Beiträge von Mooney

    Zitat

    Original geschrieben von TimTorpedo
    (1) "Normale" ermässigte Mitgliedschaft in einem Golf-Club, ggf. entfällt Green Fee, jeweilige Kosten unterschiedlich


    Auf dem Platz des Heimatclubs muss nie Greenfee gezahlt werden, die Clubs bitten nur Golfer aus anderen Clubs zur Kasse... ;)


    Nach kurzem Überfliegen erscheint mir die VcG auch als die bessere Variante.
    Ich habe in meinem Club ja wie schon erwähnt 700DM Jahresbeitrag gezahlt und hätte dafür das ganze Jahr rund um die Uhr spielen können - man zahlt beim IGC2000 mehr als das doppelte. :rolleyes:
    Das Wegfallen des Greenfees für für die ersten 9 Löcher ist an sich keine schlechte Sache, da es recht häufig vorkommt, dass man nur mal schnell 9 Löcher spielen will. Als Student fährst Du aber in 90% der Clubs genauso günstig, da Studenten (unter 27) in der Regel auch nur das halbe reguläre Greenfee bezahlen müssen. Willst Du einen ganzen Golf-Tag einlegen, ist die IGC-Variante sogar ungünstiger, da die allermeisten Clubs Tages-Greenfees anbieten und Du somit nach Lust, Laune und Kondition sogar 72 Löcher zum gleichen Preis spielen könntest.


    Ich würde Dir raten, es zuallererst mit der VcG zu versuchen und später, wenn Du weißt, ob Du vom Golf-Virus befallen bist, einmal nach einem netten Club an Deinem Hauptaufenthaltsort ausschau zu halten.


    Zu ausländischen Clubmitgliedschaften kann ich so gut wie nichts sagen und ich stelle es mir recht kompliziert vor, dort die Platzerlaubnis oder gar ein eingetragenes Handicap zu erwerben. Deutlich günstiger als bei der VcG wirst Du aber meiner Meinung nach keinesfalls fahren.



    Zitat

    Original geschrieben von TimTorpedo
    Oft wird die Prüfung ja mit dem Führerschein verglichen, aber wo und wie kann ich "das Fahren" üben? (Ausser mit dem Cross-Golfen?)


    Zum Ablauf der Prüfung kannst Du ja auf der VcG-Website Infos finden, die Du auch bestimmt schon gelesen hast. ;) Die Theorie kann man sich aneignet, in dem man sich ein Regelbuch kauft (gehört eh in jedes Golfbag) und etwas darin blättert, die Praxis kannst Du außer in der Wildnis auch auf den Driving Ranges und Putting Greens der meisten Golfclubs üben, da man zumeist kein Mitglied eines Clubs sein muss, um dort spielen zu dürfen. In manchen Clubs muss man ein paar Euro Range-Fee bezahlen, in anderen wiederum kostet ein Eimer Bälle für Gäste etwas mehr. Du kannst auch Stunden bei einem Pro nehmen, aber das kostet dann eben auch etwas und nicht selten auch "etwas viel"...
    Da viele Menschen am Anfang eine Scheu haben, sich zwischen die Clubmitglieder auf einer Driving Range zu stellen, ist das Cross-Golfen oder das Bälleschlagen auf einer Wiese oder einem öffentlichen Sportplatz die einfachste und auch ungezwungenste Möglichkeit, die ersten Schritte zu tun. Spaziergänger gucken zwar ganz gerne doof, aber das sollte einen zukünftigen Tiger Woods nicht stören. :D
    Vielleicht findest Du ja sogar noch einen Freund oder Kommilitonen, der mitmacht. :)



    Zitat

    Original geschrieben von TimTorpedo
    Wenn jemand zufällig auf ein Schnäppchenangebot für eine Ausrüstung trifft, wäre ich über einen Hinweis sehr dankbar! Was benötige ich denn als Anfänger als Ausrüstung? Gibt es da "Komplettangebote"? Schuhe, Schläger....? *Hilfe*:(



    Seine ersten Gehversuche kann man auch mit einem einzigen Schläger machen - das Allerwichtigste ist ein großer Vorrat an Bällen! :D


    Was man sich als erste Schläger anschafft, hängt natürlich maßgeblich vom eigenen Geldbeutel ab; es wäre jedoch auch für einen gutsituierten Menschen blödsinnig, sich gleich zu Anfang einen Satz edler High-Tech-Schläger eines renommierten Herstellers zu kaufen. Die zwei- bis dreitausend Euro sind in den allermeisten Fällen eine Fehlinvestition, da man erst nach einer Zeit feststellt, welche Schlägermodelle das eigene Spiel unterstützen und welche es eher behindern.


