Warum regen sich die meisten auf, dass es verkehrswidrig ist auf der Straße zu fahren, wenn ein Radweg da ist? Kann Euch doch eigentlich egal sein, denn die Autofahrer verhalten sich ja nicht verkehrswidrig...
Ich fahre mit dem Bike und auch Auto... Ich sehe beide Seiten...
Als Biker hat man es in der Stadt und auf dem Land nicht so einfach, denn sie werden schlichtweg übersehen oder nicht beachtet. Ich als Biker muss dann immer Rücksicht auf die anderen Teilnehmer leben, weil mir mein Leben lieb ist und ich nicht von einem "rücksichtsvollen" Autofahrer über den Haufen gefahren werden will...
Außerdem darf man auf dem Radweg "nur" mit angemessenem Tempo fahren und das heißt nunmal kein 30 km/h oder schneller. Wenn ich zum gemütlichen Cruisen aus bin, okay, kein Thema, aber wenn man es mal eilig hat, darf man eigentlich nicht mehr auf dem Radweg fahren... Und dann? Ich fahre immer auf dem Radweg, allerdings wie oben erwähnt ist es in einer Stadt wir München lebensgefährlich...
Wenn ich Radrennfahrer wäre, würde ich auch auf der Landstraße fahren, wenn wie schon mehrfach erwähnt, der Zustand des Radweges zu Wünschen übrig lässt. Einfach, weil ich mich beim biken auch mal aufs biken konzentrieren möchte und nicht ständig aufpassen zu müssen...
Als Autofahrer ist es sicherlich nervend, wenn man diverse Radprofis in Dreierreihen begegnet. Finde ich richtig Scheiße. Soviel Rücksicht sollten die Biker dann auch auf die Autofahrer nehmen. Aber wo ist das Problem bei einem? Den überhole ich und gut ist es. Natürlich kann nach einer Anhöhe ein Biker plötlich auftauchen, aber auch der Traktor oder die Oma auf dem Mofa oder eine Kuh.
Die Kuh verhält absolut verkehrswidrig und verkehrsgefährdent. Was hat die auf der Straße zu suchen? Verklagt doch bitte den Halter...ruft die Polizei oder richtet einen eigene Weg für die Kuh ein.
Was sollen die Vergleiche mit den anderen Sportarten? Der boxer auf der Straße? Warum? Der hat ein Studio, ja richtig, der Biker hat seinen Fahrradweg.
Aber es gibt Leute, die den Sport ernsthaft betreiben wollen, aber leider gibt es dafür keinen Schießstand, wie für den Schützen, oder ein Netz für Volleyball... Die müssen irgendwo fahren, wo man sich nicht die Knochen ruiniert, bzw. sein zum Teil schweineteures Bike. Wenn die Radwege so wären, dass man beruhigt darauf fahren könnte, ohne auf der Hut zu sein, dann wären sicherlich auch mehr Biker dort zu finden. Und was macht es für einen Unterschied ob der Weg da ist oder nicht? Rücksicht ist für viele ein Fremdwort. Vorrausshauend fahren auch...
Warum kann man nicht einfach Rücksicht nehmen anstatt mit Fingerpointing einen Schuldigen zu suchen oder gar jemand um seine Aggressionen auszulassen, weil er gerade da ist?