Beiträge von Hadraniel


    An die (sorry) Klugscheisser hier im Thread, die sagen "hör auf zu jammern, das nervt, mach was": diesen Vorschlag mach was bekommt man auch entgegen geschmissen, wenn man viel (und nicht unberechtigt) über die Politik jammert. Mach was.


    Ja was denn zum Teufel?? Seine demokratische Pflicht erfüllen und wählen gehen? Sinkende Wahlbeteiligungen und stärker werdende extreme Flügel bestätigen doch nur das mangelnde Vertrauen in dieselbige - täglich gibts dann auch Nachrichten, die einem da auch noch jede Zuversicht nehmen.
    War schonmal jemand auf Orts, Bezirks oder Landesparteitagen...? Bei den bestehenden Parteien bekommt man vor (links) oder hinter (rechts) den Kulissen ein Messer in den Rücken, wenn man den von oben vorgegebenen Kurs nicht bedingungslos mitträgt - da wird man gar nichts ändern.


    Sich darüber hinaus politisch engagieren, z.B. eigene Partei gründen (ich denke wirklich schon länger drüber nach): für einen normal arbeitenden Menschen des im politischen Spektrum nicht mehr vertretenen Mittelstandes ist das m.E. schon aus Zeitgründen nicht möglich.


    Zurück zum Öl:

    Zitat

    Bezahlt den Preis, sucht Euch eine Alternative zum Öl, schränkt Euch ein, gründet eine eigene Ölgesellschaft, aber hört auf zu jammern, es nervt!

    Alternative zum Öl? Die anderen großen Energieträger, nicht nur für den ÖPNV, sind auch unter der Fuchtel der ganz großen Konzerne. Einschränken? Schau Dir den Binnenmarkt und privaten Konsum an. Wer täglich zur Arbeit fahren muss, kann sich schlecht dort einschränken. Eigene Ölkonzerne? Witzbold ...


    autares

    Zitat

    Ich amüsiere mich über diesen Thread sowieso nur noch, verkennen viele hier einfach die Realität.

    Deinen Humor möchte ich haben. Der, der Du tiefen Einblick in die Materie hast (und ja auch kräftig daran zu verdienen scheinst): wie sieht für Dich denn die mittel- bist langfristige Lösung für das Energieproblem und den Individualverkehr aus? Und vor allem: was kann und sollte der einzelne dafür tun?



    Ich stelle mir für die ferne Zukunft vor, daß energieeffiziente Häuser mittels Solarenergie, Photovoltaik, und Dörfer mittels Windrädern versorgt werden können - und Ballungsgebiete, Industrie und Grundlast über Wasserkraft, Kernenergie (Fusion?). Fahrzeuge mit Strom oder Wasserstoff als Energieträger - letzteren könnte man ortsunabhängig einfach aus regenerativen Energien erzeugen. Alles Zukunftsmusik und vielleicht (noch) wenig realistisch.


    Eine kurzfristige Lösung wäre wohl die Zerschlagung und Enteignung der Energiekonzerne, und die Wiederherstellung eines echten Wettbewerbs. Meiner Meinung nach ist das schon länger überfällig.


    Jetzt hast Du vermutlich was zu lachen. Da bin ich gespannt auf Deine Antwort, vielleicht hab ich dann auch was zu lachen ...

    Fantomas, hast Du die Liste gesehen oder woher weisst Du daß es kein Algorithmus war? Überleg mal wieviel Speicher der Dongle haben müsste, bei 6stelligen TANs im 30-Sekunden-Takt, jahrelang. Da ist eine Rechenanweisung (die ebenso deterministisch eine wohldefinierte Liste von Nummern ausspuckt) doch etwas effizienter. Zumal der Algorithmus auf Serverseite ja genauso existiert - irgendwo müssen die Nummern ja mal erzeugt worden sein (und "echte" Zufallsgeneratoren-HW brauchts für sowas wirklich nicht).