    Wenn's am Anfang möglichst billig sein soll, tun es auch drei, vier billigst bei eBay ersteigerte Einzelschläger und eine kleine Tasche. Mit einem Holz 5, einem Eisen 7, einem Eisen 9 und einem Sand Wedge hat man schon eine solide Grundausstattung, um nicht nur auf den Ball zu prügeln, sondern schon verschiedene Schläge erlernen zu können. Ein Putter ist ebenfalls recht sinnvoll, da das Putten ja einen Großteil der Gesamtschläge ausmacht. Ein Sammelsurium der genannten Schläger sollte für 25€ zu bekommen sein.


    Wenn's auch etwas komfortabler sein darf, kann man sich auch einen halben Satz spendieren und ist damit dann mehr als gut ausgestattet.
    Es gibt bei eBay immer wieder Angebote von gebrauchten Halbsätzen irgendwelcher No-Name-Firmen, die recht billig (~50€) zu haben sind.
    Mit den Hölzern 3 und 5, den Eisen 5, 7, 9 und SW und einem Putter kann man die erste Zeit fantastisch auskommen!


    Ich denke, dass niemand etwas dagegen hat, wenn ich ein paar eBay-Auktionen als Beispiele anführe...



    Klick mich...
    ...und mich...
    ...oder mich...
    ..oder auch mich.


    Die jeweiligen Auktionen laufen zwar alle noch etwas, werden aber meiner Meinung nach alle recht günstig auslaufen - schau Dich am besten einfach etwas um. :)


    Schuhe brauchst Du am Anfang nicht unbedingt - es reichen auch ein paar alte Turnschuhe mit möglichst grobem, griffigen Profil um nicht während des Schwungs auf dem Gras wegzurutschen und sich etwas zu zerren.
    Ansonsten gibt es dutzende Modelle in "sportlich" und "klassisch" zwischen 50 und 500€ - einen kleinen Überblick kann man in jedem größeren Sporthaus mit Golfabteilung bekommen.


    Sehr rastam ist ein Handschuh (links für Rechtshänder und umgekehrt), auch wenn Nicht-Golfern immer kommt, wie "schwul" und "affig" das doch aussieht. ;) Als Rechtshänder fasst man den Schläger mit links und "verhakt" die rechte Hand dann mit der linken - ein sicherer Griff ist sehr wichtig.
    Du wirst Dir außerdem am Anfang einige Blasen an den Händen einfangen, und der Handschuh bietet mehr Schutz dagegen.


    Nützlich ist noch ein großes Paket Tees (sprich "Tiehs" = die nützlichen kleinen Dinger, die vor Jahrzehnten hierzulande als "Abschlagstifte" bezeichnet wurden). Man darf nur nicht den Fehler machen, jeden Ball vom Tee zu spielen, weil er damit leichter in die Luft zu bekommen ist; nachher darf man den Ball nur am Abschlag eines Lochs auf ein Tee setzen, weswegen das Üben von Schlägen aus allen möglichen und unmöglichen Lagen viel nützlicher ist.


    Das wär's eigentlich - derart ausgestattet steht dem ersten Jahr des Golferdaseins nichts mehr im Wege.
    Wenn ich ein wirklich gutes Angebot bei eBay und Co. sehen sollte, sage ich Dir natürlich bescheid!



    Liebe Grüße,


    Mooney :)

    Zitat

    Original geschrieben von Vergie
    Schliesse mich insofern Mooney an. Schönen Gruß an der Stelle! Handicap?



