Ich lese: Dauerhafte Testerei.
Ich lese: Funktioniert nicht.
Ich lese: Bundesweit.
Ich denke ein System einmal im Jahr zu testen ist mehr als in Ordnung, mal zu einer anderen Uhrzeit (14 statt 11Uhr um endlich auch mehr Schulkinder zu erreichen) würde ich empfehlen. Für Feueralarme sind in öffentlichen Gebäuden in Bayern zwei Übungen per Jahr vorgeschrieben, in sicherheitskritischen Anlagen werden Abläufe auch oft mehrfach im Jahr getestet. Wir Lokführer müssen auch jedes Jahr zu den immergleichen Übungen auf den Simulator - einen Ablauf aber wirklich mal tatsächlich auszulösen ist wichtig, nur darüber Reden und "trocken" zu üben hat nicht den gleichen Effekt. Aus der Erwachsenenbildung wissen wir: Ein Ablauf sitzt, wenn alle den Fehler erkennen und automatisiert korrigierend eingreifen, Übersetzt auf die CB-Warnung: Der Ton wird erkannt, das Gerät aufgenommen, gelesen, entsprechend gehandelt.
Die meisten Arbeiten geschehen im Hintergrund und Vorfeld - alle Leitstellen benötigen einen Zugriff auf die Auslösefunktion, es müssen verbindliche Regeln gelten wer, wann und wie die Warnung auslösen darf und muss, dazu muss eine solche Personalie jederzeit greifbar sein. Alles Dinge, die in unserem Staat bisher kläglich versagt haben, die größte Auswirkung sah das Ahrtal - heute würde eine Warnung ausgespielt, eine unfähige Regierungsperson damit z.B. überstimmt werden.
Das System ansich funktioniert, es geht darum ob die Auslösefunktionen gegeben sind. Wir haben im Gegensatz zu den USA z.B. keinen bundesweit organisierten Katastrophenschutz (FEMA), CB muss also immer relativ lokal ausgelöst werden - hier haben die ersten Tests eklatante Mängel aufgezeigt, der zweite Versuch hat schon wesentlich besser funktioniert. Morgen um 11Uhr ist dieses System vermutlich tatsächlich das Einzige, was mich aufweckt (komme Nachts aus dem Spätdienst).