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EM-Trick und "bundesweite Homezone" sind viel bessere Beispiele.
Ok. Bei EM ohne (BW)HZ-Umleitung verdient o2 ja genug. XXL-Uplooping wurde irgendwann durch Kartensperrungen bekämpft und dürfte nun, wo Anrufe zu HZ-Nummern teurer geworden sind, der Vergangenheit angehören.
Mit der BWHZ ist es so eine Sache. Fest steht, daß die Weiterleitungsgebühren des Genion-Tarifmanagers eine Frechheit sind, wenn man bedenkt, daß man per CbC deutlich günstiger wegkommt. o2 sollte sein Angebot der Nachfrage anpassen und die Weiterleitungen deutlich günstiger machen oder besser noch, (evtl. optional) gegen einen pauschalen Aufpreis abgelten. 5 EUR monatlich für diesen Aufpreis wären eine gute Einnahme, die monatlichen 8 EUR mit BWHZ-Ankerverträgen gehen dagegen für die Aquisition+Subvention drauf. Dazu endlich mal Surf@Home fertigstellen und auch im GPRS-Netz freigeben, das Paket aggressiv bewerben (nicht mit Subventionen sondern mit irgendwas im Sinne von "Festnetznummer für günstige Erreichbarkeit, Handy für unterwegs, surfen ohne Zeittakt daheim") - fertig ist der ISDN-Killer für OPAL-geschädigte und Landeier.
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Du hast was vergessen: die Kosten für den Aufbau der alten Technik (bzw die hierfür anzuzahlenden Kredite) und die Kosten für die Weiterentwicklung bzw Entwicklung der Nachfolgetechnik. Und das sind die Hauptkosten!
Ich schrieb Selbstkosten des Betreibers, das zählt da alles für mich mit 
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Die Netzbetreiber haben nunmal das Dilemma, daß ihre Hauptkosten Fixkosten sind, die breite Masse der Kunden aber Verträge mit hoher Grundgebühr nicht akzeptiert. [..]
Ist alles richtig. Die breite Masse nutzt ihre teuer subventionierten Geräte aber auch kaum, weil die laufenden Kosten so hoch sind.
Die Lösung, damit würde man auch die Handysammler los: Tarife und Handy sauber trennen, wie schon von unzähligen Leuten seit Jahren gefordert. Die Finanzierung des Geräts sollte man nicht länger im Tarif tarnen, sondern explizit ausweisen. Tarif x für y EUR monatlich mit diesen und jenen Konditionen. Sie wollen ein Handy? Gibts hier für z EUR oder w EUR monatlich über 2 Jahre (effektiver Jahreszins..). Netzbetreiber kriegen die Geräte alle wesentlich günstiger als der Einzelhandel, also wird der Absatz schon nicht versacken. Schubladenverträgen könnte man entgegenwirken, indem man die Geräte auch ohne Verträge verkauft (.. und tschüss Einzelhandel). Wobei das sicherlich gar nicht im Interesse der Betreiber liegt, schönen doch auch ungenutzt Verträge die Kundenzahlen.
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Ok - und ein faires Angebot ist nur möglich, wenn sich auch die Kunden fair verhalten. Natürlich alle, und nicht nur die "unwissenden" 95%.
Ich denke Du verwechselst jetzt Ursache und Wirkung. Kunden, die sich heute "fair" verhalten, sind dumm. Sie zahlen drauf, und zwar heftigst. Ein "faires" Angebot könnte man gar nicht "mißbrauchen", da gibts nur "faire" Kunden.
Es ist zwar irgendwie "unfair", sich eine BWHZ einzurichten, aber ist ist auch irgendwie "unfair", für die vorgesehene Weiterleitung mehr zu bezahlen, als für einen direkten Anruf per CbC. So what?
Um auf den "Mißbrauch" eingangs zurückzukommen: die Netzbetreiber mißbrauchen die Festnetze, durch völlig überhöhte IC-Entgelte. Sie mißbrauchen den Kunden durch undurchsichtige Tarife, die oft dieselbe grundlegende Macke haben (wurde in irgendeinem Thread von irgendwem auch schonmal aufgegriffen):
Üblicherweise zahlt man für ein Produkt den Betrag x pro Einheit. Nimmt man viel ab, bekommt man Rabatt und zahlt Betrag y<x pro Einheit. Mal abgesehen davon, daß der Basispreis im Mobilfunk grundsätzlich zu hoch ist, steigt dieser Preis y mit steigender Abnahme/Nutzung des Produkts! Dies gilt für alle Tarife mit irgendwelchen Inklusivleistungen, insbesondere für "Minutenpakete". Wer sowas nutzt und nicht versucht, durch bewußtes Telefonieren das Preisoptimum zu erwischen, ist selbst schuld.
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Ist doch eine klare Antwort der Kundschaft auf die Frage ob sie faire Tarife wünscht
Naja, die Quam-Verträge waren zwar heftigst provisioniert, doch bis auf HSCSD waren es nur geringfügig modifizierte E+Prof.-Kopien (3star, 4star, 5star), und bei 1star+2star war der Tarifvorteil gegenüber bestehendem ganz offensichtlich nicht groß genug, um die Träge Masse zum Wechsel zu motivieren - Hürden waren zusätzlich fehlende MNP sowie die generelle Skepsis einem neuen, ausländischen Netzbetreiber gegenüber, der ja "noch nichtmal ein eigenes Netz" unterhält.
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Genau, mal zurück zum Thema. Sie sind Bitschubser. Wenn sie mehr sein wollen stört mich das nicht, und wenn ihre Angebote attraktiv sind würde ich sie nutzen. Aber während sie beim Bitschubsen ein Monopol haben müssen sie bei den weiteren Angeboten mit anderen Anbietern konkurrieren.
Müssen sie? Das Aussperren "fremder Inhalte" (sei es durch technische Maßnahmen oder einfach durch den Preis), am besten des gesamten Internet, birgt große Gefahren. Lanturlu hat es in seinem alten Beitrag bereits anklingen lassen. Medienkontrolle. An diesem Wort hängt eine ganze Menge, mehr muß ich dazu doch gar nicht schreiben.
Wie im Heise-Form so treffend erwähnt: AOL, T-Online und Compuserve haben sich zur Blütezeit der Mailboxen noch tapfer mit ihren geschlossenen Systemen gegen das aufkommende Internet gewährt - letzterer hats nicht überlebt, bei T-Online gibt es schon gar kein CEPT mehr und AOL bietet auch schon einen echten Internetzugang (ergänzt durch das eigene System) statt dem früher geschlossenen System mit (langsamen) Übergang ins Internet.
Allerdings gibt es seit jeher zahllose Alternativen, sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Beim Mobilfunk geht das leider nicht. Wenn der Markt es nicht selbst regelt - und die Gefahr besteht - sollte regulierend eingegriffen werden. Die Zukunft des mobilen Datenfunks darf nicht darin bestehen, zwischen 4 verschiedenen Intranets wählen und das "volle Programm" nur mittels (z.B. VPN-)Tunnels erschliessen zu können.
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Ähm, das Aufzwängen geschieht aber hauptsächlich über gebrandete Handysoftware.
Nein, das Aufzwingen geschieht hauptsächlich durch Tarife. Und hier gibt es keine echte Konkurrenz.