    Schonen Gruß zurück! :)
    Auf meinem letzten Clubausweis steht 25,2 - da ich aber vor dem Beitritt des Clubs wegen häufiger Umzüge über 2 Jahre in keinem Club war, musste ich ganz von vorne anfangen und habe nur wenige Turniere gespielt. :rolleyes:
    Zu meinen besten Zeiten (mit 16, 17) hatte ich 7,6 - momentan komme ich vielleicht alle drei, vier Monate mal zum Golfen (ich darf inoffiziell auch ohne Clubmitgliedschaft in einem Club spielen) und momentan brauche ich im Schnitt 85-90 Schläge für eine Runde. Nicht wirklich berauschend, aber zum Spaßhaben reicht's noch... ;)




    Zitat

    Original geschrieben von gummibaum
    Warum in alles in der Welt müsst ihr Golf spielen? Brauch ihr das für euer Ego? Erzählt mir jetzt nicht das es ein interessanter und anspruchsvoller Sport ist.


    Auch solche Sprüche und Ansichten meite ich, als ich zu TimTorpedo sagte, er solle sich nicht abschrecken lassen! :rolleyes:


    Ich sehe schon, ich werde mal wieder eine Lanze für den Golfsrort brechen müssen - gottseidank habe ich schon einige Übung darin...


    Wie ich schon sagte, habe ich als 7-jähriger mit Golf angefangen und bin bis heute der einzige Golfer in meiner Familie. Ich denke, dass niemand ernsthaft einem Zweitklässler unterstellen kann, aus Statusdenken und gesellschaftlichen Gründen mit dem Golfen angefangen zu haben...


    Bei mir begann alles damit, dass ich etwa als Vierjähriger einen Deal mit einem Freund getätigt habe: er bekam etwa 20 meiner Matchbox-Autos und ich dafür zwei Golfbälle. Ein schlechtes Geschäft, das weiß ich heute auch, aber ich war damals begeistert von den Bällen, die so lustig aussahen und so schön springen konnten. Etwas später habe ich dann spitzgekriegt, wofür die Bälle eigentlich gedacht sind und habe sie dann mit einem alten Spazierstock (irgendein Souvenir aus Bayern) durch unseren Garten geprügelt. Als mein Vater dann ein Jobangebot im Ausland bekommen hat und wir Deutschland für 3 1/2 Jahre verlassen haben, wohnten wir nur ein paar Straßen von einem Golfplatz entfernt - ich habe meine Eltern so lange genervt, bis sie mich am Kindertraining teilnehmen ließen. ;) Lange Rede, gar kein Sinn - ich bin dabeigeblieben und bereue es kein Stück!


    Die Faszination des Golfsports liegt in mehreren Punkten.


    Zuallererst macht es einfach Spaß, den kleinen weißen Ball über die Wiese zu donnern - es ist einfach nett, zu sehen, wie der Ball fliegt und nach vielen Metern dann dort landet, wo man ihn hinhaben möchte. :)


    Golf ist dabei eine Kombination aus Sport und Strategiespiel und trägt Komponenten von vielen anderen Sprtarten in sich. Das Laufen über den Platz findet man beim Wandern, das Zielen und Berechnen von Entfernung und Wind beim (Bogen-)Schießen, die Strategie und Taktik beim Billard, das Schlagen an sich bei vielen anderen Sportarten etc.
    Golf ist einfach anders: der Ball gehört nur einem selbst und niemand will ihn einem wegnehmen, man ist für den Mist, den man sich zusammenspielt ganz alleine verantwortlich und da schon ein einziger vergeigter Schlag verheerende Folgen haben kann, sollte man sich genau überlegen, was man tut. Dabei kann man sich eine noch so tolle Strategie für ein Loch zusammenschustern oder einen Schlag noch so genau planen - wenn er dann nicht so klappt, wie er sollte, muss man immer wieder kurzfristig umdisponieren.


