Beiträge von elchris

    Wir könnten ja einen Eilantrag gegen die 5G Auktion stellen und fordern, dass es eine 100%ige Indoorversorgungspflicht an ortskundigen Schleichwegen gibt?! :-)


    Aber ernsthaft: Natürlich ist es für den User ärgerlich, aber physikalisch und geographisch voll nachvollziehbar, dass er indoor Probleme hat. Der normale in-car ortskundige Schleichweguser wird keine haben.


    Die Versorgungspflicht von outdoor auf light indoor zu bringen wär schon mal ein großer Fortschritt, damit würde die zu erreichende Feldstärke an jedem Quadranten deutlich heraufgesetzt - ein Handover von Station zu Station im fahrenden PKW also oft erst möglich. Da dies dort eine Staatsstraße ist gilt hier ja mittlerweile eine Versorgungspflicht gemäß des neuen Mobilfunkpakts.


    Natürlich ist es völlig logisch, dass wenn ich in hügeligem Land die Sendeanlagen einer im quasioptischen Frequenzbereich operierenden Anwendung in x-km Luftlinie Entfernung voneinander aufbaue die Abdeckung nicht durchgängig ist und es Löcher gibt. Diese nur auf Outdoor im Stillstand berechnete "Versorgung" sollte aber nicht der Anspruch sein.


    - Tkom will eine Datenbank mit allen in Planung befindlichen Mobilfunkstandorten ins Netz stellen inkl. Genehmigungsstand und eventuellen Klagen durch Bürgerinitiativen etc.
    - Bsp. Stuttgart: 70 neue Standorte geplant, davon 40 seit 2 Jahren im Genehmigungsverfahren, 12 wg. lokaler Proteste abgesagt und 18 durch Bürgerinitiativen bekämpft


    Gefällt mir, am besten mit Kontaktadressen der entsprechenden BI.


    Diese Häuser "in the middle of nowhere" als besiedelt zu bezeichnen ist schon übertrieben. Noch zumal es mobil an der frischen Luft ja sicher geht. Vermutlich sogar 10 Mal schneller, als sein Festnetz.


    Middle of Nowhere? Die Meldung kommt aus einer Ansiedlung an der Verbindungsstraße zwischen den Orten einer Verwaltungsgemeinschaft (und großflächiger einem Schleichweg für Ortskundige zwischen den Oberzentren Kaufbeuren und Weilheim) mit über 8000 Einwohnern, direkt angrenzend an diese ist die ehemalige und heutige Teilkreisstadt Schongau mit allein 12.000EW. Es gibt sicherlich Gegenden wo weniger los ist und man von einem immer wieder so gut bewerteten Mobilfunknetz indoor Empfang erwarten kann.

    Eine Standortbescheinigung (6/2018) gibt mittlerweile - Antenne und RiFu sind auch schon am Mast, ob auch schon Sendegeräte dastehen kann man von der Ferne leider nicht erkennen. Der letzte Telekom-only Neuaufbau (Bachern bei Dachau) dauerte von Mastaufbau bis On Air 8 Monate.

    Der Beginn meiner Mobilfunkchronologie ist jetzt 20 Jahre her, anlässlich dieses Jubiläums hab ich mir unlängst eh meine Historie zamgeschrieben, alle diese Geräte sind noch vorhanden, teils als Original, teils nachgekauft fürs private Museum:


    Motorola cd160:
    Wenn ich das schwere, große Gerät mit seiner ausziehbaren Antenne heute vorführe ist vorallem bei Kandidaten, die zum Erscheinungsdatum (1997) noch garnicht geboren waren die Überraschung groß - die Ansage wie das Teil in der Hosentasche eines damals 12-Jährigen gewirkt haben muss führt immer zu gelächter, es war auch auf zwei Schulreisen dabei und rettete dadurch meinem Teil der Gruppe vielleicht nicht grad das Leben aber seit ebenjener mehr als gefährlichen Lage am Berg habe ich ein Handy immer dabei, Bergrettung per Handy anno 1999 alamieren zu können war damals noch selten und führte in der Nachbesprechung dieser Reise dazu, dass auf folgenden Ausflügen/Skilager die Gruppen entsprechend den Handykindern aufgeteilt wurden.


    Siemens C35i:
    Gegenüber des Motorola unverschämt kompakte Ausmaße und ein lang haltender Akku - endlich wirklich Hosentaschenkompatibel, tolles Gerät, musste recht lange halten, der Schulabgänger hatte bis zur Lehre kein Geld.


    Siemens S65:
    Wie schon beim Motorola (wozu braucht ein Kind - zur Erklärung: Das erste Handy gabs weil ich durch unterjährigem Umzug zur alten Schule pendeln musste - ein Handy?) wurde ich auch hier belächelt, wer braucht denn Internet am Handy - in der Berufsschule wurde die Fotokamera inklusive der Möglichkeit Daten per BT zu übertragen jedoch geschätzt. Wir sind im Jahr 2004 und können WWW sowie ICQ und IRC mobil nutzen - fantastisch! Habe dem Thema damals eine große Zukunft vorhergesagt.


