann nicht als eine AG eine eigene GmbH oder ähnlich absichtlich in die Insolvenz schicken und die Frequenzen unbezahlt lassen. Dann ist das Vertrauen in die AG weg. Mit solchen Leuten macht niemand Geschäfte. Die Aktien fallen und dann ist Schluss.
Es geht eher darum, ob eventuell die Bremse gezogen wird, weil sich das Netz weiter verzögert und die Ausgaben steigen werden ohne Aussicht, dass diese in absehbarer Zeit von den Einnahmen durch das eigene Netz gedeckt werden oder weil die Gefahr droht, dass die Kunden ohne irgendein Netz im Regen stehen gelassen werden oder weil die Kunden massenweise abwandern weil denen die neue Netzabdeckung nicht ausreicht.
Die haben zwar über 12 Millionen Kunden, aber der Vertrag mit o2 über die MBA MVNO-Netznutzung wird erstens immer teurer und kann zweitens ab 2026 nicht mehr genutzt werden (teilweise schon ab 2024 nicht mehr). Der Vertrag über das Roaming im o2-Netz sieht vor, dass das Roaming schrittweise abgebaut wird. Vor allem in den Großstädten. Ohne aureichend gut augebautem 1&1-Sendenetz stehen dann irgendwann die 1&1-Kunden in den Großstädten ohne Netz da.
1&1 ist schon jetzt ziemlich "richtiger MVNO" im o2-Netz. Aber gerade das ist 1&1 ab dem 1.1.2024 nicht mehr erlaubt. Und die Preise, die sipgate und die anderen als MVNOs bekommen, sind höher als die, die 1&1 momentan an o2 zahlt. Um bei eventuellem Ende als Netzbetreiber mit Frequenzen wieder als MVNO tätig werden zu können, müsste 1&1:
- Status eines Netzbetreibers mit Frequenzen aufgeben.
- MVNO Status bekommen.
- MVNO-Vertrag mit o2 (oder mit der Telekom) neu verhandeln. Wie wir sahen, können solche Verhandlungen mehr als 1 Jahr dauern. Da diesmal keine Auflagen wegen der Fusion oder aus der Frequenzversteigerung vorhanden wären, die o2 zu niedrigen Preisen zwangen, wäre die Verhandlungsposition von 1&1 sehr schlecht. Die würden nicht mehr die niedrigen Preise bekommen, die die bisher bei o2 hatten.
- U.U. alle SIM-Karten wieder auf 262-03 umprogrammieren.
Gerade deswegen ist einfach Aufgeben oder zurück zum alten Zustand bei so vielen Kunden viel schwieriger als wenn man nur wenige Kunden hat. Je länger man weiter macht, desto teurer wäre die Entscheidung, aufzugeben.