    Golf zählt zu den fünf technisch anspruchsvollsten Sportarten und das Erlernen der ziemlich komplizierten Bewegungsabläufe stellt eine echte Herausforderung dar.
    Im Fernsehen sieht es immer so leicht aus, aber in Wirklichkeit ist es recht schwierig, so weit auszuholen und einen kleinen Ball (Durchmesser 1,68 Zoll) genau zu treffen und gezielt über große Distanzen zu befördern. Eine Schwungkurve etwas zu weit von "außen" oder "innen" und/oder ein im Treffmoment um zwei, drei Grad verdrehtes Schlägerblatt führt dazu, dass der Ball nicht gerade fliegt, sondern in einer furchterregenden Kurve abdreht und schließlich irgendwo im Sand, Wasser oder Gebüsch zum Liegen kommt.
    Trifft man den Ball nur wenige Millimeter zu hoch (also eher an seinem Äquator), hebt er gar nicht erst ab, sondern flitzt nur als "Karnickeltöter" über's Gras, schlägt man etwas zuviel in den Boden, fliegt das herausgeschlagene Grasstück oft weiter als der Ball selbst.
    Schwieriger wird es noch durch ein größeres Repertoire an Schlägen, die man beherrschen sollte: Der weite Drive über mehr als 200m, der kurze hohe Pitch (<100m), der den Ball so nah wie möglich an der Fahne stoppen lassen soll, der flache Chip, der den Ball aus weniger als 20m auf dem Grün auftreffen und ans Loch laufen lässt, der Putt auf dem Grün selbst, Schläge aus dem Bunker (Sand), Rough (hohem Gras) etc. Als besserer Golfer hat man dann nicht mehr zu erlernen, wie man denn Ball halbwegs gerade schlagen kann, sondern wie man ihn gezielt und kontrolliert in sanften Kurven schlagen kann, um ihn je nach Situation etwas länger ausrollen, schneller stoppen oder um Hindernisse herumfliegen zu lassen.
    Bei jedem einzelnen Schlag muss dabei nicht nur die Entfernung, sondern auch der Wind, die Lage des Balls, die Neigung des Bodens etc. mit einkalkuliert werden, so dass das gute Golfen eine recht vielschichtige Angelegenheit ist.

    Zu allem Überfluss ist Golf oft absolut unberechenbar! Ich erinnere mich noch gut an eine Runde, als ich etwa 16 war. Es lief alles absolut perfekt und exakt so, wie ich es wollte, so dass ich die Runde Par (also mit den vorgesehenen 72 Schlägen) gespielt habe. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen, aber ich dachte an diesem Tag, dass nun ein Knoten geplatzt sei und ich mit nun Riesenschritten einer Karriere als Playing Professional entgegenstiefele. Mit einem leichten Anflug von Größenwahn stand ich am nächsten Tag wieder auf dem Golfplatz und war nach den ersten paar Löchern kurz davor, meine Ausrüstung in einem Wasserhindernis zu versenken oder mir die Haare büschelweise auszureißen - ich habe wie der letzte Idiot gespielt!
    Oder das Hole-In-One: jeder Golfer träumt insgeheim davon, seinen Ball an einem der kurzen Par3-Löcher mit dem ersten Schlag einzulochen und mir erging es nicht anders. Zu meiner wirklich aktiven Zeit war ich einige Male kurz davor, aber der Ball ist trotz intensivem Trainings mehrmals die Woche nie näher als ein paar Zentimeter ans Loch herangekommen. Jahre später bin ich nach einer durchgemachten Nacht dann mit einem Freund Golfen gegangen und habe am dritten Loch sehr lustlos, fertig und demotiviert abgeschlagen. Der Ball kam auf dem Vorgrün auf, hoppelte über's Grün und verschwand im Loch. :eek:
    Golf ist immer unberechenbar und man kann auch als guter Golfer nie so genau sagen, wie man an einem bestimmten Tag spielen wird. Man kann an einem Loch einen 250m-Drive genau in der Mitte des Fairways platzieren und einen 20m-Putt lochen und am nächsten seinen Abschlag ins Wasser donnern und einen 70cm-Putt vergeigen. Die Tatsache, dass höchste Lust und höchster Frust sehr nah beieinander liegen, macht ebenfalls einen Teil der Faszination des Spiels aus.


    Auch wenn zwei Stunden Squash oder zwei Stunden Fußball anstrengender sind als zwei Stunden Golf - Golf ist trotz allem ein Sport! Sicherlich ist es nicht sonderlich athletisch, wenn zwei alte, fettsteißige Damen im Elektrocart über den Platz zuckeln und alle 50m anhalten, um ihren Ball weiterzumurmeln - diese Art von Golf meine ich aber auch nicht. Wenn man zügig über 18 Löcher geht (>10km), seinen Wagen zieht und noch zwischen 80 und 100x auf den Ball eindrischt, merkt man dies hinterher auch als trainierter Sportler.
    Mein Beispiel mit den Seniorinnen war übrigens nicht so abfällig gemeint, wie es klingt - das Schöne am Golf ist auch, dass man es (wenn auch auf einem anderen Level) bis ins hohe Alter spielen und sich dabei sein Tempo und seine Kräfte weitgehend selbst einteilen kann.
    Viele ältere Menschen sitzen zu Hause und geben sich der Langeweile, dem Übergewicht und dem Bluthochdruck hin - auf dem Golfplatz können sie schöne und interessante Stunden verbringen und dabei auch noch ihrem Körper etwas Gutes tun.


    Golf ist ideal zum Stressabbau! Als ich als Teenie den üblichen Zoff mit meinen Eltern hatte, habe ich mir nicht die Birne vollgesoffen oder bin Autos knacken gegangen - ich war dann häufiger auf dem Golfplatz zu finden. Eine Stunde Bälleschlagen auf der Range und dann 18 Löcher - hinterher war ich lammfromm und ausgeglichen. ;) Auch wenn das stressige Studium sehr an meinen Kräften gezehrt hat, hat eine Runde Golf oft Wunder gewirkt! Auf dem Golfplatz zählst nur Du und Dein Ball, der so schnell wie möglich ins Loch soll - alles andere, wie Studium, Job und andere Probleme wird nebensächlich und Stress fällt schnell von einem ab.
    Das Spiel fesselt einen und die Ruhe in der Natur sorgt schnell dafür, dass man erheblich ausgeglichener wird.
    Die Natur ist generell sehr schön - wer einmal im Sommer morgens um fünf auf dem Golfplatz war, weiß wovon ich rede! Die Sonne ist gerade aufgegangen, das Gras ist noch nass vom Tau, in den Senken und Niederungen wogt noch der Nebel, man ist ganz alleine in absoluter Ruhe, die Vögel zwitschern, man begegnet Rehen und anderem Getier - es ist einfach herrlich!


    Ein Problem des Golfs ist das Klischee, das damit hier in Deutschland verbunden ist - zum Teil auch berechtigt. Es fängt schon mit platten Vorabend-Krimis an, in denen der reiche, arrogante Bösewicht gerne beim Golfen gezeigt wird - Golf ist immer noch mit vielen negativen Vorurteilen belegt, wie ich aus meiner eigenen Vergangenheit oft selbst erfahren habe.
    Zum Teil sind daran die Clubs schuld, die bewusst elitär bleiben wollen und zum anderen wird Golf auch leider oft missbraucht. Zu Zeiten des "Golf-Booms" in den 90ern war es oft recht schlimm und ein nicht zu unterschätzender Teil an Neumitgliedern hat mit Sicherheit nur deswegen mit dem Golfen begonnen, um sich einen Club-Aufkleber an's Auto kleben zu können und um "wichtige Leute kennenzulernen". Hätte es ein "Handbuch für Parvenus" gegeben, wäre der erste Ratschlag sicherlich "Werde in einem Golfclub Mitglied." gewesen. Dies findet sich allerdings auch in diversen anderen Clubs und Organisationen, seien es nun Studentenverbindungen, Round Table, der Lions Club, die Rotarier oder ähnliches.
    Der Großteil der Golfer sind jedoch trotzdem Menschen, die einfach nur Freude daran finden, die kleine Kugel über den Acker zu knüppeln, von ein paar Deppen kann man nicht auf "den Golfer schlechthin" schließen. Diese Aussage ist nämlich ähnlich differenziert wie "Alle Ausländer sind kriminell", "Alle Porsche-Fahrer haben kleine Geschlechtsteile" etc. ;)


