Vorweg: ich möchte keinen Krieg PDA vs. Notebook anzetteln. Dennoch möchte ich zu dem Posting Stellung nehmen.
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Original geschrieben von beleboe
Notebooks sind groß, schwer und unterwegs zum mitschleppen nicht gerade handlich. Zudem gibt es gerade bei Notebooks sehr große Unterschiede in Sachen Leistung.
Wem das klassische Notebook-Format zu groß ist, der kann auf Subnotebooks zurückgreifen - ich habe den Kauf eines solchen Geräts noch nie bereut. Wem auch diese Geräte zu groß sind, der wird inzwischen in der "Ultra-Portable"-Sektion fündig. Leider werden die Geräte mit zunehmender Kompaktheit natürlich auch immer teurer.
Große Leistungsunterschiede gibt es auch bei PDAs - und jeder Notebook, der nicht mehr Laptop heißt, wird in der Leistung jedem PDA überlegen sein. Leistung ist hier also kein Argument.
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Wer mit einem Notebook aufwendige Arbeiten machen will oder muß benötigt schon ein Notebook bei dem die Grafikkarte einen eigenen Speicher besitzt und nicht den Arbeitsspeicher des Notebok mitbenutzt.
Moment mal ... Anwendungen, die für einen Notebook mit Unified Memory zu hoch sind, funktionieren erst recht nicht auf einem PDA.
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Zudem ist ein Notebook wie vorhin anders gesagt recht groß. Man muß also eine Notebooktasche dabei haben.
PDAs trägt man in der Regel auch eher nicht am Gürtel, sondern im Aktenkoffer - außer man ist ein Nerd 
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PDAs sind in der Lage ein Notebook zu ersetzen. Es gibt zahlreiche Programme die auf diese Geräte zugeschnitten sind. Dass man einen PDA auch nicht nur für Spiele einsetzen kann zeigen reichlich Beispiele. PDAs werden im Bereich der Medizin, Autoindustrie, Landwirtschaft, Logistik und dem Finanzwesen eingesetzt. Viele Unternehmen setzen Noteboks nicht mehr ein und haben den großen Vorteil von PDAs entdeckt.
Das sind alles Spezialanwendungen. Natürlich ist ein PDA praktisch, wenn man damit Marineoffiziere ausstattet und die Betriebshandbücher ihrer Kriegsschiffe handlich am Gürtel tragend stets verfügbar haben (die US Marine hat seinerzeit eine Zweistellige Summe in Palms und die Digitalisierung der Handbücher investiert; eine Summe, die sich schnell armotisiert, durch den eingesparten Treibstoff bei Einsatzfahrten, da ein paar Tonnen weniger Papier durch die Meere geschifft wurden). Ingenieure, Ärzte, Kuriere finden es zweifelsohne praktisch, wenn der digitale Begleiter die benötigten Informationen auf den Handteller liefert. Versicherungen sparen liebend gerne 50% der Hardwarekosten, wenn ihre Außendienstler mit Tarifrechnern auf dem PDA statt auf Notebooks auf Aquise sind (ich habe selbst in Pilotprojekten 1999 derartige Möglichkeiten für einen deutschen Versicherer evaluiert).
Aber die eingangs genannten Anforderungen waren
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- mp3, wma hören
- videos schauen(in annehmbarer qualität)
- emails abrufen
- messenger benutzen
- internet surfen
- lange akkulaufzeit
- eventuell wlan (oder zumindest die möglichkeit nachzurüsten)
- einen usb-host, um eine externe festplatte anzuschliesen
- auflösung mindestens 240x320
- die möglichkeit das os bzw die integrierten programme zu updaten
- eventuell kartenslot
Bist auf "lange Akkulaufzeit" sehe ich in den aufgelisteten Punkten den Notebook im Vorteil. Natürlich auf Kosten der Mobilität, aber erstens kann man hier, wie ich bereits schrieb, mit Subnotebooks und Ultraportables abhelfen, und zweitens ist es meine Meinung, und die vieler Bekannter und Freunde, daß die notwendigen Kompromisse eines PDAs aufgrund des Formfaktors und des fehlenden Interfaces in diesen Punkten zu stark sind.
Ich gewichte hier mal "Internet", "Video" und "Mails" als ernsthafte Anwendung für unterwegs. Meiner Meinung nach sind die niedrige Auflösung der Geräte sowie die Stifteingabe echte "No-Go"s.... Für MP3 sollte man sich einen Stick kaufen, oder ein Handy - das sollte kein Kriterium für ein viele Hundert Euro teures Stück Hardware, mit dem man arbeiten möchte, sein.
Persönlich würde ich übrigens liebend gerne einen PDA nutzen - aber nur zusammen mit einem HMD (Head mounted Display) und einer virtuellen Tastatur.
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Ich denke einmal dass du und deine Freunde und Bekannten schon von Beginn an nie so richtig gewußt habt was ihr mit dem PDA machen wolltet.
Bei meinen Freunden und Bekannten decken sich die Anforderungen mit den hier im Thread genannten. Es gibt auch einen, der wollte nur seinem Spieltrieb freien Lauf lassen - ich denke der wurde am wenigsten enttäuscht.
Die Arbeitskollegen, die ihre IPAQs unaufgefordert vom Arbeitgeber gestellt bekommen haben, nutzen in den Meetings inzwischen auch schon wieder Notizblock und den klassischen Terminplaner.
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Geht einmal zu einer Pocket PC User Group. Dann werdet ihr sehr schnell feststellen dass man auch mit einem PDA sehr sehr viel mehr machen kann. Gemeint sind ernsthafte Anwendungen und nicht Spiele oder Filme schauen.
Auf diese ernsthaften Anwendungen für die breite Masse Privatanwender (keine spezielle Branchensoftware) bin ich aber wirklich gespannt. Außer dem GPS-Routenplaner - wo es auch standalone-Geräte gibt - und der ewigen, omnipräsenten Killerapplikation "Spiele" fällt mir da ehrlich nix ein.
Früher nannte man die Geräte eher Mobile Organizer und dienten der Verwaltung von Adressen (Kontakte), Terminen (Kalender) und To-Do-Lists. Schön. Heute heißen die Geräte personal digital assistant und, so sagen die Kritiker, können vieles - aber nichts besonders gut. Diesem Urteil schliesse ich mich an, vor allem mit Blick auf die hohen Kosten der Geräte.
Von einer Pocket PC User Group erwarte ich im übrigen kein objektives Urteil zu einem PDA.