Beiträge von Hadraniel

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    Original geschrieben von Santa Fu
    Nenne mir einen Punkt, wo die GEZ gegen das Gesetz verstößt !


    Problemlose Abmeldungen selbst mit Einschreiben und Rückschein sind Einzelfälle, ohne härtere Bandagen kommt man aus dem Verein selten raus.
    Die GEZ holt sich Daten von überall, da sehe ich Datenschutzgesetze verletzt. Wobei sich dieser Punkt ja bald erledigt hat, wenn man sich den Verfall der Privatsphäre so anschaut.
    GEZ-Mitarbeiter schauen durch Fenster und Türen, verschaffen sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zu Wohnungen, nehmen Fremdanmeldungen vor, und und und ..


    Ich kann Chickenhawk nur voll und ganz beipflichten:

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    Ich denke man sollte hier im Beitrag differenzieren:
    "Beihilfe" zum Beschiss sollte es nicht geben, aber da die GEZ sich aber desöfteren selbst ein wenig merkwürdig gebärdet finde ich es durchaus akzeptabel, wenn es einen Beitrag gibt in dem das "Was darf/dürfen die..." sowie sonstige rechtlichen Rahmenbedinungen besprochen werden.


    Meiner Meinung nach ist die Grundlage, nach der die GEZ Gebühren eintreibt, zwar legal aber illegitim. Die Grundidee einer vom Staat unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Berichterstattung ist gut, doch wird der aktuelle Apparat dieser Aufgabe m.E. nur unzureichend gerecht. Die zahllosen Rundfunkanstalten sind ein Moloch an Ineffizienz, und die Einflussnahme von Politik und Wirtschaft sind zwar nicht so spürbar wie bei den privaten Sendern - von echtem Investigativjournalismus ist bei ARD&Co. jedoch auch nicht viel zu spüren.
    Noch schlimmer steht es um die Bemessungsgrundlage: "Empfangsgeräte vorhalten" ist ganz ärgerlicher Schwachsinn. Einen 30 Jahre alten Fernseher mit Analog-Tuner, der auf dem Speicher verstaubt, müsste man demnach anmelden, obwohl er mangels DVB-T nix empfängt. Handys als "neuartige Rundfunkempfänger", PCs anmeldepflichtig weil man ja die völlig offenen Webseiten von ARD und ZDF ansteuern könnte, Doppelanmeldung von privaten und gewerblich genutzten PCs ... und dann noch diese Neusprech-Abmahnung letztes Jahr :mad:


    Warum sollte man da nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen, anhand der man sich wehren kann, besprechen dürfen? Wie gesagt, die GEZ tut das ja nicht minder agressiv.

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    Original geschrieben von malinfo
    Falls ich mich recht erinnere, gibt's hier doch ein paar insider. Könntet Ihr nicht zur erinnerung an die alltägliche abzocke mal ein paar "historische" preise her 'reinstellen ?

    Der BigMac hat mal 4,20 DM gekostet, das muss ca 1990 gewesen sein. 1996 habe ich [in Hongkong :P] für umgerechnet ca. 1,20DM BigMacs gegessen.
    Aber bei aller Nostalgie zur DM, damit sollte irgendwann mal Schluss sein! Seit nun 6 Jahren gibts die Gehälter in Euro, da machts nicht viel noch in DM zu rechnen, oder?
    2000 DM waren auch mal ein anständiges Gehalt, mit 1000 EUR kommt man heute nicht weit.


    Am Fastfood (hallo Discounter, Gammelfleisch etc.) sieht man es, ebenso am wöchentlich Lebensmitte-Einkauf: die Reallöhne stagnieren während die Kosten für Dinge des alltäglichen Bedarfs weit über der offiziellen Inflation steigen. Aber auch das hat irgendwann ein Ende ... :-P



    Wer bei BurgerKing oder Subway ohne "Gutschein" essen geht, verpulvert immer unnötig Geld. Das sollten schon die regelmässigen Postwurfsendungsbeilagen klar machen. Mindestens bei BK kann man sich doch alle möglichen Gutscheine auch jederzeit bei Bedarf selbst drucken, über deren Homepage.

