Beiträge von THX1138.79

    Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Es gibt auch noch die Social-Media-Kanäle (Facebook, Twitter) oder persönlich im Shop zum Beispiel.


    Nichts für ungut aber spätestens, wenn ich als Kunde genötigt werde, mich auf Social Media Kanälen anmelden zu müssen, um dort öffentlich meine Anliegen mit meinem Vertragspartner zu klären, hört für mich der Spaß auf. Nennt mich altmodisch aber m.M.n. sollte ein Telekommunikationsunternehmen auch eine ständige Erreichbarkeit über Telefon und E-Mail gewährleisten.

    Ich hatte gestern Nachmittag mehrfach erhebliche Probleme, eingehende und abgehende Telefonate in den PLZ-Bereichen 14163 (Berlin-Zehlendorf) und 14532 (Kleinmachnow) zu führen. Meist wurde dem Anrufer das Besetztzeichen signalisiert, obwohl der Angerufene im Netz eingebucht und theoretisch erreichbar war. Das gleiche spielte sich auch mit Anrufen ins Festnetz ab. Nach dem 2. oder 3. Versuch wurde das Gespräch erfolgreich aufgebaut.

    Der Chat war aber auch nach dem Einloggen im Portal bisher immer unter den Kontaktmöglichkeiten zu finden (siehe mein Screenshot im Parallelthread). Dort wurde er ganz bewusst rausgenommen. Der Vorteil dort war, dass man keine Kundennummer oder Handynummer mehr angeben musste, da mein bereits im System angemeldet war.

    Also langsam wird es richtig dreist, was Telefónica uns unter "Kundenservice" verkaufen will. Ich habe meine mittlerweile vierte Rechnung erhalten und wieder einmal ist diese nicht korrekt. Bis jetzt war jede (!) Rechnung falsch und musste nachträglich korrigiert werden. Die mir Anfang Juli über den Chat fest zugesagte Gutschrift für eine von mir nicht zu vertretene Leistung* ist natürlich nicht verbucht worden.


    Heute morgen meldete ich mich zwecks Kontaktaufnahme über den Live Chat also auf dem "Mein o2" Portal an und staunte nicht schlecht, dass man den Live Chat komplett entfernt hat! :confused: :flop: Somit bleiben jetzt (theoretisch) noch folgende Kontaktmöglichkeiten:


    - Telefon-Hotline => man wird nur noch aus der Leitung geschmissen, keine Erreichbarkeit!
    - Fax => offiziell gar nicht mehr angeboten, wird nach meinem Bekunden und den mehrerer anderer Foristen nicht mehr von o2 bearbeitet/beachtet
    - Brief => analog zu Fax, nur dass diese Möglichkeit als einzige noch eine geringe Chance auf Beantwortung des Anliegens hat, allerdings nach einer nicht mehr zumutbaren Wartezeit.



    Ich finde es schwach, dass Medien wie Teltarif außer einem kurzem "Sorry"-Statement von Telefónica es nicht einmal in Erwägung ziehen, dieses Gebaren an die Bundesnetzagentur zu eskalieren. Einer Beschwerde einer einzelnen Person - ich bin mittlerweile soweit - wird doch kaum Beachtung geschenkt. Der Shitstorm auf Facebook soll wohl auch bereits Dimensionen angenommen haben... :rolleyes:


    * für das Zurücksetzen meiner beiden damals im Netz spontan nicht mehr erreichbaren SIM-Karten - dem Chaos um die Umstellung des Parallel Ringing und der SIM-Prioritäten geschuldet - wurden mir als "Service" EUR 4,99 berechnet.

    Diesbezüglich wirst Du - sofern Du die Kundenbetreuung im Live Chat bzw. am Telefon überhaupt mal erreichst - nur über den direkten Kontakt via Chat/Telefon zum Ziel kommen. Man erhält dann eine SMS auf die Rufnummer, welche die Einrichtung der einzelnen Sperren bestätigt.


    Ob eine SMS als "offizielle Bestätigung" in rechtlicher Hinsicht ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen. Ich hatte im April, als die Hotline tatsächlich noch erreichbar war, offenbar einen "Einäugigen unter den Blinden" bei der Hotline. Diese Person hatte nach wildem Nachforschen in deren Systemeinstellungen tatsächlich eine Checkbox gefunden, um dem Kunden auch ein echtes Briefschreiben mit der Bestätigung über die Einrichtung der Drittanbietersperren zuzusenden.

    Zitat

    Original geschrieben von Kaspressknödel
    Ich kann dich gut verstehen. Aber man darf das nicht unbedingt vorbildhafte Verhalten von (einzelnen?) Shopmitarbeitern nicht generell auf ein ganzes Unternehmen projizieren, auch wenn es sich dabei natürlich um dessen Personal handelt. Letztlich ist es halt wie überall im Vertrieb das zentrale Problem der Provisionssystematik. Mitarbeiter haben Ziele zu erfüllen, werden daran gemessen und auch danach bezahlt. Da nimmt man es durchaus schon mal nicht so genau mit der eigentlich ja generell vom Arbeitgeber vorgeschriebenen Ehrlichkeit.


    Ich weiß wovon ich spreche, denn ich war selbst früher im Vertrieb eines großen deutschen Mobilfunkanbieters tätig. Offiziell hieß es dort immer, man darf die Kunden nicht anlügen. Die inoffizielle Arbeitsanweisung war es jedoch, den Kunden einfach irgendetwas zu erzählen, solange dies nur irgendwie dazu führt, die nötige Unterschrift zu erhalten.


    In diesem Zusammenhang verweise ich gern noch einmal auf meinen Betrugsfall mit der o2 Kundenbetreuung im Live Chat => Link
    Der Ärger, den ich mit der Rückabwicklung dieses o2 Blue Data M Vertrages hatte, lässt sich in keinster Weise mehr mit dem "Schnäppchenpreis" aufgrund der derzeit hohen Rabatte aufwiegen. Nach Androhung rechtlicher Schritte (BNetzA, Entzug des SEPA Mandates, ...) ist man mir außer einer nichtssagenden "Sorry-Excuse" Mail aus einem Standardtextbaukausten bis heute eine Erklärung schuldig geblieben. :flop: