Beiträge von Thomas

    Heute verhandeln die Richterinnen und Richter in Karlsruhe über die Verfassungsbeschwerden von ARD und ZDF.


    Die KEF hatte empfohlen, den Rundfunkbeitrag zum 1. Januar 2025 um 58 Cent auf 18,94 Euro im Monat anzuheben. Die Länder setzten diese Empfehlung jedoch nicht um. Stattdessen beschlossen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, den Beitrag in den Jahren 2025 und 2026 bei 18,36 Euro zu belassen.

    Das Rentenalter soll mit der Lebenserwartung steigen.

    Das würde den Berechnungen der Renten-Kommission nach bedeuten, dass Beschäftige 2041 erst mit 67,5 Jahren und 2051 mit 68 in Rente gehen könnten.


    Wegfallen soll den Empfehlungen zufolge auch der frühere Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren, bekannt als „Rente mit 63“.

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    Erstmals mehr als die Hälfte der Zahlungen bargeldlos, Bargeld bleibt an Ladenkasse meistgenutztes Zahlungsmittel



    Im Jahr 2025 haben die Menschen in Deutschland ihre täglichen Einkäufe zum ersten Mal häufiger bargeldlos bezahlt als mit Bargeld. Die aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland im Jahr 2025 zeigt, dass 55 Prozent aller erfassten Einkäufe bargeldlos bezahlt wurden.


    Der Trend hin zu bargeldlosen Zahlungen setzt sich fort. Bargeld war dennoch weiterhin das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel, erklärte Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank. Laut Studie wurde Bargeld für 45 Prozent aller Zahlungen verwendet. Dies sind 6 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2023. Die Debitkarte kam mit 26 Prozent am zweithäufigsten zum Einsatz. Die mit Abstand meistgenutzte Debitkarte war die Girocard.

    Auf Platz drei der am häufigsten eingesetzten Zahlungsmittel folgten mobile Bezahlverfahren wie zum Beispiel das Bezahlen mit dem Smartphone. Mobile Verfahren wurden für 10 Prozent aller Zahlungen genutzt, das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2023. Internetbezahlverfahren haben ihren Anteil im Vergleich zum Jahr 2023 auf 6 Prozent verdoppelt.


    Gemessen an der Summe der bezahlten Beträge hatte die Debitkarte – wie schon im Jahr 2023 – den größten Anteil. Dieser sank jedoch um 4 Prozentpunkte auf 28 Prozent. Bargeld und Überweisungen kamen jeweils auf 23 Prozent des Umsatzes und lagen damit gemeinsam auf Platz zwei. Die Vielfalt an Zahlungsmitteln ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Neben klassischen Verfahren wie Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen haben sich digitale Geldbörsen, app- und internetbasierte Bezahlverfahren etabliert, erläuterte Balz.

    Die Studie zeigt zugleich, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen an der Digitalisierung im Zahlungsverkehr teilhaben: Ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, niedrigem Einkommen oder geringer digitaler Erfahrung nutzten häufiger Bargeld. Unabhängig von den persönlichen Vorlieben halten es 80 Prozent der Befragten für wichtig, dass weiterhin bar bezahlt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist es ein zentrales Anliegen der Bundesbank, Bargeld als kostengünstiges, effizientes und inklusives Zahlungsmittel zu erhalten, so Balz.


    Wahlfreiheit nicht überall gegeben

    Die Studie zeigt, dass Bargeld nahezu überall akzeptiert wird. Bei Einkäufen vor Ort konnten die Befragten in 94 Prozent der Fälle bar bezahlen. Im öffentlichen Personennahverkehr und an Selbstbedienungskassen im Einzelhandel wird Bargeld jedoch seltener akzeptiert. Die Versorgung mit Bargeld bezeichneten die meisten Befragten als gut.


    Auch wenn die Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel steigt, gibt es hier weiterhin große Lücken. Bei 86 Prozent der aufgezeichneten Käufe vor Ort war eine bargeldlose Zahlung möglich – das sind 5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2023. Etwa ein Viertel der Befragten berichtete, im vergangenen Monat mindestens einmal nicht wie gewünscht bargeldlos bezahlt haben zu können.

    Die große Mehrheit ist zufrieden mit den Zahlungsmöglichkeiten in Deutschland. Trotzdem finden viele Befragte, dass die Akzeptanz von Bargeld und bargeldlosen Zahlungsmitteln verbessert werden könnte, sagte Balz. Eine vollständige Wahlfreiheit ist aktuell nicht gegeben. Die Politik hat das Thema aufgegriffen: Auf europäischer Ebene werden Verordnungsvorschläge verhandelt, die die breite Akzeptanz von Bargeld sowie künftig auch des digitalen Euro sicherstellen sollen.

    Wero und digitaler Euro als europäische Alternativen

    Bei mobilen Zahlungen per Smartphone und Internetbezahlverfahren sind außereuropäische Anbieter verbreitet. Laut Studie ist Apple Pay das meistgenutzte mobile Bezahlverfahren an der Ladenkasse. In den digitalen Geldbörsen der Befragten sind meist Kredit- und Debitkarten von Visa und Mastercard hinterlegt. Bei Internetbezahlverfahren dominiert Paypal mit einem Marktanteil von rund 86 Prozent.


    Europäische Bezahlverfahren wie Wero und perspektivisch auch der digitale Euro könnten künftig Marktanteile von außereuropäischen Anbietern zurückgewinnen. Denn eine große Mehrheit der Befragten hält es für erforderlich, dass Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger wird. Zudem zeigt die Studie, dass die meisten Befragten vor allem ihren Hausbanken und Sparkassen sowie den Zentralbanken einen verantwortungsbewussten Umgang mit Zahlungsdaten bescheinigen.

    Bundesbank-Vorstandsmitglied Balz weist in diesem Zusammenhang auf die Strategie des Eurosystems für den bargeldlosen Zahlungsverkehr hin: Unsere Strategie zielt neben der Entwicklung des digitalen Euro auch auf die Unterstützung europäischer Bezahlverfahren wie Wero und auf die stärkere Förderung der Verbreitung von Echtzeitüberweisungen ab, so Balz. Das letzte Wort haben allerdings die Menschen – sie sollen auch künftig frei wählen können, wie sie bezahlen möchten.


    https://www.bundesbank.de/de/p…n-deutschland-2025-964736