    Ich kann mich Jochens Posting nur anschliessen: nichts was ich je gekauft hätte, war irgendwie der beste Kauf meines Lebens, dauerhaft nützlich geschweige denn in Funktion. Alles, was man kaufen kann, ist ersetzbar, und wird auch irgendwann ersetzt. In der Tat sind heute doch alle käuflichen Dinge darauf ausgelegt, baldmöglichst nach Ablauf der Garantie bzw. Gewährleistung ersetzt zu werden ..


    Lange Zeit dachte ich, es ginge nicht ohne mindestens ein halbes Dutzend PCs und Bildschirme, dann irgendwann war ich abhängig von Smartphones und Handys, zuletzt dachte ich, ohne tägliche Motorrad-Ausfahrt kann ich nicht mehr schlafen.


    Nach zwei Umzügen innerhalb von 6 Monaten halte ich es dahingehend allerdings mehr nach der buddhistischen Lehre: Besitz von Gegenständig macht abhängig von eben diesen, und schafft Leid. Ich merke das besonders daran, wie schwierig es war und jedes Mal ist, sich auch noch von dem ältesten, nutzlosen Prüll (hardware, software, real wie virtuell) zu trennen - your milage may vary. Aber das geht hinterher immer schnell vorbei... wenn es auch schwieriger fällt bei Gegenständen, an denen "viel hängt", wie z.B. Geschenken und Briefen der früheren LebensabschnittsgefährtInen.



    Eine Antwort noch, halbwegs im Sinne des Threaderstellers: die beste Investition meines Lebens war mein Neuseeland-Urlaub heute vor einem Jahr; oder, wenn man so will, der 65l Rucksack mit Mikrozelt und Schlafsack plus basic Equipment, was hoffentlich noch viele Kilometer dieser Welt erlebt. 4500 Euro für 35 Tage auf der anderen Seite der Erde. Seitdem stecke bzw. spare ich jeden irgendwie freien Euro für Urlaub. Solche Erfahrungen kann man nicht einfach kaufen, niemand kann sie einem nehmen, und sie halten länger vor als jeder noch so tolle technische Gadget - weshalb ich mein Geld jetzt für einen Motorrad-Urlaub in Korsika spare, statt es für eine Pinnacle Soundbridge, einen größeren TFT-Monitor oder das neue iPod Touch auszugeben; alles zweifelsohne tolle Geräte, aber in 5 oder spätestens 10 Jahren hat man von Erfahrungen imho ungleich mehr als von dann veraltetem Prüll - und solange es der vorhandene MP3-Player, der funktionierende 19" TFT und mein PC per Kabel an der Hifi tun, warum austauschen?


    Ich bin gleichzeitig Alptraum und Traumkunde eines jeden "neoliberalen Kapitalisten": ich verkonsumiere mein Einkommen ohne Rücklagen, allerdings nicht in Gütern oder überbordendem Luxus - wobei man mir (und "meinesgleichen") zu Recht vorwerfen darf: keine Familie und keine Kinder.


    Über so eine "Anschaffung" geht nix, aber dieses auch gesellschaftliche Problem ist einen eigenen Thread wert.
    Nix für ungut und gute Nacht :)

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    Original geschrieben von Royal Flush
    Die Prozesskosten - einschliesslich der Kosten der Gegner, falls man verliert, wird wohl so um die 130 Euro betragen.

    Ohne Anwalt vielleicht ... und dann kommen Kosten für die Fahrt zum Gericht (München?) dazu, evtl. Übernachtung, zwei verlorene Arbeitstage/Urlaub ... das steht alles in keinem Verhältnis zu 50 Euro die man zähneknirschend dann doch zahlt; zumal die Chancen, vor Gericht zu gewinnen, weit weg von "sicher" sind.


    Das weiß auch o2, und deswegen fahren sie auch diesen unrechtmässigen Kurs. Millionen anderer Kunden lassen sich verarschen, da fallen die paar Nörgler nicht ins Gewicht.

    Re: Es scheint sich wieder was zu tun ...


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    Original geschrieben von andi2000eins
    Wie ist der Stand bei euch?

    Ich habe gekniffen.