    Im Grunde hat die Begeisterung für das Golfen auch eine verbindende Wirkung, denn auf dem Platz zählt nicht das Bankkonto, sondern das Spiel.Wo sonst findet man es, dass ein Student seinen alten Polo neben dem Rolls-Royce des Fabrikanten parkt, man sich am ersten Abschlag wiedertrifft und eine nette Runde zusammenspielt? Warum zum Henker sollte man sich schämen, wenn man keine Millionen besitzt? Ich selbst habe in den Golfclubs nur einen winzigen Bruchteil des "Standesdünkels", den man dem Golfsport immer zuschreibt, erfahren und ich denke, dass ich das wirklich gut beurteilen kann. Den arroganten und bornierten Deppen, die man in jedem Verein findet, kann man ja auch aus dem Weg gehen.
    Ich habe schon mit Kindern, Chefärzten, Studenten, Hausfrauen, Anwälten, Angestellten, Handwerkern, Reedern, Unternehmern, Schülern, Managern, Azubis und Promis gespielt und es war fast immer sehr lustig und nett und in keinster Weise vorurteilsbehaftet.
    Den Menschen, die Vorurteile gegenüber dem Golf und seinen ganzen Klischees haben, kann ich nur empfehlen, sich einmal darauf einzulassen, sofern Interesse besteht - man darf sich von einer eventuellen Kumulation von Luxuskarossen auf dem Parkplatz einfach nicht einschüchtern lassen, sondern sollte sich auf das Spiel an sich konzentrieren. Wenn man offen und unbefangen an die Angelegenheit herangeht, merkt man recht schnell, was für ein schönes Spiel das Golfen sein kann!



    Gruß, Mooney :)

    Zitat

    Original geschrieben von n3o
    Bei mir in der Gegend gibt es 2/3 Golfplaetze


    Zwei-Drittel Golfplätze? Mit 12 Löchern? :eek: :D SCNR


    Zitat

    Original geschrieben von n3o
    Cross Golf => kauf dir Schlaeger, Baelle und Tees und geh irgendwo zocken.


    Auch eine gute Möglichkeit! Bei eBay kann man mit etwas Glück einen guten gebrauchten halben Satz (Holz 3, Eisen 5,7,9,SW, Putter, Tasche) für um die 30 Öre ersteigern. Gebrauchte Bälle sind dort ebenfalls günstig zu bekommen. Nun bräuchtest Du nur eine große, einigermaßen gemähte Wiese und schon kann's losgehen.
    Zu meiner Schulzeit habe ich diversen Freunden so das Golfen nähergebracht und es sind einige dabeigeblieben - sie hatten beim späteren Clubbeitritt zudem dann auch noch den Vorteil, dass sie die kleine weiße Kugel schon ganz ansehnlich durch die Luft befördern konnten und sich nicht in diversen Stunden beim Pro und wochen- bis monatelangem stupiden Bälleschlagen auf der Driving Range ihr Platzerlaubnis mühsam erarbeiten mussten. :)



    Gruß, Mooney :)

    Ja, man kann. :)



    Ich bin 28 und spiele seit dem zarten Alter von 7 begeistert Golf - sehr viele Clubs bieten deutlich vergünstigte Mitgliedschaften für Kinder, Schüler und Studenten an.


    Man sollte sich vorher informieren, wie der Club seine Mitglieder zur Kasse bittet, da es hauptsächlich zwei Modelle gibt:


    1. Man zahlt eine Aufnahmegebühr und einen Jahresbeitrag.


    2. Man muss einen Anteil am Club kaufen, meist wird keine Aufnahmegebühr erhoben (manchmal eine "freiwillige" Spende), ein Jahresbeitrag ist auch zu zahlen.


    Für einen Studenten ist die zweite Variante natürlich eher ungeeignet, da die Preise der Anteile im Schnitt zwischen 2500 und 25000€ liegen; der Vorteil ist, dass man seinen Anteil wieder verkaufen kann und eigentlich keinen Wertverlust befürchten muss. Im hiesigen GC Main-Taunus starteten die Anteilspreise z.B. in den 80er Jahren bei afaik 10000DM, heute kosten sie knapp 15000€.