    Zum Zeitfenster: das braucht man nicht versuchen, das ist bekannt :)


    Wenn so ein Dongle alle 20-30 Sekunden eine neue TAN generiert, verfällt die Gültigkeit der alten nicht sofort. Üblich ist ein Zeitfenster von 1-2 Minuten. Wenn die Nummer wechselt, während man diese gerade eintippt, funktioniert die alte noch. Das ist natürlich auch deswegen so, um die Gangungenauigkeit der Uhren in den Dongles auszugleichen. Ich kenne das so, daß die Dongles nach spätestens 3 Jahren auch ausgetauscht werden (vermutlich genau deswegen).



    Zum Sicherheitsaspekt: natürlich ist ein TAN-Dongle sicherer als eine TAN oder iTAN-Liste. Bei einer normalen TAN-Liste reicht es, eine einzige Nummer zu "verlieren", bei der iTAN den Zettel selbst - oder eben ihren Inhalt. In beiden Fällen hat der Angreifer viel Zeit für den Missbrauch - nämlich bis der geschädigte Nutzer den TAN-Block sperrt.
    Beim Dongle nutzt eine "abgephishte" Nummer nix, weil sie ja nach kurzer Zeit verfällt. Die Wahrscheinlichkeit, daß man mal eben den Algorithmus und vor allem den Random-Seed genau seines Dongles knackt, ist gleich Null.


    Ausserdem darf man nicht vergessen, daß die TAN, egal ob Dongle oder Zettel oder iTAN oder mTAN, niemals die alleine Überprüfung der Authentifikation ist: Login-ID, Passwort, PIN, das kommt in der Regel alles noch dazu.



    Jemand, der auf postbank.bunterwebhoster.cz surft und da bereitwillig alle seine Zugangsdaten verrät, ist dann zumindest durch die zeitliche begrenzte Gültigkeit der TANs weniger gefährdet, weil die Daten zeitnah eingesetzt werden müssten. In der Regel sammeln Phishing-Sites die Daten ja nur, statt sie in einem synchronen Man-in-the-Middle-Angriff zu verwenden.

    Fixe Tabelle ist falsch, Algorithmus ist richtig.


    Die TAN, die so ein Dongle generiert, berechnet sich aus der Uhrzeit und einem Random-Seed, der bei jedem Dongle unterschiedlich (eingebrannt) ist - so gibt es keine zwei Dongles, die zu einem und demselben Zeitpunkt die gleiche TAN ausspuckt (zumindest statistisch<1:1.000.000, denn die TANs sind in der Regel 6-stellig).


    Im Unternehmensumfeld werden diese Dongles auch regelmässig für VPN-Zugänge verwendet, in der Regel zusätzlich zu PIN und/oder Passwörtern.


    In der Wikipedia müsste man unter one-time-pad einen Artikel finden, in ct oder ix gab es auch einen Artikel dazu, wie man diese Technik nutzen kann, den heimischen Netzwerkfernzugriff per OTP und einem Generator auf Handy/Smartphone/PDA abzusichern.

    Ich bin mit simyo sehr zufrieden, das ist für mich der erste echte Discounter (ja ich erinnere mich durchaus an die früheren Angebote von tchibo und schwarzfunk), preislich sind die immer vorne mit dabei, sie geben Preissenkungen an Bestandskunden weiter, der Datentransfer ist vergleichsweise günstig, Rufnummernmitnahme ist ebenso möglich wie automatische Aufladungen per Bankeinzug. Allerdings funken die im E-Plus Netz, was u.U. eine Einschränkung sein kann.
    Im D-Netz fallen mir spontan nur diese Victorvox-Ableger ein, wo ich aus Prinzip jeglichen Kontakt meiden würde. Gleiches gilt für o2 (fonic).
    Der eine D-Netz Discounter wäre evtl auch noch was für Dich, aber da bin ich nicht so auf dem Laufenden.

    Re: Vetragsberatung für Schüler


    Zitat

    Original geschrieben von Midusian
    Ich habe an Inklusivminuten gedacht damit ich überall hin telefonieren kann.


    Und wo krieg ich da dann ein gutes Angebot mit Handy, Auszahlung?

    Bei dem Nutzungsprofil würde ich eindeutig zu einem Discounter gehen: günstige Preise, keine Vertragsbindung, keine Fixkosten.


    Minutenpakete sind Augenwischerei: den theoretischen Preis erreicht man niemals, und wenn man mal ein paar Wochen in Urlaub ist, oder andersrum unerwartet ein sehr hohes Gesprächsaufkommen hat, entfernt man sich besonders schnell von günstig nach teuer.


