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Original geschrieben von primetimesbruder
ich hab mich aus den oben genannten Gründen vor einiger Zeit mal informiert.
Nach meinem Wissensstand ist der Pockenimpfstoff zur Zeit gar nicht auf dem freien Markt erhältlich, d. h. der Hausarzt kann den Impfstoff nicht einfach so beim Grosshändler oder wo auch immer bestellen.
Vielleicht hat sich die Lage diesbezüglich aber auch schon geändert?!
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Der Hausarzt vielleicht nicht, aber unsere Bundesregierung schon.
Derzeit stehen der Bevölkerung etwa 24 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Soll auf 35 Millionen aufgestockt werden.
Zitat: Deutschland stockt Vorrat an Pockenimpfstoff auf
BERLIN. Die Bundesregierung lässt nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ (WamS) die Vorräte an Pockenimpfstoff aufstocken. Anfang Oktober habe das Bundesgesundheitsministerium einen Vertrag mit dem Pharma-Unternehmen Bavarian Nordic abgeschlossen, um bis zum Frühjahr den Vorrat auf 35 Millionen Dosen zu erhöhen, hieß es unter Berufung auf Angaben des Ministeriums.
Gegenwärtig stünden etwa 24 Millionen Dosen dieses Impfstoffes deutschlandweit zur Verfügung. Die zusätzlichen elf Millionen Dosen kosten demnach 26,8 Millionen Euro. Hintergrund sind mögliche Anschläge mit Pockenviren. Experten halten diese Gefahr bislang allerdings für eher gering. „Langfristig wollen wir für alle 80 Millionen Einwohner des Landes Impfstoff-Vorräte vorhalten“, zitierte die „WamS“ eine Ministeriums-Sprecherin. Noch sei jedoch unklar, wann dies erreicht sein werde, da dies auch von den Bundesländern abhänge.
Anders als in Großbritannien, wo bereits Ärzte und Helfer prophylaktisch geimpft werden, will man in Deutschland dem Bericht zufolge erst im Ernstfall mit Impfungen beginnen. Ein kürzlich von Gesundheits- und Innenministerium, Ländern und verschiedenen Instituten erarbeiteter mehrstufiger Notfall-Plan sehe vor, medizinisches Personal und Katastrophenhelfer erst dann zu impfen, wenn es im Ausland erste Pocken-Fälle gebe.
Sollten in Deutschland Pockenviren auftauchen, werde eine „Riegelungsimpfung“ vorgenommen, das heißt alle Kontaktpersonen eines Infizierten würden geimpft. Bislang wird dabei jedoch laut „WamS“ nicht beachtet, dass der traditionelle Pockenimpfstoff starke Nebenwirkungen hat, die bei immungeschwächten Menschen, aber auch Älteren und Kleinkindern Hirnhautentzündungen auslösen und sogar zum Tod führen können.
Ein effektiver Pockenschutz mit kalkulierbaren Nebenwirkungen sei für die breite Bevölkerung daher aus Expertensicht erst zu erreichen, wenn zudem ein Vorimpfstoff injiziert werde, der die Nebenwirkungen reduziere. In Deutschland besitze diesen jedoch bislang nur die Bundeswehr, die im September eine Million Dosen des Vorimpfstoffes geordert habe. /afp
Quelle: Deutsches Ärzteblatt