Meiner Meinung sollte die Frage nach der einfachen Erlernbarkeit anders formuliert werden:
Welches Instrument gibt einem am Anfang Erfolgserlebnisse, anstatt einen nur zu frustrieren?
Während man bei den Streichern und den klassischen Blasinstrumenten zumeist längere Zeit (und Anleitung) braucht, kann man z.B. beim Klavier oder der Gitarre ziemlich unbedarft drauflos klimpern/schrammeln und es hört sich trotzdem nach Musik an!
Ich habe mal in Eigenregie mit einem geliehenen Cello geübt und konnte mein schräges Gekratze nach kurzer Zeit selbst nicht mehr hören... 
Sehr wichtig für den Spaß an der Sache ist, wenn das Instrument alleine recht gut klingt - eine Tuba, Geige oder Kesselpauke macht sich im Orchester deutlich besser als als Soloinstrument; vor allem, wenn es von einem Ungeübten gespielt wird. Ein Triangel oder eine Melodica sind einfach zu erlernen, das Klangerlebnis hält sich aber sehr in Grenzen - dies darf man nicht vernachlässigen!
Durch die Bünde bei der Gitarre oder (noch einfacher) die Tasten bei einem Klavier sind die Töne festgelegt, so dass man sich am Anfang nicht noch extra abmühen muss, das Instrument ersteinmal zum erträglichen Erklingen zu bringen.
Zum Notenlesen und zu Harmoniekenntnissen muss gesagt werden, dass diese Fähigkeiten bei manchen Instrumenten und Musikrichtungen lediglich "nice to have" sind, bei anderen aber eine zwingende Voraussetzung.
Wenn man Gitarre in einer Hobby-Band spielt oder auch Geige in einer Irish Folk-Gruppe, so wird man die Akkorde und Melodien auch nach Gefühl und Gehör spielen können, will man "klassisch" Klavierspielen oder in einem Orchester geigen, wird man um's Notenlesen nicht herumkommen.
Blinde Musiker zeigen zwar, dass es auch anders geht, aber ich wüsste z.B. nicht, wie ich als Organist eine Fuge von Bach, eine Orgelsymphonie von Widor oder ähnliches erlernen sollte.
Ich würde mich der Notenschrift also nicht verschließen, auch wenn das Erlernen am Anfang einen Mehraufwand bedeutet. Ein Analphabet kann mit Sicherheit auch wunderbar Gedichte rezitieren; derjenige der auch Lesen kann, hat es aber mit Sicherheit einfacher...
Die Frage "Unterricht mit Lehrer oder ohne?" ist nicht leicht zu beantworten und hängt vor allem von der persönlichen Zielsetzung ab.
Ein schlechter Lehrer kann einem eine Menge Spaß und Kreativität nehmen und den Unterricht zur Qual werden lassen; ein guter Lehrer kann einem nicht nur spielerisch unglaublich viele Tipps und Hilfestellungen geben, um schnell besser zu werden, sondern auch im Optimalfall die eigene Kreativität fördern und helfen, den eigenen musikalischen Horizont zu erweitern.
Wenn ich an ältliche Klavierlehrerinnen aus meiner Kinderzeit denke, die eine Klavierschule und ein Heft mit Technikübungen stur vom Anfang bis zum Ende (ohne Ausnahmen und ohne Erbarmen) durchexerzieren ließen, rollen sich mir heute noch die Zehennägel auf und ich erstaune heute noch, dass ich überhaupt dabeigeblieben bin.
Natürlich sind Technikübungen ein notwendiges Übel, ausschlielich verwendet können sie einem den Spaß aber in Windeseile verderben.
Ich habe auch schon im Freundes- und Bekanntenkreis Anfangsunterricht auf dem Klavier gegeben und ich habe alle immer angehalten, neben den ganzen Übungsstücken auch einfach draufloszuklimpern, damit sie das Instrument selbst erfahren ("erspielen") können.
Ich selbst habe z.B. als kleiner 5-jähriger Stöpsel ein olles Casio-Keyboard bekommen und wie ein Wilder darauf herumgeklimpert - durch die eigenen Erfahrungen (was klingt gut, was nicht) habe ich mir ohne es zu wissen einen guten Grundstein in puncto Harmonielehre gelegt. Dieses freie, ungezwungene "Rumdaddeln" mit dem Instrument hat dazu geführt, dass ich später "in Harmonien denken" konnte und z.B. bei Improvisationen an der Orgel einen großen Vorteil gegenüber denen hatte, die von Anfang an nur die Stücke gespielt haben, die ihnen vorgesetzt wurden.
Ich kann eigentlich nur von Tasteninstrumenten sprechen, aber ich denke schon, dass ein guter Lehrer wichtig ist, da man sich sonst Fehler aneignet, gegen die man später zu kämpfen hat. Wenn ich mir meine teilweise recht merkwürdigen Fingersätze anschaue, wünsche ich mir manchmal, doch etwas mehr auf meine Lehrer gehört zu haben... 
Um auf die eigentliche Frage dieses Threads zurückzukommen:
Es ist nie zu spät, mit einem Instrument zu beginnen! 
Natürlich fällt das Lernen im Erwachsenenalter etwas schwerer und man darf nicht erwarten, dass man nach einem Jahr wie Carlos Santana Gitarre oder wie Horowitz Klavier spielen kann; für einen selbst jedoch kann das Spielen eines Instruments eine tolle Sache sein, die einem sehr viel geben kann! Wenn man ohne überzogene Erwartungen an die Geschichte herangeht und nur aus Freude am Musikmachen spielen möchte, gibt es zu keinem Lebensalter einen Grund, dies nicht zu tun! 
Liebe Grüße,
Mooney 