    Eine Festnetzflat kann man vereinzelt ja schon für jeweils 30 Tage dazubuchen, wenn man weiß daß man entsprechend viel (Wenigstens 3 bis 4 Stunden) ins Festnetz telefonieren wird.


    150er SMS-Pakete gibts noch nicht bei Discountern - bei so einem Bedarf würde ich aber mit Web/WAP/MMS-SMS die Kosten drücken.


    Einen 2 Jahres-Handy-Vertrag würde ich mir heute wirklich nur noch aufhalsen, wenn es dafür Dinge gibt, die von Discountern nicht geboten werden, und die man wirklich benötigt (Makeln/Konferenz, große Datenpakete, ..).

    Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    10-15 Jahre später erreichen die Preise das 3-fache und anscheinend stört sich kaum jemand daran.

    Ein schöne Demonstration der Tatsache, daß Treibstoff ein so gar nicht preiselastisches Gut ist. Was soll der Bürger auch machen? Berufspendler haben einfach keine Wahl (ÖPNV werden ja in gleichem Maße teurer), und individuelle Mobilität wird nicht als Luxus angesehen. Es wird allerdings auch eine gravierende Umstellung des Lebensstils, wenn Mobilität wieder zum Luxus werden sollte ...


    Die Politik hält sich auch dezent zurück, weil hohe Spritpreise über die Mehrwertsteuer den Staatssäckel kurzfristig stopfen. Dass hohe Spritpreise mittelfristig dazu beitragen, den Konsum abzuwürgen, interessiert das ganze korrupte Pack da oben doch auch schon lange nicht mehr.


    Eigentlich bin ich auch der Meinung, daß man so langsam die Mineralölindustrie zerschlagen oder gar enteignen sollte. Andererseits geht mir auch der Puls, wenn ich täglich sehe, daß bei drei Tankstellen direkt nebeneinander immer noch Leute an den beiden teureren Markentankstellen tanken: alle diese Leute tragen mit dazu bei, daß die Preise nicht sinken, das sind die allerletzten die motzen dürften (es in aller Regel aber dann trotzdem tun).
    Ich müsste mir eigentlich mal den Spaß erlauben und mal eine Stunde lang auf dem Gelände die Leute freundlich fragen, warum sie nicht 50m weiterfahren zur billigen Tankstelle, bin neugierig was für Ausreden da kommen würden :rolleyes:

    Hier sind wir schon bei 1,46 für den Liter Diesel, und ich möchte wetten daß wir noch dieses Wochenende die 1,50 knacken.


    Vielleicht sehen wir dann schon nächste Woche 1,60 für Benzin und 1,70 für Ultimatezeugs ...



    Bei welchem Preis wirds eigentlich die ersten Anschläge gegen Tankstellen und Aufstände in der Bevölkerung geben?

    Zitat

    Original geschrieben von Kanalratte
    Und was danach ist, weiss kein Mensch.... Sind ja nur noch 10 Jahre... und 10 Jahre sind schnell vorbei

    Naja, 10 Jahre sind schon eine ordentliche Laufzeit. Danach dürfte für CNG allerdings in der Tat der Ofen aus sein.


    Ausserdem würde ich auch nicht darauf wetten, daß die Regierung die Förderung nicht doch vorher zurücknimmt. Dazu ist der Erdgas-Preis noch immer an den Ölpreis gekoppelt, und es ist mehr oder weniger eine deutsche Nischenlösung (nicht zu verwechseln mit dem europaweit verbreiteten Autogas LPG) und damit imho nur für Berufspendler mit täglich >= 50km geeignet.


    CNG-Bipower-Fahrzeuge haben noch dazu auch so ihren Aufpreis, ganz zu schweigen von Nachrüstungen - die zudem bei Kleinwagen oft Platz im Kofferraum (statt Reserveradmulde, Unterflurtechnik) klauen.


    Ich habe vor gut 2,5 Jahren angesichts damals geplanter Jahresfahrleistungen von 35+tkm auch Erdgasfahrzeuge (sogar heftig gefördert von Stadtwerken) in Betracht gezogen, dann früher oder später aber alle diese KFZ verworfen.