    Unter den Clubs, die nach dem ersten Modell arbeiten, gibt es solche und solche. Traditionsreiche Clubs wie Hamburg-Falkenstein, GC Hannover, Berlin-Wannsee, Frankfurter GC, Stuttgart-Solitude etc. haben zumeist gepfefferte Aufnahmegebühren; vermutlich um den Mitgliederkreis von vornherein etwas zu "sieben". Für Schüler oder Studenten können die Beiträge aber auch dort wirklich günstig sein.
    Neue Clubs oder Clubs mit weniger bekannten Namen haben zumeist auch merklich günstigere Beiträge; vor allem wenn der Club noch klein ist und Mitglieder gesucht werden. Solche Clubs waren mir immer die Liebsten, da weniger Pomp und Prunk dort herrschte, dafür aber eine nette und familiäre Atmosphäre.


    Als kleinen Anhaltspunkt kann ich Dir ja einmal zwei Preise nennen, die ich bezahlt habe.


    Im Küsten-Golfclub Cuxhaven habe ich als Schüler einmalig 600DM Aufnahmegebühr und dann 250DM Jahresbeitrag gezahlt.


    Im GC Domtal Mommenheim hier bei Mainz habe ich anno 2001 als Student 700DM im Jahr und keine Aufnahmegebühr bezahlt.


    Achtung: Studentenmitgliedschaften gelten in den allermeisten Clubs nur bis zu einem Alter von 27, weswegen ich zu dem Zeitpunkt auch ausgetreten bin. Die paar Runden Golf, die ich mir zeitlich pro Jahr erlauben konnte, waren mir keine 3200DM p.a. wert.


    Eine weitere Alternative ist eine Mitgliedschaft in der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG), die gut 200€ (220?) im Jahr kostet. Man muss dort allerdings zu Anfang eine Prüfung anblegen, die einem bescheinigt, dass man einigermaßen über den Platz kommt, und nicht durch wildes Rumgehacke die ganzen nachfolgenden Spieler aufhält.
    Als VcG-Spieler kann man auf schätzungsweise 2/3 der deutschen Golfplätze spielen; der Nachteil ist allerdings der, dass man jedesmal Greenfee (die Spielgebühr auf fremden Plätzen) zahlen muss, die ja nicht anfällt, wenn man in seinem Heimatclub spielt.



    Sicherlich, Golf ist ein teurerer Sport als z.B. Fußball oder Tischtennis.
    Zum einen ist aber die Ausrüstung deutlich anspruchsvoller (14 Schläger, Tasche, Wagen, Schuhe etc.) und zum anderen ist ein Golfplatz mit einer Fläche von gut und gerne 80-100 Ha auch x-fach so teuer im Unterhalt. Die Unsummen, die die aufwändige Pflege eines solch riesigen Geländes (Luftbild meines Ex-Clubs) erfordert, müssen natürlich von den Mitgliedern aufgebracht werden.


    Für die 700DM Jahresbeitrag in oben erwähntem Club hätte ich z.B. keine Jahresmitgliedschaft in einem Fitness-Studio bekommen - und dessen Unterhalt kostet nur ein Bruchteil dessen, was für einen Golfplatz anfällt. ;)



    TimTorpedo: Bleib dabei und lass Dich nicht abschrecken! Frag uns Golfern im Zweifelsfalle alle möglichen Löcher in den Bauch! :D
    Auch wenn Golf im Fernsehen oft gähnend langweilig ist, ist es in der Realität eins der faszinierendsten Sportarten/Spiele überhaupt und eine echte Bereicherung!



    Liebe Grüße,


    Mooney :)

    Ich auch... :rolleyes:


    Ich habe (damals ohne Einzugsermächtigung) während eines stressigen Semesters einmal so lange die Zahlung der Gebühren verpennt, bis ich gesperrt wurde.


    Trotz sofort folgender Zahlung blieb mein Account weiterhin gesperrt; nach einer kurzen Mail an eBay wurde er innerhalb von 24h aber wieder freigeschaltet.


    Es handelte sich bei mir aber nur um Gebühren in Höhe von ca. 20DM - wie es bei höheren Rückständen oder gravierenderen Problemen aussieht, kann ich leider nicht sagen...



    Gruß, Mooney :)