    Sony Ericsson k750i: (dazwischen ebenfalls K800i und k770i gehabt)
    Die Kamera war ja ne Wucht, endlich kann man auf Handybildern auch echte Farben erkennen und braucht am Rechner dabei keine Lupe mehr. Auf dem Gerät funktionierten die Java-Apps gleich noch besser, ab sofort war ich nahezu immer erreichbar.


    Sony Ericsson C902:
    Auch ein tolles Gerät, mehrere Java-Apps gleichzeitig, als Vorläufer einer heute bestehenden Whatsappgruppe im Freundeskreis bestand eine IRC-Gruppe in der ich zur Wachzeit eig. dauerhaft war. Die Fotofunktion wurde noch besser und der MP3 Player wird verkauft, das Gerät hat einen integriert und deutlich mehr - erweiterbaren Speicher.


    Samsung GT-I550:
    Die Androidzeit und damit echte Smartphones wie man sie heute kennt brach an, noch mit aufschiebbarer Tastatur - die Displaytastatur war aber schon so gut, dass das Gerät bald neuem wich.


    Samsung Galaxy S+:
    Mehr Speicher, ein nach heutigen Maßstäben immernoch gutes Display aber eine verdammt kurze Akkulaufzeit und mieser Empfang - so langsam wird die Nutzung auch neuzeitlicher, statt ICQ gibts jetzt den FB Messenger und alle sprechen von dieser Whats App???


    Acer E2:
    Mit diesem Gerät startet die Nutzung von - mindestens - Dual SIM, endlich auch in beiden Familiendörfern empfang, mit diesem Gerät müsste die Appnutzung dann endgültig auf heutige Standards wechseln, die IRC Nutzer ziehen um auf Whatsapp und die Kamera ersetzt endgültig die kleine Digicam, man erkennt, dass diese Smartphones wirklich alle andere zu mitschleppende Nerdtechnik ersetzen.


    Acer E700:
    Tri-SIM, leider einmalig in einem in Europa nutzbaren Gerät - für damals groß und schwer aber mit ewig laufendem Akku, brauchbarer Kamera, MP3-Player und einem so großem Speicher, dass auch Dienstunterlagen jetzt digital vorliegen können - mag das Gerät groß sein ersetzt es doch einiges im Rucksack und dank Tri-SIM ist erstmals nahezu durchgängig Netz, braucht man auch, man kann sich jetzt Autos darüber mieten.


    BQ M5:
    LTE, finally, endlich - nach einem Vertragswechsel. Mittlerweile sind nicht nur die jüngeren Verwandten über Messenger erreichbar, Mama schickt jetzt Katzenbilder und bekommt Feierbilder zurück - der Kulturwechsel hat vollständig stattgefunden - der Nerd schleppt den kleinen DVB-T Fernseher nicht mehr mit, Fernsehen und Radio wird jetzt gestreamt. Nurnoch Handy+Powerbank sind dabei, man hat immer alles dabei. Die Kamera macht Fotos die in Eisenbahnmedien abgedruckt werden.


    Gigaset GS370+:
    Der aktuelle Begleiter, eigentlich nur überteuerter Chinaschrott mit deutschem Label aber zum Kaufzeitpunkt eines der wenigen Geräte die sowohl Freakanwendungen (dank MTK Chipsatz) als auch Komfortmerkmale (VoLTE/VoWifi - ich bin jetzt auch im zweiten Familiendorf IM Haus erreichbar!) erfüllt. Mal schaun, wie lange es noch dabei ist, gemeinhin halten Geräte bei mir so um die 2 Jahre.


    -> Jetzt kenne ich keine Person unter 70 Jahren mehr, die - wenngleich sie nicht alle Möglichkeiten nutzt - kein Smartphone besitzt. Selbst für Grundschüler wird das nun vorausgesetzt, in weiterführenden Schulen und entsprechendem Alter kann man sich eine Welt ohne nicht mehr vorstellen. Weil ich auf Facebook statt Snapchat oder sonstwas bin gelte ich als Alt, so langsam erkennt man, wie es wohl unseren Eltern damals ging, denen Festnetz gereicht hat. Seit dem oben angeschnittenen lebensgefährlichen Ereignis auf einer Schulfahrt fühl ich mich ohne Handy unsicher. Eine Anekdote: Musste neulich einer Mutter im Bekanntenkreis die Tablets ihrer Kinder einrichten, dazu zwingend nötig: Ihr Smartphone, kommt die doch ohne Handy angefahren - ich hab das nicht mehr für Möglich gehalten, dass Menschen heute ohne ihr Smartphone auch nur den Müll rausbringen. :-)