    Wenn Kraftstoffe sich weiter in dem Tempo verteuern, werden heute so belächelte Fahrzeuge wie der CityEl oder der Loremo (Vaporware?) schneller beliebt und preiswert, als den deutschen Premiumautobauern lieb sein kann. Wobei langfristig natürlich auch das Stromkartell mal gesprengt werden müsste und der individuelle Personennahverkehr der Zukunft auch noch irgendeine andere Lösung braucht: ich bin Anfang der Woche erstmals zur morgendlichen Rush-Hour über Bonn, die Kölner Ringautobahn nach Düsseldorf gefahren, und muss sagen, daß ich bei dem Verkehr keinen Sinn im Pendeln im Kfz sehe.

    Zitat

    Original geschrieben von Kanalratte
    Wie um Himmelswillen soll sich der Sprit verteuern, wenn der alte Sprit noch in den Tanks ist?

    Angebot und Nachfrage natürlich. Und fehlender Wettbewerb.


    Mich würde mal interessieren, wie die Preise wären, wenn man als Privatmensch ein paar Hundert Liter Sprit daheim bunkern dürfte (im Irak hatten wir 1984 2x50 Liter Kanister am Nissan Patrol 4W-L, und volltanken war pauschal und mengenunabhängig eine Handvoll Dinar) . Dann wäre man diesem Treiben der Mineralölkonzerne und Tankstellennetze nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert und würde die Preiselastizität des Produkts signifikant erhöhen.

    Seit den ersten Schritten verfolge ich Sync4J bzw. Funambol, sowie das ganze Groupware-Geraffel drumherum.


    Dank heute überall billig und stabil verfügbarem IMAP hat man Mails schon jederzeit im Zugriff. Mit PIM klappt das noch nicht ganz so gut ...
    Entweder muss man sich einen Exchange-Server-Account anmieten, was nicht ganz billig ist, oder aber seine Daten diversen Diensten anvertrauen (Google, Scheduleworld, mobical, etc). Selbermachen wie bei IMAP ist noch sehr schwierig bis unmöglich.


    Die aktuelle Funambol 6.5GA läuft schon recht sauber, und zumindest der Outlook-Sync zwischen verschiedenen Instanzen ist meiner Erfahrung nach absolut problemlos.


    Sobald man Evolution mit syncevolution oder aber ein iPhone mit dem Funambol-Plugin (ist ein syncevolution-Port) hinzunimmt, geht meinen schmerzhaften Erfahrungen der letzten Tage nach, alles in die Hose.


    Mein Setup:

    • Outlook auf meinem Desktop-PC (WindowsXP)
    • Outlook auf dem Arbeits-Notebook (WindowsXP)
    • Evolution Desktop-PC (Ubuntu)
    • Evolution Notebook (Ubuntu)
    • iPhone


    Syncevolution, sowohl die Linux-Version als auch der iPhone-Port, löschen Kontakte nicht, wenn sie von Outlook gelöscht wurden, sondern legen sie wieder neu an. Der iPhone-Port kann zzT. auch einzig Kontakte synchronisieren.


    syncje hat den gleichen Fehler, legt dazu noch haufenweise leere Kontakt-Einträge an, vergisst wiederkehrende Termine einzutragen, dupliziert Memos mit jedem Sync und kann Todos gar nicht - für $40 nicht wirklich überzeugend.



    Webanbindung: das schlichte, flotte und einfach einzurichtende Simple-Groupware hat expliziten SyncML-Support für Funambol. Leider tut sich auf meinem Server gar nix.



    Meine Fragen in die Runde:
    1) Synchronisiert hier jemand richtig erfolgreich sein iPhone mit Outlook und/oder Evolution?
    2) Hat hier schonmal jemand irgendein Web-Frontend für SyncML aufgesetzt? Nach vor Jahren durchgemachten Nächten ohne Ergebnis habe ich mich nämlich nicht mehr so recht an die fetten Groupwares (wie z.B. Horde) rangetraut ...


    Ich finde es verdammt frustrierend, wie wenig nach 5 Jahren Entwicklung im Opensource-Groupware- und -Sync-Bereich funktioniert.