    Das Prozeßkostenrisiko war mir angesichts eines nur moralischen Gewinns deutlich zu hoch, zumal ich erst recht bei einem Verweis an ein Münchner Gericht nicht an eine gesunde deutsche Rechtssprechung glaube. 50 Euro Rückzahlung gegen 500+ Euro Kosten im Falle der Niederlage, das steht einfach in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander.


    Recht haben und Recht bekommen sind leider auch hierzuladen zwei ganz verschiedene Dinge.



    Selbstverständlich werde ich aber nicht aufhören, allen Leuten jegliche o2 Produkte madig zu machen, bis ich ins Gras beisse. Dieser Scheissladen gehört eindeutig abgewickelt. Jeder, der da noch Verträge eingeht, trägt nur mit dazu bei, daß sich solche unmöglichen Umgangsformen zwischen Vertragspartnern auch noch etablieren - und ist damit mitschuldig am Verfall der Sitten, jawohl ...

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    Wie wäre es aber mal mit sparen?
    Der Staat sollte sparen bis es quitscht.


    Stärkere Kontrolle bei Sozialleistungen. Jedes Jahr wird da Mrd. € verschwendet usw.

    So rechtsliberale Platitüden am Sonntagmorgen sind schon herrlich ...


    Der Staat sollte tatsächlich sparen. Zweifelsohne könnte man locker 20-30 Milliarden Euro jedes Jahr, mithin ca 10% des Bundeshaushalts, sparen bzw. sinnvoll ansetzen, wenn es mehr Transparenz gäbe - siehe Schwarzbuch der Steuerzahler.
    Sparen könnte und sollte er mit dem Streichen sämtlicher Subventionen, die nichts weiter als eine zusätzliche Umverteilung von unten nach oben sind, eine Anwendung von "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren". Am Bespiel der 1-EUR-Jobber, Kombilohn und der jetzt insolventen PIN sieht man ja bestens, wie es gemacht wird. Mit "Anschubfinanzierung", dem für Wirtschaftsliberale aus Prinzip eigentlich maximal erlaubten Eingriff der Politik in den sich selbst regulierenden Markt, hat das nichts mehr zu tun, aber wo es was geschenkt gibt verstummen die Kritiker immer sehr schnell.


    Antizyklische Wirtschaftspolitik ist der jeweiligen Regierung leider jedoch genauso fremd - und in Anbetracht von "dummem Wahlvieh", Wahlen im 4 Jahrestakt und mangelnden Langzeitplänen - ebensowenig wie soziale Verantwortung den Großkonzernen und Leuten wie Dir ein Begriff ist!


    Eigentum verpflichtet, nur weiss das heute keiner mehr, obwohl es sogar im Grundgesetz steht. Naja, soll man erwarten, wenn selbst hohe Minister das GG nicht mehr kennen...


    Fakt ist doch, daß die stetig wachsende Zahl derjenigen, die nichts haben, auch nichts zur Wohlfahrt beitragen können. Permanent abnehmende vertikale Mobilität (der "amerikanische Traum" ist selbst in den USA nur noch ein Märchen) bei gleichzeitig immer weiter aufklaffender Arm-Reich-Schere trägt nicht zur Motivation bei. Die Leute mit richtig Asche entziehen sich ihrer sozialen Verantwortung - ein Michael Schumacher, der seine 3% Steuern in einem Schweizer Kanton abdrückt, erzählt mir stattdessen wie ich kräftiger mit anpacken soll, den versumpfenden Karren aus dem Dreck zu ziehen: Mut machen.


    Ich gehöre zum kümmerlichen und bald nicht mehr existenten Überrest des Mittelstands. Der finanziert das Überleben der Armen, den Reichtum der Reichen, alle gesetzlich krankenversicherten, die Renten, die Umverteilung der Arbeit und des Kapitals in Billiglohnländer und Steueroasen - und soll nebenher noch für den Binnenkonsum sorgen und gleichzeitig zusätzlich fürs Alter zurücklegen (in Produkte, an denen sich heute Leute reichstoßen oder auch ohne persönliche Verantwortung mal eben Milliarden verbrennen, siehe amerikanische Pensionsfonds). Mein Haushalt ist fast vollständig, ich zahle brav mein Auto ab, nach Abzug von Sparleistung für größere Anschaffungen/Urlaub, Miete und Lebenshaltungskosten verkonsumiere ich alles und es bleibt nichts, um einen Kapitalstock aufzubauen und darüber andere Leute zu übervorteilen und mich ihrer Arbeitskraft zu bemächtigen (hallo Kapital, Zins). Ich behaupte, daß wenn das alle so machen würden, die Gesellschaft gar kein Problem hätte. Aber die Superreichen dieser Welt blasen lieber ihren völlig abartigen Reichtum weiter auf - auf Kosten der restlichen Bevölkerung. Das ist moderner Feudalismus.



    Zu diesem Endstadium hat uns nicht (nur) ein überfetteter Staat gebracht, sondern vor allem der Druck des "Kapitals", und eine sich ihrer langfristigen sozialen Verantwortung schon lange nicht mehr bewussten, ehemals sozialen Marktwirtschaft, in der nur noch die kurzfristige Rendite zählt, und der Mensch zum Humankapital verkommt. Und eben dieser Wirtschaft möchtest Du die Verantwortung für das gesellschaftliche Gemeinwohl übertragen...? :rolleyes:



    JMQ, die Existenz Deines Berufsstand ist m.E. genauso wie die Existenz des Berufs der Steuerberater nur Symptom eines zu korrigierenden Zustands. Der Bundestag, der eigentlich die Interessen der gesamten Bevölkerung vertreten sollte, ist allerdings mitnichten ein Abbild derselbigen. Auch hast Du bereits zweimal meine Ausführungen zu Transparenz des Staates und "gesundem Markt" geflissentlich ignoriert. Nimm doch bitte mal dazu Stellung, statt diese realitätsfernen wirtschaftsgläubigen neoliberalen Phrasen herunterzubeten.

    Dir ist schon klar, daß es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch noch Farben bzw. Graustufen dazwischen?


    Ich vermag nicht zu beurteilen, wo Deutschland heute wäre, wenn die Post nicht zerstückelt und privatisiert worden wäre. Ganz sicher aber wäre Mobilfunk trotzdem wichtig, weil es überall sonst auf dem Globus genutzt wird, und die Infrastruktur einer von Deutschlands "Assen" ist. Da sieht man nicht tatenlos zu wie rundherum GSM und 3G aufgebaut wird, auch nicht als träger Staat.
    Ich frage mich vielmehr (wie viele andere auch), warum seinerzeit nicht ein Treuhänder geschaffen wurde, der die Infrastruktur behält und zu gleichen Konditionen an Marktteilnehmer weitervermietet hätte: das wäre ein fairer Markt mit gesunder Konkurrenz gewesen. Aber das war einigen Leuten auf den entsprechenden Posten sicher nicht genehm .. wie schon Schily verkauft biometrische Pässe für seine Biometrie-Firma, Schröder verkauft Deutschland an Gasprom und der Postminister entscheidet sich für Kupfer statt Glas, weil der Schwager Kupferkabel verkauft. Wie die kleinen (Bürgermeister im Nachbardorf deklariert seine Acker zu teurem Bauland), so die großen. Ich persönlich finde ja, daß man solche korrupten Personen für vogelfrei erklären, teeren, federn und anschliesend auf einem Scheiterhaufen verbrennen sollte - aber diese Ideen werden wohl erst dann (wieder!) wirklich populär, wenn das Arm-Reich-Gefälle von 10:100 auf 0.5:99.5 gefallen ist ...


    Zum Wahlargument: In einer Oligopolsituation, wie sie z.B. von 1995 bis 2000 geherrscht hat, bringt es dem Verbraucher genau gar nichts, wenn er wählen kann. Ähnlich ist es auch heute noch bei Mobilfunk im Bereich internationales Roaming. Ob 1 staatlicher Anbieter oder 4 private die den Markt diktieren - da ist nichts gewonnen. Ohne Auflagen bei der Lizenzvergabe gäbs GSM auch heute nur da, wo es sich finanziell rechnet: in Ballungsgebieten. Gemäß dem Paretoprinzip hätte man 20% der Fläche erschlossen, die 80% der Umsätze erwirtschaftet.


    Zum Argument Innovationen: wichtige und elementare Grundlagenforschung wurde stets und wird noch heute nur mit staatlichen Mitteln oder mindestens aber mit massiven staatlichen Zuschüssen betrieben. Das Prinzip "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" wird hier nicht ganz so ätzend ausgereizt wie es in anderen Bereichen der Fall ist, da Errungenschaften hier öfters der gemeinschaftlichen Wohlfahrt zugute kommen, als z.B. bei Subventionen oder Kombilöhnen (um mal zwei brandaktuelle Beispiele zu nennen). Privatwirtschaft forscht auch nur da, wo sich kurz- und maximal mittelfristig Gewinne erwirtschaften lassen - immer unter dem stetig steigenden Druck der Aktionäre. Schau Dir doch mal das Gejammer der Firmen an, die sich über mangelnden Nachwuchs beschweren, selber aber nichts ausbilden (Große Firmen) oder nicht ausbilden können (mittelständische Firmen am Rande der Existenz).




    Ich wiederhole mich: Staat transparent, Wirtschaft auf einem gesunden Markt. Nur Staat (Nordkorea, Kuba) ist genauso verkehrt wie der Wirtschaft völlig freie Hand (USA, zunehmend auch Europa) zu gewähren.


    Das hat jetzt zwar nur noch entfernt mit dem Dieselpreis zu tun, aber so eine Diskussion ist allemal sinnvoller als tägliche Preisangaben hier reinzutickern ;)

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    Original geschrieben von JMQ
    Ein staatliches Unternehmen ist immer träge und wird als Müllablade für "verdiente" Politiker mißbraucht.

    Andersrum ists auch nicht besser, die großen Konzerne demonstrieren doch auch tagtäglich das Peter-Prinzip par excellence. Zusätzlich dürfen dann auch noch korrupte Politiker (=gescheiterte Lehrer und Juristen) mit in Führungskreise der Unternehmen, sobald sie ihre Lobbyarbeit auf Bundestagsebene abgeleistet haben.



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    Was ein Markt bewegen kann, hat doch die Telekommunikation gezeigt!

    Ja, auch das sehe ich tagtäglich zum Beispiel im Mobilfunkmarkt. Ich kann mich kaum halten vor Begeisterung, was sich da alles bewegt. Wie viele Jahre hat es gedauert, bis "Discount-Prepaids" die Preise ins Rutschen gebracht haben? Die D-Netze halten mindestens bei Datentransfers noch immer ihre Hochpreispolitik aufrecht.
    Einer längst überfälligen Regulierung der Roaming-Preise durch die EU sind die Anbieter dann auch gerade nochmal zuvorgekommen, aber natürlich auch nur genau so viel daß es gerade für Nicht-Eingriffe reicht.



    Sicher, der Festnetzmarkt inkl. DSL-Dumping hat sich in den letzten 15 Jahren wirklich beeindruckend entwickelt. Allerdings hat "der Markt" das auch nicht von sich aus gemacht, er wurde einigermassen wiederhergestellt und die BNetzA hat alle Hände voll zu tun, die halbwegs gesunde Konkurrenz, die Bewegung überhaupt ermöglicht, aufrecht zu erhalten, und gleichzeitig die Grundversorgung sicherzustellen. Freiwillig macht "der Markt" das auch nicht, ganz im Gegenteil.


    Hör doch bitte auf mit diesen Märchen vom Markt, der alles von alleine regelt, und Wohlstand für alle bringt. Tickle-Down ist Opium-fürs-Volk von Neoliberalen der üblen Sorte.



    Die natürliche Optimierung der eigenen Situation, anhand von Kosten und Nutzen, eines jeden menschlichen Individuums, die letztendlich auf Selbsterhalt und Überlebenstrieb fußt, und deren Übergänge zu "Gier" fliessend sind, kann sich nur zugunsten einer Steigerung der Wohlfahrt für alle, für die Gemeinschaft, ergeben, solange ein bißchen Darwinismus dagegenhält: Staatliches muss transparent ablaufen, privatwirtschaftliches auf einem "gesunden, freien Markt" in fairer Konkurrenz aller Marktteilnehmer - alles andere geht schief, und wir sind in beiden Bereichen weit weg vom Idealzustand. Ausserdem sind die Weichen falsch gestellt, und sogar der Kurs verschlimmert sich weiter ...